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Alltagsgedichte IX

Just in time

Wir hängen doch nicht

am Leben,

weil wir es ganz toll

finden!

Wir klammern

uns an diesem

Fleckchen

„erwachtsein“,

weil es das einzige

ist, was wir kennen!

Nun ja,

wenn man an Reinkarnation

glaubt:

Viele leben mit

einer solch erstaunlichen

Routine,

dass man nicht

glauben möchte,

sie lebten zum

ersten mal,

meinte Stanislaw

Lem zum Unterschied

des Bewußseins

eines Roboters

zu einem Menschen.

Ich kann das

nachempfinden

und spüre,

wie die Grenzen

der Simulation

verschwimmen,

selbst wenn

mich Gödels

Gleichungen

beruhigen.

Wie wird es wohl sein,

wenn Roboter

dich als Mensch

im Rettungsraum

perfekt behandeln?

Wie wird es einem

Roboter ergehen,

wenn seine

Artgenossen

seinen Betriebsdruck

prüfen?

In einer Welt,

in der freiwillig

und voller „Hingebung“

Maschinen

uns

retten, verwöhnen,

bedienen…

…möchte ich

da überhaupt

wiedergeboren

werden?

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Sie ist nicht

 

1.Korinther 13

Wir alle sind gut.

Wir alle sind nicht für diese Welt geschaffen.

Und die, die für diese Welt geschaffen sind,

sind glücklich, bis zu ihrem Tod.

 

Diese Welt ist nicht heil.

Diese Welt hat nie ein Heil kennengelernt.

Und die, die dieses Heil irgendwann kannten,

leben nicht mehr, zu ihrem Glück.

 

Ich bin nicht gut. Ich bin nicht heil.

Und ich will es auch nicht sein!

Ich spuck‘ auf diese Welt, auf dieses Glück,

weil ich nicht das Zeug zum Psychopathen hab‘.

 

Ich bin ein Feigling,

zu feige für Frieden,

zu feige für Krieg.

Ich will jeden Tag Sonntag und Sonne.

 

Ich bin nicht das Licht.

Ich bin nicht das Salz.

Aber für Dich bin ich da,

und das macht mich

glücklich, in dieser Welt.

 

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Evolution

 

Fatal

Ich leite mich vom Urschleim ab.

Von der ersten RNA.

Das Leben ist kein Uhrwerk.

Das sind statische Ideen.

Wir sind immer nur Prozess.

 

Ich bewege mich im Leben

durch das Leben zum Beben

Tod hin, um das fallende Licht

aufzufangen, wie ein geblendeter

Faun: Hoffnung auf das große

Erwachen in Dir und in mir.

 

Die kleinste Amöbe,

ein Wunder,

in dem Gott wohnt.

 

Gott, ja….

mein Geist dürstet

nach Sinn:

Zufall ist auch Sinn,

bedenkt man ihn recht.

 

Ich trinke die Wässer

des Lebendigen.

Ein Fest von der

Schmelze bis zum Verdunsten.

 

Überall fließt Leben.

Danke, wem oder was

auch immer:

 

Danke Dir für mich!

Ich ströme ins Meer.

Grenzenlos die Güte

in den Grenzen des Grauens.

 

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Memetik….eine Idee, die tradiert wird zum Tabu

Versteckte Meme

Versteckte Meme im Auge Gottes

 

  1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit (wissentlich) zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.

  2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.

  3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

 

  • Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.

  • Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.

  • Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.

  • Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.

 

 

Dichter sind Memetiker

 

Wir, die Rührer im Schleim

der Wörter, hoffend auf

Überzeitlichkeit, als ginge es

um die Natur der Natur selbst,

 

sind keine Heroen; wir berichten nur

über Taten anderer, selber geblendet

vom gleißenden Licht der Höhensonne.

 

Auf Banner und Plakten Sprüche

tragen, ist nicht unser Ding;

zu haltlos ist das Maul vor dem Brägen.

