Schlagwort-Archive: Micropoem

Tod in Saquarema

 

Saquarema 1837

für Loalwa Braz Vieira

 

Ich seh´ die Reihen der Sklaven;

sie lichten sich, dunkelhäutig,

im Schatten der Palmdächer.

*

Ich seh´ sie, wie sie Zuckerrohr

schlagen, im Takt; die Hände,

blutig vom scharfen Schilf.

*

Ich seh´ die Indios, -die Mestizen,

an den Feuern, vor den Hütten,

tanzend in den Morgen hinein.

*

Ich seh´ sie alle, wie sie kamen,

wie sie gingen, ohne Ziel, auf

ein besseres Morgen hoffend.

*

Ich seh´ die Zunge von Saquarema,-

Ausleger landen, mit frischem

Fisch, in blauen Rümpfen. Holla!

*

Ich seh´ die Welle, wie leicht sie bricht,

von einer Bucht zur anderen, unauf-

haltsam: Zukunft, ein Tanz um Zeit.

*

Ich seh´Nossa Senhora de Nazaré;

wo gibt es Vergebung in dieser

Welt, in der nächsten, vielleicht?

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Kindheit, Kolonialismus, Rassismus, Schlichtheit

Sprachexkremente: Avantgarde am Arsch der Welt von Mockumentary

 

Punkt-La(n)-Dung

für Eva Lübbe

 

Mond am Morgen

Mond in Nacht

Ohne Sorgen

Angel acht!

 

Reis in Hände

Löcher weit

Speis die Wände

kalk sie weiß

 

Bar der Lunge

Druck entlaß

spalt´ die Zunge

Aderlaß

 

Ruf´ den Mord

Krähe spricht

Nieren nirgends

Aus gelacht

 

Ex per Menthe

Na! Tour pro Mol

Narr? Naive pur

Ozelot Axolotl Alkohol

 

Walles Lallen

Sinn zu tief

Spann´ die Spalte

Spalt´ den Span

 

Dünnbrettbohrer

bleib am Boden

Wirbel´ tief

Kern im Bolzen

schon Gang gehen

 

Herr? Metrik lachen

Kahl schlag tun

weises Wasser

Ungestüm!

 

Sanft es Schweben

Ab geh Tran!

Auf! geh Sätze

Schürze schwer

 

 

 

Capricorn

Wer weiß

redet nicht

Wer nicht weiß

redet

 

 

Cafe Schopenhauer

schwarze Sonne

Dock Vitrine

KÜBEL-E

dritter Sargon

Münchner Finsternis

 

Fake News Nixxon

Zink Tank

gemeine Dienste

Nutten schleifen

Profile ab

 

Zwitscher Zwitscher

heisse Suppen

Heim Licht

kalt gemacht

 

Beulen blistern

Barteln mosten

Eulen posten

Euter knistern

 

Taten tun

Tuten blasen

Ahnung ruhen

Warnung rasen

 

 

Die poetische Information ist unabhängig der Prinzipien der Textorganisation. Es gibt keine subjektiven Regeln,

aber Regeln sind ebensowenig ewig und unumstößlich. (Jacques Derrida)

„Die Destruktion hat ebenso wenig den negativen Sinn einer Abschüttelung der ontologischen Tradition. Sie soll umgekehrt diese in ihren positiven Möglichkeiten, und das besagt immer, in ihren Grenzen abstecken, die mit der jeweiligen Fragestellung und der aus dieser vorgezeichneten Umgrenzung des möglichen Feldes der Untersuchung faktisch gegeben sind.“Heidegger

 „Eine zynische, käufliche, demagogische Presse wird mit der Zeit ein Volk erzeugen, das genauso niederträchtig ist, wie sie selbst. ……..Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht – aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.“  (Joseph Pulitzer)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Antike, Entrismus, EXIT, Idylle, Kulturkritik, Neues DADA, Popkultur, ZEN

Aidos -Nemesis -Themis oder Schäm Dich nicht, denn Deine Rache ist rechtens!

