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Im Dachsbau (Aufwartung der Tiefenpsychologie)

Mit Alice spazieren gehen (Oedipuskomplex)

Psychoaktiven Pilze stehen

neben Speisepilzen:

Himmel ist violett,

Baumrinden lächeln

zähnefletschend.

Tief im Bau des Dachses

wird mein Kopf

immer größer

und mein Verstand

immer kleiner.

Hinterm Spiegel

ist Spiegelkabinett

in blauem Samt

gebettet….

Bleizucker ist süß

und angenehm,

Arsen macht stark und

schön…so dicht

war mein Haar seltenst.

Da giftet es noch

grün und rot-weiss gepunktet

und Holzapfel

über mir trommelt

Feuer des kommenden

Gewitters. Pfaffenhütchen

wimpeln mir Licht flattrig.

Es gast aus Schlämmen

und moorig

duften fette Moose

am Wiegesrand.

Wer in diesem Wald

nicht sofort sterben will,

ist selber schuld;

nur der Rabe

ist mulmig anzusehen,

der auf meine

geschwollenen Zehen

im Matsch einhackt.

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Wenn die Judikative die Exekutive fickt

Free drugs for everyboody, freefight for losers!

The world is full of drugs, 
the earth has more 
borders than states!
-
In some countries
do you buy THC in cafes,
in other countries
you get
the gibbet!
-
Some people
want climate change
with the hemp cultivation.
Others wish
the
Globalism
and peace with all peoples and religions!
-
I see
now
Muslims in the
Mosques smoke joints
and eat Hindus
Spit cows!
-
Some
humans have
Respect for others
Life forms,
others do
everything down by
they do everything the same!
-
The naivete
stoned
Do-gooders
is hard to beat
maybe through anacondas
who bathe with piranhas!


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Ave FJS, morituri te salutant ! Ade, Union!

„Bei allen Erörterungen über die Hölle müssen wir uns ständig vor Augen halten, daß sie wahrhaft möglich ist – nicht für unsere Feinde, nicht für unsere Freunde (beide trüben den klaren Blick der Vernunft), nein: für uns selbst.“

Der Koch, der Giftmischer, sein Gehülfe und dessen Zuträger

Aus der kleinen Schwesterpartei ist eine

Lebensretterin geworden.

Die Karten sind in dieser Ehe

neu gemischt.

Wer ist dennoch die stärkste Kraft

im Bunde, wer

hält die Basis zusammen,

wer profiliert Programme,

Parteitage, Medien und Reden?

Der Ostengel hatte alles verkrebst

zurückgelassen,

und die Kerzen auf den

Fürbittenständern brennen kaum noch!

Wer will diesem verlorenen

Haufen noch spenden?

Wer nimmt ihm noch

Wille zur Macht ab?

Die wollen uns Lobbyisten

Vorteile verschaffen,

ja wie denn, ohne Stimme

im Stimmengewirr?

Die Selbstreinigungskräfte

aus der Hölle stehen schon bereit

und warten nur noch auf die

Dienstanweisungen an die Unterteufel!

Screwtape und Wormwood bei vertraulichen Gesprächen in aller Öffentlichkeit!

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Huch, ein Gedicht!

Aufklärung, eine Einbildung?

So die Erbsen weiß und lila blühen

und sich ringeln, um alte

Bohnenstangen, dem veganen,

dem vegetaren Behagen

die Bäuche zu füllen und Münder

zu stopfen, gleich einem Hymnus,

ist dies die Begierde nach Einfachheit

und Einfalt ein Gewucher von

Unkräutern und Giftspendern, ein

jedes, nach seiner Einfalt:

So ist eine jegliche

Idee Gift,

allein es kommt

aufs Hirn an,

in das man

es träufelt.

Ach, Leibnitz,

oh, Lichtenberg,

Wieland und guter

Lessing…

Vernunft ist so traurig,

ohne Geruch

von Rosmarin,

Lavendel und

Stechapfel:

Da greift schon mal die halbe

Welt zu Hoffmannstropfen,

um nicht an der graniten Kant

zur Realität,

ganz und gar zerrieben,

als Kraut zu versauern!