 

Sie infizieren einander, ohne selber

gerne infiziert zu werden. Sie befreien

nicht, sie umspinnen, umgarnen und

schnüren Menschepakete zu handlichen

Pulks und Truppen,- die tauben Parolen-

Schmetterer und Protest-Bänkelsänger.

 

Nein, wir Dichter sind taube Nüsschen,

die das Innere ihrer Schale beschreiben,

anstatt über die Komplexität der Welt

da draussen zu rätseln und zu träumen.

 

Ja, wir sind Feiglinge,-

feige, wie der Orang, der Gibbon, der Bonobo:

Wir leben lieber im Unzugänglichen,

im Dickicht der Urwälder und kullern mit unseren

Leidgenossen um die Lebensbäume.

 

Ja, Ihr werdet uns die Bäume nehmen

und die Luft zum Atmen;

So ist der andere Mensch zum anderen

Menschen.

Wie wird es erst sein, wenn Ihr

uns vernichtet und Ihr Euch neue

Gefä(h)rten geschaffen habt?

Ich lese Prophetisches bei Isaak.

 

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WCW-BEAT

Das Licht der Finsternis

Das Licht der Finsternis

 

 

This Is Just To Say“ (1934) William Carlos Williams

I have eaten
the plums
that were in
the icebox

and which
you were probably
saving
for breakfast

Forgive me
they were delicious
so sweet
and so cold

 

Was ich Dir noch mitteilen wollte

Ich raubte

die Pflaumen

die waren im

Kühlschrank

 

und sie

waren sicherlich

gedacht für

das Frühstück

 

Verzeih aber

sie waren so köstlich

so süß

und so eisig

 

 

 

Dawn

Ecstatic bird songs pound
the hollow vastness of the sky
with metallic clinkings–
beating color up into it
at a far edge,–beating it, beating it
with rising, triumphant ardor,–
stirring it into warmth,
quickening in it a spreading change,–
bursting wildly against it as
dividing the horizon, a heavy sun
lifts himself–is lifted–
bit by bit above the edge
of things,–runs free at last
out into the open–!lumbering
glorified in full release upward–
songs cease.

William Carlos Williams

Morgendämmerung

Vogelgekreische hämmert
dumpf in der himmlischen Weite
wie blecherndes Klirren–
hineingeprügelte Farben
bis an ihren fernen Rand,– geboxt, getreten
im Aufgang der triumphalen Glut,-
Wirbel in Wärme hinein,
beschleunigter ausbreitender Wechsel,–
geworfen wild gegen sie,
indem sie Horizont schneidet, eine gewichtige Sonne
im Aufgang–gehoben–
Hub für Hub über den Rand
der Dinge,- Auslaufen endlich
in das Offene–! Schwerfällig
glorifiziert in voller Freiheit hinauf–
Gesänge verebben.
*
*
*
*
*

Warten

 

Wenn ich für mich bin, bin ich heiter.

Die Atemluft ist abgekühlt.Der Horizont ist

getüpfelt und beschmiert

mit Farben direkt. Die Scharlach-Aterien

der Sassafrasblätter hängen dicht gepackt vor mir

in Schwärmen an dem lastenden Geäst.

 

Wenn ich heimkomme

begrüßt mich das feixende Geschrei meiner Kinder

und das Herz ertrinkt mir.

 

Ich bin erschöpft

 

Sind meine Kinder mir nicht so lieb

wie welkes Blattwerk oder

muß man vergesslich werden

um zu altern ?

 

Es scheint so, als hätte das Leid

mir ein Bein gestellt.

 

Wir werden sehen, wir werden sehen.

 

Was wollte ich ihr sagen

wenn ich erfahren hab

 

was mir soeben widerfuhr ?

 

 

 

 

Frühstück

Zwanzig zappelnde Vögel

auf

 

einem Kuh-

Haufen:

 

Lachen und

leben lassen.