Untergangsritus

Untergangsritus

 

 

 

 

Ich rufe Dich, Nemesis!
Höchste!
Göttlich waltende Königin!
Allsehende, Du überschaust
Der vielstämmigen Sterblichen Leben.
Ewige, Heilige, Deine Freude
Sind allein die Gerechten.
Aber Du hassest der Rede Glast,
Den bunt schillernden, immer wankenden,
Den die Menschen scheuen,
die dem drückenden Joch
Ihren Nacken gebeugt.
Aller Menschen Meinung kennst Du,
Und nimmer entzieht sich Dir die Seele
Hochmütig und stolz
Auf den verschwommenen Schwall der Worte.
In alles schaust Du hinein,
Allem lauschend, alles entscheidend.
Dein ist der Menschen Gericht.  (OVID)

 

Der Krieg des Sozialen

Sie zentralisieren,

sie bürokratisieren,

sie imperialisieren,

sie digitalisieren,

sie reprimieren.

 

Hungerrevolten,

Bauernkriege haben keine

Anwälte, die ihre Geschichte

niederschreiben.

Mit der Schuldenfalle läßt

sich gut leben

oder man löscht seine

Familie aus, wenn man

nicht zahlen kann,

oder man löscht die

Familien der anderen aus,

die sich nicht solidarisieren.

 

Die echten Helden kennt

man nicht. Die Schurken

leben von negativer P.-R..

In dieser Zeit des Biltzes

und des E.M.P. gehen die

rosa Wolken zuckersüß verloren.

 

Rauf, rauf, rauf, auf das

Riesenrad, laßt die Narbe

brechen und seht zu, daß

ihr strebend sterben könnt, für sinniges

und unsinniges Tun. Am Rand

der Welt tun sich Bahnen auf.

Sammelt  die Früchte des Zorns,-

den Kredit auf ein besseres Leben,

und speit ihnen Euren Haß entgegen.

Auf Blutgeld ließ sich schon immer gut säen

und ernten,- das wissen die Damen und Herren sehr genau.

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Antike, Arbeit, Übersetzungen, establishment, EXIT, IT, Kapitalismus, Kolonialismus, Kulturkritik, Neues DADA, Politik, Rassismus, sexueller Mißbrauch, Zynismus

Welt am Draht oder unser Wissen in der Hand von einem Arschloch

Wir sind am Arsch, weil Arschlöcher unser Wissen verwalten

Wir sind am Arsch, wenn Arschlöcher unser Wissen verwalten!

 

Wiki-Lump-edita

 

Es gibt  Schlimmeres als

Bücherverbrennungen:

Unser Wissen in den Archiven

geistiger Tiefflieger,-

in den Händen

Herrschender – oder

derer, die herrschen wollen,-

oder derer, denen die Unentschiedenheit

der Geschichte nicht gefällt.

 

Wir haben uns abhängig

gemacht von Foundations

und hierarchischen Strukturen,

irgendeiner

Schwarmintelligenz folgend

und haben nicht bemerkt,

daß wir einem Dealer, einem

Anfixer aufgesessen sind.

 

Ich spiele

Millionesnpiel,

Privat Pursuit-

irgendein

Glasperlenspiel

wird mir schon

Sicherheit verheißen,

obwohl es ja nur

um meine Fügsamkeit geht.

 

Wer beobachtet schon

den Terror der

User, die eingelockt

Kopiloten spielen,

mit leisen Zeichen

die Tastatur im

Anschlag.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Entrismus, establishment, EXIT, IT, Kapitalismus, Kulturkritik, Neues DADA, Politik, Popkultur, Terror, Twitter

Fücks, Du hast sie ganz gestohlen, gib die Partei wieder her!

 

Das rote Gift im Blattspinat
Das rote Gift im Blattspinat

Die Gartenzwerg Partei (Ein Kleines Märchen vom Entrismus)

Als die grünmützigen Gartenzwerge eine

Partei gründeten, weil es zu viel wurde,

mit dem Sterben der Wälder, dem

Vergiften  der Gewässer, dem Trüben

der Atemluft und den Siebengebirgen

von Müll und Abfall vor den Haustüren

der Zwerge,da waren alle verblüfft,

daß ein Thema noch dringender war:

Die Strahlung der Atomkerne

in den Kraftwerken,

die gebaut wurden, damit die

Luft sauberer würde. Es war

zwar nicht das Thema, das der

Anfangsgrund war, aber Angst

fürs Rudelkuscheln machte es allemal.

Überall trugen die Grünmützigen

Sonneblumenplakate umher mit

der Aufschrift: Atomkraft? Nein Danke!