 

 

 

 

 

Die  Melancholie des Ozeans

 

So ist die Melancholie des Ozeans –

Wort-wellen gebrochen –

Eintönigkeit steigend-fallend.

 

Angelehnt betrachte ich Aspekte des

sich auflösenden Wellenkamms, subtiler halbfertiger Schaum, gelber Blasentang,

einer wie der andere:

 

Da ist nichts zu hoffen-außer Korallen-

sand spült sich langsam zusammen

und wartet bis Fregattvögel kämen

und Samen und machten sie zur Brutstätte

 

 

 

 

 

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Blind-Darm-Grimmen – Nietzsche gewinnen

Windigo, Kokodjo, Atcen

 

 

 

Das Gewissen ist fähig, Unrecht für Recht zu halten, Inquisition für Gott wohlgefällig und Mord für politisch wertvoll. -Erich Kästner-

 

Im Wind, in der Flut

Das Böse übermannt,

wie eine Tanne im Bruch.

In jeglicher Furcht

taummelt ein Traum

und fällt auf Dich zurück,

Du Monster Mensch!

 

Das Böse wird über Dich

kommen, als das Gute in

Dir. Du bist überzeugt

von der „Guten Tat“, doch

sie ist nur abgrundtief,

im Übel der Unwissenheit,

aufgewachsen, um zu dienen.

 

Du bist das Böse

beim Abendmahl,

beim Gebet,

beim Schenken,

beim Lieben;

Du bist nicht selbstlos,

mein Engel, meine Bruthöhle.

 

 

Das Gastmahl des Trimalchio

Das Gastmahl des Trimalchio: Remedia amoris

 

Giovanni Francesco

hob das Wort an und das Wort war bei Gott (die Erfindung der Antiken)

 

Im Traum, Ruf zu vernehmen

oder zu träumen, selbst der Ruf

zu sein.

Menschenfleisch verzehrt sich nach

Menschenfleich, selbstwillig ist

kein Geist.

Eine Verwandlung zu vollziehen

ist unmöglich, Rituale ersetzen

keinen Mut.

Verletzt zu werden ändert nichts

an Lügen in Amt und Würden.

Treue eitert.

Gebeine ruhen hier nicht weich,

nicht warm ist das Ende der Nacht;

tröste Dich!

Es gibt ein Heilmittel gegen die Liebe,

glaube mir, ich habs gerochen, bis zur

bitteren Neige.

Bück Dich nur leicht nach vorne,

verehrter, irrend suchender Leser:

Suus cuique crepitus bene olet.

 

 „Literaturwissenschaftler haben ein Credo: Die Konotation und der Kontext. ….Aber alles, was wir in der Literaturwissenschaft an Instrumenten/skills/tools/Methoden kennen, basiert auf dem Glauben einer Rückführbarkeit auf eine UR-Quelle. …. Es ist unmöglich Literaturwissenschaftler von diesem Aberglauben zu befreien, so sehr vernarrt und überzeugt sind sie von ihren Kreationen und Assoziationen.(Roland Barthes)

In Ruinen und Geiste(s/r)welten

in memoriam John Hurt

 

Besieg Dein Fleisch,

bevor es versiegt:

Den Körper-Käfig verläßt

du nicht.

Wir alle sind flußblind.

Die Stäbe, überzogen

mit Gnitzen; dort, wo

Georg der Ritter den

Lindwurm tötete, stirbt

auch unser Herz, das

geheime, verschämte,

aus Träumen und Verlangen

geschälte.

 

Dunkel empor befreit

steigt die Gewissheit

im Gewand der Ahnung:

Wir treibens phantastisch,

was zutiefst unserer Natur

entspricht.

 

Promi-Toys

Promi-Toys

 

Das Gefuchtel mit dem BANK BIC

 

Panspermie:

Aus dem Nichts kommt etwas!