Und mehr und mehr Zwerge liefen

der grünen Zwergpartei zu, aus Angst

vor der unsichtbaren Gefahr.

Angst ist eine Krankheit im Zwergenland.

Kein Wunder, wenn man so klein ist und

sich so verlassen fühlt, wie die Zwerge.

Die rotmützigen, großkotzigen Zwerge bemekten die

Erfolge der grünen Vettern und fragten sich,

warum sie mit ihrem Thema von

der gerechten Verteilung des Zwergen-

eigentums nicht so erfolgreich waren?

Lag es daran, daß Zwerge generell geizig

oder allgemein ängstlich und feige sind?

Da kamen einige Rotmützen auf die Idee,

sich grüne Mützen anzuziehen und die

die Partei der Grünmützen zu unterwandern.

Dabei half ihnen ein Strategiepapier der

brühmten Rotmütze Trotzki: Verbinde dich

mit den Themen der Partei, die du unterwandern willst,

laß dich in den Apparat der Partei wählen, werde

zum Funktionärszwerg und verbinde langsam aber sicher

die Grünmützenthemen mit den Rotmützenthemen.

So taten die Rotmützen und  eroberten die Grünmützenpartei:

Ein ökologische Welt kann nur eine sozial gerechte sein.

Der Kapitalismus ist unökologisch.

Soziale Gerechtigkeit ist ökologische Sauberkeit.

Allmählich überrollten die Rotmützen die Grünmützen.

Die, die sich überollen ließen, nannten sich Realos,

die, die bei ihren Grundsätzen bleiben wollten, hießen Fundis.

Die Fundis wurden immer weniger, weil auch immer weniger

Themen grünmützig waren. Früher waren die grünmützigen

Zwerge gegen jede Form von Krieg. Doch die aggressiven

rotmützigen Zwerge sahen den Krieg als ein wichtiges Herrschaftsinstrument,

wie es  die berühmte Ro(tz)mütze Trotzki schon immer forderte.

So wurden aus grünen, pazifistischen Zwergen, rote, aggressive Zwerge.

Und die, die den Wandel nicht wollten, wurden rausgekickt,

auf den Komposthaufen des Zwergenaufstandes in den Vorgärten.

Blöd,wa?
Blöd,wa?

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Darwinismus, Entrismus, establishment, Kapitalismus, Klimawandel, Krankheit, Kulturkritik, LimitstoGrowth, Neues DADA, Politik, Rassismus, Satire, Twitter, Umweltschutz, Zynismus

„Ich schwöre, ich bin ein Lügner!“,- oder Paradoxon des Epimenides

affii

 

 

Afelia oder ein Traum vom himmlischen Jerusalem

 

Wir lieben die Gerechten,

die kein Brot bringen.

Wir lieben die Idealisten,

die keinen Durst stillen.

Wir lieben die Aufrechten,

die krumme Wege gehen.

Wir lieben das Kreuz,

das andere für uns tragen.

 

Auf welcher Gehaltsliste

stehst Du, wenn Du kämpfst?

Wessen Ideen vertrittst Du,

wenn du verlierst?

Wann siehst Du´s ein,

wenn Dein Weg falsch war?

 

 

(Der Pirat fängt, was ihm

vor den Bug kommt!)

 

 

Niemals Niemals Niemals

 

werde ich Jerusalem sehen.

Das Haus meines Vaters

bleibt mir versperrt, weil

ich seinem Tempel spotte!

 

Nachts umrunde ich seine

Mauern und linse durch

die verschlossenen Tore.

Nachts rücke ich meinen

Lügen auf den Punkt,

den ich tagsüber vergesse.

 

Ich bin eine Jungfrau,

ein Zwitterwesen, erwacht

zur 12ten Stunde.

Ich entgleise nie.

Mein Zeichen ist das

Pentagon. Dort verstecke

ich meine kleinen Wünsche nach

einem ehrlichen Leben.

 

HERR, warum trittst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not?

Weil der Gottlose Übermut treibt, muß der Elende leiden;

sie hängen sich aneinander und erdenken böse Tücke. (in memory  Лев Троцкий )

 

Lady, of the dawn!

Uhhh, mir ist schon ganz schwül. Shalom.