Ein Homunkulus schiß den Funken des

Lebens in den Urknall oder

in die Ursuppe oder in die Urzelle

oder in den URURURUR aus Uruk Uluṟu …UHU….Kuckuck

 

Wo setzt man den Schnitt an,

um das Tortendiagramm gleichmäßig

zu teilen: Tangential?

 

Moderne Mythen, Sagen und Märchen;

ein Bluff mit zwei Pärchen!

Es gibt immer noch ein höheres Blatt;

dies ist von Allmächtigen gemacht!

Wers glaubt! 😉

 

 

Bantu Kimbundu Umbundu Yoruba: NTU NWO

 

Sie halten wieder Zombies,

ganz legal, ganz global.

Der Kolonialwarenhändler

spaziert wieder auf dem Äquator,

mit Schilps und Aktenkoffer.

Seine Peitsche ist der Laptop,

seine Zwinge, Balkendiagramme.

 

Sie kaufen den Hunger auf!

Sie planzen Blumenmeere!

Sie bringen allen Liebe:

Rote, gelbe, blaue, grüne Liebe,

für alle kleinen braunen Babies.

Ganz P.C. schicken sie die nächste

Generation in die Slaverei.

 

Aber wehe, die Sklaven klopfen an der

Hinterhoftür, um Einlaß gegen

den FarbenSturm zu erbetteln, den die

Herren entfachten:

Dann gibts Zauber aus Einkaufstüten: NTU

Dann hetzt der Herr im Haus die Abgehängten

gegen die Rechtlosen auf: Freies RatRace für alle!!

 

Und natürlich rufen die Einfältigen und

schon immer hinters Licht Geführten:

Heimat! Ehre! Familie! Nation!

 

 

fogaréus e farricocos

fogaréus e farricocos

 

Brasilianische Schlaflieder

„….Coca oder Cuca oder auch Bicho papão ist der schwarze Mann, der Buhmann,- das verkindlichte und verdinglichte Anlitz des Sensenmannes, des unbegreiflichen Todes, der dem Schlaf so ähnlich ist. Er ist jeder Forscher,der einen neuen autochthonen Stamm kontaktiert. …..“ Fabian Fabioli

 

 

Vai-te Coca. Vai-te Coca

Para cima do telhado
Deixa o menino dormir
Um soninho descansado

Hinweg, hinweg, Buhmann,

hoch aufs Dach mit Dir!

Laß dies Kind nun ruh´n,

das rat ich Dir! ich rat es Dir!

Dorme neném

Que a Cuca vem pegar
Papai foi na roça
Mamãe foi passear

Schlaf mein Kind,

Buhmann fängt Dich geschwind!

Vater schlägt das Zuckerohr,

Mutter hat jetzt kein Ohr!

Bicho papão

Em cima do telhado
Deixa meu menino dormir
Sono sossegado

Hör den Buhmann,
er feixt auf dem Dach.
Laß den Knabe ruh´n.
Ich halt´Wacht!

 

 

 

Im Keim der Hindernisse

 Die hohlen Menschen
(Übersetzung „The hollow men“ T.S.Eliot Auseinandersetzung mit Nietzsches „Ecce Homo“)


Mistah Kurtz – er tot.

Einen Cent  für´n alten Bastard

I

Wir sind leere Menschen,
Wir sind ausgestopft Menschen.
Wir lehnen aneinander.
Kopfstücke, gefüllt mit Stroh. Ach!
Unsere dürstenen Stimmen
– wenn wir uns was zuflüstern-
sind matt und bedeutungslos,
wie Wind im Steppengras
oder wenn Ratten auf Glasscherben tapsen

in unserem muffigen Keller. Formlose, farblose Schatten,
sinnlose Anstrengung, erstarrte Bewegung;

Ihr, deren waches Auge dieses

andere Reich des Todes kreuzt,

erinnert Euch an uns – falls möglich-

nicht als an verlorene, gewaltätige Seelen,

sondern als an jene leeren Menschen.

An die ausgestopften Menschen.