 

Die kleinen faschistoiden Lebenslügen von Salome

 

 

Die Dogmatikern des Objektivismus unter Druck

Die Dogmatikern des Objektivismus unter Druck

 

 

Die eloquenten braven Enkel der Reaktion

Die eloquent-braven Enkel der Reaktion

 

Ancien Régimes

Als Adel und Klerus

nur Jokobiener jagte,

schien die Revolution verloren.

Als Maschinen Manufaktur

ablösten, hungerten

nur Massen schuldlos.

Als Napoleon Feudalismus

mit feudalen Mitteln

abschaffte, war nur Waterloo möglich!

Als Lenin nach Russland

zurückkam, nur

mit Hilfe der Preussen!

Als der Anstreicher

Deutschland retten wollte,

nur mit Geld aus Detroit!

Als Welt am Draht

täglich wurde,

war nur Jugend vergesslich genug!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Antisemitismus, Borderline, establishment, IT, Kapitalismus, Krankheit, Kulturkritik, LimitstoGrowth, Neues DADA, Neurosen, Patchwork Familien, Politik, Popkultur, Religionsphilosopie, Twitter, Zynismus

Hic locus est, ubi mors gaudet succurrere vitæ!

roggge

 

Ein Image weniger

(„Wenn man ein Image hat, muss man es schänden“: Roger Willemsen)

 

Zehn kleine Negerlein

spielten einmal Wahrheit oder Pflicht,

da hat einer Pflicht genommen,

da kam das jüngste Gericht.

 

Sterben ist Pflicht.

Am Sterben kann man nicht

vorbeimoderieren,

nur dahinmodern.

 

Sterben ist Wahrheit,

da kannst du den Tand

der Welt vergessen,

den Ruhm gesammelter

Eitelkeiten. Vorbei ist´s!

 

Pflicht ist Wahrheit,

da kannst du jammern,

wie Du willst, keine

Gnade, kein Gebettel, Sense!

 

Dem Ohnmächtigen

bleibt nur die Genugtuung,

daß manche Schwänze und Fotzen

früher starben, als er

selber. Niedrige Instinkte

sind ehrlicher als gehobene

Sprache vor dem Tribunal.

 

Ein Kleiner Abgesang:

 

Aber vielleicht ist es ja

wirklich so; wer nicht

genug gewichst und gefickt

hat, gehet schweren Herzens? 😉

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Amour fou, Antike, Antisemitismus, Borderline, Buddhismus, establishment, Krankheit, Kulturkritik, LimitstoGrowth, Nächstenliebe, Neues DADA, Neurosen, Popkultur, Pornograpie, Religionsphilosopie, Satire, Schlichtheit, Zynismus

Wir praktizieren Diodenerleuchtung

Gute alte Filme

Gute alte Filme

Gut utG
Tag gaT
Fall llaF
„Leer und wunschlos, kalt und kahl, schlicht und wahrhaftig, dies ist die Weise, wie wir die verbliebenen Gewohnheiten vieler Leben überwinden und zusammenfalten können. Wenn die Befleckungen alter Gewohnheiten erschöpft sind, erscheint das ursprüngliche Licht, strahlt auf in deinem Schädel, ohne daß noch etwas anderes daneben wäre. Weit und geräumig, gleichwie im Herbst Himmel und Wasser verschmelzen, gleichwie Schnee und Mond dieselbe Farbe zeigen, so ist dieses Feld ohne Grenze, jenseits jeder Richtung, eine strahlende Einheit ohne Ecke und Naht. Und wenn du dich dann nach innen wendest und alles vollkommen losläßt, ereignet sich die Verwirklichung. Genau in diesem Augenblick der völligen Loslösung sind alle Überlegungen und inneren Dialoge tausend oder gar zehntausend Meilen entfernt. Und doch ist kein Prinzip erkennbar, worauf könnte man also zeigen, oder was erklären? Menschen, denen der Boden aus dem Eimer gefallen ist, finden vollkommenes Vertrauen. Daher werden wir gelehrt, einfach die wechselseitige Bedingtheit zu erkennen und zu erforschen, und schließlich uns wieder umzudrehen und in die Welt zu gehen. Wandere dahin und spiele in Samādhi. Jedes Detail erscheint völlig klar vor dir. Klang und Form, Echo und Schatten erscheinen augenblicklich und ohne Spuren zu hinterlassen.“                                              (Hongzhi Zhengjue)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Buddhismus, Kino, Klimawandel, Kulturkritik, Nächstenliebe, Popkultur, Religionsphilosopie, Schlichtheit

Wenn Tote Menschen lachen

wpid-picsart_1428800087761.jpg

 

 

Sie bringt ihre Kuscheltiere um, sie ist eine Mörderin!