II

Augen, denen ich nicht wage im Traum zu begegnen,

in der Traumherrschaft des Todes,

nähern sich nicht:

Dort, Augen,

sind Sonnenlicht auf gebrochenen Säulen,

Dort, Baum,

biegt sich, und seine Stimmen

singen im Wind,

entfernter und erhabener,

als ein erlöschender Stern.

 

Haltet mich davon ab,

von der Traumherrschaft des Todes.

Gebt mir zu tragen,

lachhafte Verkleidungen,

einen Rattenmantel, Krähengefieder, ein Kreuz,

auf einem Acker,

wo der Wind sich austobt,

haltet mich fern –

von der letzten Begegnung

im Reich der Dämmerung.

 

III

Dies ist das tote Land,

das Kakteenland,

steinerne Bildsäulen haben sie

hier aufgerichtet, hier erflehen

sie, hier gewährt ein Toter Gnade,

unterm Flackern eines erlöschenden Sternes.

 

So sagt man,

im Totenreich,

sind wir alleine wachend,

auch in der Stunde, da wir begehren

nach Zärtlichkeit und Lippen,

anstatt zu küssen,

gespaltene Steine anzubeten.

 

 

IV

Augen sind hier nicht,

hier sind keine Augen mehr,

im Tal der erlöschenden Sterne,

in diesem leeren Tal,

zerbrochener Rachen unserer verlorenen Reiche.

 

In dieser Zuflucht

ertasten wir uns nur noch

und vermeiden Reden,

gestrandet auf Untiefen flutenden Flusses.

 

Aussichtslos, wenn nicht

die Augen wieder erscheinen,

so wie ein endloser Stern,

eine vielgestaltige Rose,

im Dämmerlicht des Totenreichs,

einzige Hoffnung

leerer Menschen.

 

V

Hier kreisen wir um den Feigenkaktus,
Feigenkaktus, Feigenkaktus,
hier kreisen wir  um den Feigenkaktus,
Um 5 Uhr in der Frühe.

 

Zwischen Einfall

und Realität,

zwischen Ursache

und Tat,

wirft´s Schatten:

Denn Dein ist das Reich.

 

Zwischen Entwurf

und Schöpfung,

zwischen Bewegung

und Gegenbewegung,

fällt ein Schatten.

Lang ist ein Leben

 

 

Zwischen Hingabe

und Krampf,

zwischen machbar

und erreichbar,

zwischen Beginn

und Beendigung,

ist Schattenwurf.

Denn Dein ist das Reich.

 

Denn Dein ist
Leben ist
Denn Dein ist das

 

So endet die Welt.
So endet die Welt.
So endet die Welt.
Mit keinem Knall, mit einem Wimmern.

 

 

Der Pflug des Fönniks

Der Pflug des Fönniks

 

 

Die Wüste wächst: weh dem, der Wüsten birgt!

Stein knirscht an Stein, die Wüste schlingt und würgt.

Der ungeheure Tod blickt glühend braun

und kaut –, sein Leben ist sein Kau’n…

Vergiß nicht, Mensch, den Wollust ausgeloht:

du – bist der Stein, die Wüste, bist der Tod. (Nietzsche)

El Golea

kommen keine Wolken gehen keine übers Grab

Charles de Foucauld 

(Erinnerung an einen Imuhagh , der mir das Leben rettete im Wadi al-Ajal)

 

Der Spalt,

durch den ich die Welt schaue,

zugeschwollen vom Aufwärtshaken

des Sandes,

um Recht, um Freiheit, um Gleicheit,

schmerzt nicht mehr.

 

Wozu diese Qual um Lebensberechtigung,

wozu die Mahnungen in der Post,

das brave Abbezahlen der 4 Quadratmeter

Lebensberechtigung.

 

Kaum jemand erhebt Anspruch auf Wüsten,

es sei denn, dort verbirgt sich Wasser, Öl, Gold, Hass.

Niemand der die Wüste kennt, sucht Geld oder was

man zu Geld machen kann. Wer in die Wüste geht,

geht aus Liebe, aus Liebe zu Recht, Freiheit, Gleichtheit.

 

Der Sand behandelt alle gleich.

Er verbrennt alle gleich, er schleift alle gleich ab,

er zehrt alle gleich aus.

 

Die Wüste ist ein gerechter Richter, vor dem

niemand bestehen wird, der nicht reinen Herzens

ist. Darum sind Wüstenvölker erbarmungslos zu gottlosen Fremden.

 

Darum sind Wüstevölker gastreundschaftlich (asshak) zu den Ungläubigen

mit ihrem technischen SchnickSchnack, der sie keinen Tag überleben

ließe, wenn die Batterien alle und der Tanks leer sind. Gott ist groß in den Wüsten.

 

Die Welt ändert sich, auch in den Wüsten. 😉

 

Heinrich von Stein gwidmet "Das mache die gute Luft hier oben!"

Heinrich von Stein gwidmet
„Das mache die gute Luft hier oben!“

 

„Werde, der du bist“

Leben erschaffen aus dem Unbelebten,

nur Physiker subsumieren alles unter

einem Knall, der keinen Knall hatte.

 

Wie Diether auf den Ambos schlug,

so schlugen sie das Wort in den Wind:

Die Arme(e)n der Völker sammeln sich

an Orkanes Saum:

 

OhWeh! OhWeh! Inneres Sterben,
Sterbensschwärme,
Mittelschwund!
Erkalte entgegen
Nemesis Apoll;
Eisig ist nun
Sein Verwüstungsblick
Über uns niedergleitend,
Neidgefroren
Auf der letzten Front, erstarrend,
Die zu Leben
geben nicht gemacht.

 

So stolz sind sie über Positionen,

undankbar der Vernunft.

Hat sie doch Ehrgeiz dort hingehoben,

anstatt meisterliche Zunft.

 

Ab jetzt wirds sichs zeigen,

wer den Mut besitzt,

auch den Schnitt zu wagen,

bevor Sepsis erhitzt.

 

Wie wagt man den Tod der Leben birgt?

Wo findet sich im Ende nicht Endgültigkeit?

Wieviel Äonen sind ausreichend, um aus

Geltungssucht Vernunft zu veredeln?

 

Willst du zu Asche werden, o Fleisch, gar
auf Augenhöhe der Sirenen vor dem Blitz,
Gleich Jupiter erhabne torkelnde Monde,
gekettet in der Gravität seelischen Taumelns?

 

Rettung von Verhandlungszwängen,
Großmut auch dem Börsenbericht,
Hoffnung auf den Behördengängen,
Gnade vor dem Standgericht!
Auch die hassen wollen leben!
Feinde trinkt und stimmet ein,
Allen Heuchlern soll vergeben,
und der Zins im Zins nicht mehr sein.

 

 

 

3 Kommentare

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Aidos -Nemesis -Themis oder Schäm Dich nicht, denn Deine Rache ist rechtens!

Untergangsritus

Untergangsritus

 

 

 

 

Ich rufe Dich, Nemesis!
Höchste!
Göttlich waltende Königin!
Allsehende, Du überschaust
Der vielstämmigen Sterblichen Leben.
Ewige, Heilige, Deine Freude
Sind allein die Gerechten.
Aber Du hassest der Rede Glast,
Den bunt schillernden, immer wankenden,
Den die Menschen scheuen,
die dem drückenden Joch
Ihren Nacken gebeugt.
Aller Menschen Meinung kennst Du,
Und nimmer entzieht sich Dir die Seele
Hochmütig und stolz
Auf den verschwommenen Schwall der Worte.
In alles schaust Du hinein,
Allem lauschend, alles entscheidend.
Dein ist der Menschen Gericht.  (OVID)

 

Der Krieg des Sozialen

Sie zentralisieren,

sie bürokratisieren,

sie imperialisieren,

sie digitalisieren,

sie reprimieren.