 

„Ist Dir eigentlich klar, wer bei einer Sitcom lacht?“

„Da lacht keiner, das kommt vom Band!“

„Genau! Diese Bänder wurden in den 40ern aufgenommen.

Alle die da lachen, sind längst tot!“

„Da lachen Tote!“

„Ja,Tote!“

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Amour fou, Übersetzungen, Beziehungsgewalt, Borderline, Buddhismus, Idylle, Kindheit, Kino, Kulturkritik, Neurosen, Patchwork Familien, Popkultur, Religionsphilosopie, Satire, Twitter

Als die Genossen loszogen, die Welt zu verbessern.

Die Wege des Entrismus
Die Wege des Entrismus

Die Behauptung am Ende des Videos, der zufolge Stalin nicht auf den Krieg vorbereitet gewesen sei, ist falsch. Die Rote Armee hatte am 22. Juni 1941 siebenmal mehr Panzer als Hitler an der Ostfront. Hitler durchkreuzte mit seinem Angriff die Pläne für eine sowjetische Invasion in Europa. Daher erklärte Stalin als erster, dass er auf den Krieg eigentlich nicht vorbereitet gewesen sei, er habe ja angeblich weniger Panzer. Es mangelte allerdings den Russen in Grenznähe an topographischen Karten, woraus eine starke Unbeweglichkeit bzw. sogar Hilflosigkeit hervorging und die deutsche Armee quasi durchmarschierte. Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass Stalin im Jahr 1945 die Siegesparade nicht selbst abnahm, wie es sich für einen Sieger gehört hätte. Stattdessen musste dies Marschall Schukow tun. Für Stalin gab es nichts mehr zu feiern. Seine persönliche Niederlage begann am 22.6.1941. Der dritte Punkt ist der Ausgang des Krieges. Eine Armee, die nicht vorbereitet ist, kann keinen Krieg gewinnen. Ich denke daher, dass solche alten Filmbeiträge, die zweifelsohne sehr wertvoll sind, nicht unkommentiert ins Internet gestellt werden sollten. Die wissenschaftliche Aufarbeitung in den letzten Jahren kommt oft zu anderen Schlussfolgerungen, als es in den Nachkriegsjahren der Fall war.

Die Hampelmänner der Propaganda

Liebe Genossen,

wir müssen der Wahrheit folgen

und zwar grenzenlos,

für unsere Interessen.

Wir müssen die Menschen

glauben lassen, wir wären

für sie da,- aber in Wahheit

sind wir nur der Wahrheit

verpflichtet. Darum lügen

wir auch nicht! Wir schützen

nur die Schwachen vor der

allzu grossen Macht der Wahrheit!

Die Wahrheit ist nicht einfach,

denn wenn man sie unterm

Mikroskop betrachtet, wirkt sie

realtiv! Darum müssen wir immer

das Große, das Ganze im Auge behalten.

Wir werden Dinge tun, für die uns viele

hassen werden, weil sie das Große-Ganze

nicht sehen. Darum müssen wir tapfer sein

und uns schützen mit Geheimhaltung,

Wach- und Schutztruppen, in Zirkeln,

mit Mitwissern und Genossen.

Genossen, wir haben Großes vor! Wir sind

außerordentlich und darum haben die

Gesetze nur eine formelle Bedeutung.

Wir sind die, die Welt verändern!

Wir schaffen das!

  1. Vielleicht kann ich die Wahrheit finden, indem ich die Lügen vergleiche. (Leo Trotzki)
  2. „Wenn du einmal angefangen hast zu lügen, dann bleibe auch dabei!“ (Joseph Goebbels)
  3. Ich habe entschieden, dass das Programm ausgewogen und richtig ist. (Angela Merkel)
Unsere Entristen Sattelberger und Fischer

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Borderline, establishment, Flüchtlinge, Gaza, Gulag, Iraque, Kapitalismus, Kolonialismus, Kulturkritik, LimitstoGrowth, Neues DADA, Politik, Popkultur, Rassismus, Satire, Zynismus