 

Hungerrevolten,

Bauernkriege haben keine

Anwälte, die ihre Geschichte

niederschreiben.

Mit der Schuldenfalle läßt

sich gut leben

oder man löscht seine

Familie aus, wenn man

nicht zahlen kann,

oder man löscht die

Familien der anderen aus,

die sich nicht solidarisieren.

 

Die echten Helden kennt

man nicht. Die Schurken

leben von negativer P.-R..

In dieser Zeit des Biltzes

und des E.M.P. gehen die

rosa Wolken zuckersüß verloren.

 

Rauf, rauf, rauf, auf das

Riesenrad, laßt die Narbe

brechen und seht zu, daß

ihr strebend sterben könnt, für sinniges

und unsinniges Tun. Am Rand

der Welt tun sich Bahnen auf.

Sammelt  die Früchte des Zorns,-

den Kredit auf ein besseres Leben,

und speit ihnen Euren Haß entgegen.

Auf Blutgeld ließ sich schon immer gut säen

und ernten,- das wissen die Damen und Herren sehr genau.

 

 

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Welt am Draht oder unser Wissen in der Hand von einem Arschloch

Wir sind am Arsch, weil Arschlöcher unser Wissen verwalten

Wir sind am Arsch, wenn Arschlöcher unser Wissen verwalten!

 

Wiki-Lump-edita

 

Es gibt  Schlimmeres als

Bücherverbrennungen:

Unser Wissen in den Archiven

geistiger Tiefflieger,-

in den Händen

Herrschender – oder

derer, die herrschen wollen,-

oder derer, denen die Unentschiedenheit

der Geschichte nicht gefällt.

 

Wir haben uns abhängig

gemacht von Foundations

und hierarchischen Strukturen,

irgendeiner

Schwarmintelligenz folgend

und haben nicht bemerkt,

daß wir einem Dealer, einem

Anfixer aufgesessen sind.

 

Ich spiele

Millionesnpiel,

Privat Pursuit-

irgendein

Glasperlenspiel

wird mir schon

Sicherheit verheißen,

obwohl es ja nur

um meine Fügsamkeit geht.

 

Wer beobachtet schon

den Terror der

User, die eingelockt

Kopiloten spielen,

mit leisen Zeichen

die Tastatur im

Anschlag.

 

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Feminismus oder im Haus der Großen Mutter herrscht die Willkür

Frauen in Häppchen

Frauen in Häppchen

 

Aufmüpfige Nymphen

 

 

Geistes wirr geistern sie umher,

um Quoten und Lehrstühle bettelnd,

mit nichts als ihrer Forderung, als

Ideologie verpackt, in Händen.

 

Die Welt müsse sich ändern, weil

die Männer diese Welt zu Schanden

machen, sie mit den falschen Fragen

befrachten, beladen und beklagen.

 

Als ob je eine Frau etwas Vernünftiges

zutstande brachte, das nicht genauso

verwerflich gewesen wäre, wie die Götzen

der Männer, die Kulte der Herrischen!

 

Polonium ist geil, klar

Radium auch. Es brachte

Heilmethoden gegen

den Krebs, aber auch den

hundertausendfachen Tod

im leichtsinnigen Umgang,

Madame Curie! Selbst ihr

Rezeptbuch strahlt heute noch so sehr,

daß man es nur wenige Minuten

anschauen kann!

Oh Camille Claudel,

was war sie doch für eine wunderbare

Elevin. Ließ sich vögeln und

mißhandeln, nur um ihrem Herren

nahe zu sein. Als sie die „Bürger von Calais“

für ihren geliebten Auguste fertig hatte

und auch am Ruhm teilhaben wollte,

jagte er sie davon. Anstatt ihn zu

erdolchen, ging sie in den Wahnsinn.

Ja, solch schwaches Wesen

steckt im weibischen Getue um die

falsche Aufmerksamkeit.

 

Da lob ich mir die Kurdinnen,

die ihren feigen, faulen Männern

den Hirtenstab aus der Hand schlagen

und den Islamisten den Arsch

versohlen, mit Sturmgewehren

und Bajonetten zum Eierabschneiden.

Das sind Frauen, die nicht weibisch

herumflennen, weil ihr Haus zerstört

wurde, welches sie nie selber

aufgebaut haben und mit Zähnen und Krallen

beschützen, was ihnen gehört, bis zur letzten Frau!

 

Das Beste in der Frau

kommt als Amazone zu Tage

und nicht als Femen-Aktivistin!

 

Nicht verweichlichte, westlich- intellektuelle

Dumpfbacken,die mit Lehstrühle

für Frauenwissenschaften kokettieren,

aber dabei immer auf Schonung

ihrer männlichen Konkurrenten

spekulieren, werden diese Welt retten!

Es sind die ehrlichen Mädchen, mit dem richtigen

Maß von Glauben und Verzweiflung

im Herzen, auf die ich setze, wie auf ein

Rennpferd! Denn nichts anderes ist der

Wettbewerb der Systeme, ein gedopter

Furlong.

Diese kurdischen Helden werden uns lehren,

was Frauen wirklich sind: Keine Parasiten, keine

Quotenjäger, keine Bettler!

 

Meine Helden!

Meine Helden!

 

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„Ich schwöre, ich bin ein Lügner!“,- oder Paradoxon des Epimenides

affii

 

 

Afelia oder ein Traum vom himmlischen Jerusalem

 

Wir lieben die Gerechten,

die kein Brot bringen.

Wir lieben die Idealisten,

die keinen Durst stillen.

Wir lieben die Aufrechten,

die krumme Wege gehen.

Wir lieben das Kreuz,

das andere für uns tragen.

 

Auf welcher Gehaltsliste

stehst Du, wenn Du kämpfst?

Wessen Ideen vertrittst Du,

wenn du verlierst?

Wann siehst Du´s ein,

wenn Dein Weg falsch war?

 

 

(Der Pirat fängt, was ihm

vor den Bug kommt!)

 

 

Niemals Niemals Niemals

 

werde ich Jerusalem sehen.

Das Haus meines Vaters

bleibt mir versperrt, weil

ich seinem Tempel spotte!

 

Nachts umrunde ich seine

Mauern und linse durch

die verschlossenen Tore.

Nachts rücke ich meinen

Lügen auf den Punkt,

den ich tagsüber vergesse.

 

Ich bin eine Jungfrau,

ein Zwitterwesen, erwacht

zur 12ten Stunde.

Ich entgleise nie.

Mein Zeichen ist das

Pentagon. Dort verstecke

ich meine kleinen Wünsche nach

einem ehrlichen Leben.

 

HERR, warum trittst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not?

Weil der Gottlose Übermut treibt, muß der Elende leiden;

sie hängen sich aneinander und erdenken böse Tücke. (in memory  Лев Троцкий )

 

Lady, of the dawn!

Uhhh, mir ist schon ganz schwül. Shalom.

 

Die kleinen faschistoiden Lebenslügen von Salome

 

 

Die Dogmatikern des Objektivismus unter Druck

Die Dogmatikern des Objektivismus unter Druck

 

 

Die eloquenten braven Enkel der Reaktion

Die eloquent-braven Enkel der Reaktion

 

Ancien Régimes

Als Adel und Klerus

nur Jokobiener jagte,

schien die Revolution verloren.

Als Maschinen Manufaktur

ablösten, hungerten

nur Massen schuldlos.

Als Napoleon Feudalismus

mit feudalen Mitteln

abschaffte, war nur Waterloo möglich!

Als Lenin nach Russland

zurückkam, nur

mit Hilfe der Preussen!

Als der Anstreicher

Deutschland retten wollte,

nur mit Geld aus Detroit!

Als Welt am Draht

täglich wurde,

war nur Jugend vergesslich genug!

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