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Linke Clowns und ihre Drogenpolitik

Aus kulturkritischer und kunstformsicherer Position hat diese Person (Satiriker) Trennschärfe einzuhalten. Sie hat immer deutlich zu machen, ob sie jetzt in der Rolle als Satiriker oder als Politiker spricht. Da sie nicht das Kabarett oder die Buchform, sondern das Parlament für ihr framing benutzt, mißbraucht sie beides, sowohl Politik, als auch Satire. Und was gibt es zu ihren drogenpolitischen Statements über mich zu sagen? Sie wollen doch keine liberale Drogenpolitik! Sie wollen doch nur Soma und Opium fürs Volk. Selbst Trotzki wies auf die Trunksucht in Russland als Mittel der Unterdrückung hin. Darum vertrat er eine „puritantische“ Drogenpolitik!!!!!!! Als jemand, der Drogen als Heilmittel sehr schätzt, bin ich gerade der Meinung, dass Drogen weder in Kinder- noch in Jugendlichenhände gehören. Die Naturvölker, mit den heftigsten Drogenkulturen, wie z.b. die Xingu am Sao Franzisco, verbieten der Jugend Drogen. Nur wer bestimmte Initiationsriten durchlaufen und Reife bewiesen hat, darf in die Zeremonie der schamanischen und damit therapeutischen Heilwirkung von Drogen eingewiesen werden. Ihr, mit Eurer Liberalisierung, rangiert für mich auf dem Niveau von Waffenhändlern: Per Gesetz den Menschen die Notwehr absprechen, aber sie sich mit Drogen zuballern lassen und sie geistig-politisch infantilisieren, pfui! Dieses Märchen, dass sie verkaufen ,ist fauler Käse (Münchner bleu!). Jedes Gut wird interessant, wenn es verboten wird. Das ist aber kein Grund es zu legalisieren! Na, sollen wir den Handel mit Plutonium, Opium, Affenhänden, Menschenhäuten, Antibiotika und Potenzmittel legalisieren, weil ein paar Idioten meinen, sie müssten diese Dinge haben? Was Sie für Waffen richtig halten (das Verbot oder seine Regulierung) gilt doch ebenso für Drogen!!!!! Wissen Sie eigentlich, welche Logik ihr Argument hat? Schauen Sie sich zum Beispiel Alkohol an. Prohibition hat zwar die Kriminalität forciert (Capone und seine Zeit) seine Entkriminalisierung führt jährlich in Deutschland zu 5000 Toten durch Vergiftung und Überkonsum, zu ungefähr 4 Mio chronischen Daueralkohlikern, die die Krankenkassen mit 17 Milliarden Euro belasten! Was soll also der Scheiss? Ihr kommt nicht darum herum, eine Grenzlinie zu ziehen. Und die heisst für mich Holland. Belassen wir dort die Enklave und die Leute holen sich dort ihren Spass im Urlaub, auf Reisen, als Abenteuer und Entlastungstrip! Aber doch nicht ganz Europa!!!! Wo ist die Grenze? Cannabis ja. Chrytal Meth nein, wegen der Folgen? Ihr unterschätzt die Folgen von Cannabis. Ihr wart noch nie in der Psychiatrie und seid Leuten begegnet, die in der THC_Psychose hängen geblieben sind. Genau dieser Mangel an Phantasie macht Euch politisch so gefährlich! Wissen Sie überhaupt was Sie sagen? Also an einem Beispiel übersetzt und mal durchexerziert, was wirklich mal passierte: Um Menschenhandel einzudämmen, erlauben wir ihn?!?! Genau diese Mistidee brachte Schröder mit der Liberalisierung des Sexmarktes und der Prostitution in Gang. Immer wieder Liberalisierungen, ohne die Folgen wirklich abschätzen zu können! Durch diese Liberalisierung hat sich der Menschenhandel mit Mädchen aus Osteuropa verzwanzigfacht! Euer Argument funktioniert eben nicht (Legalisierung mindert Kriminalität)!!!! Für kein Gut, sei es Waffen, Menschen, Drogen! Und noch eins, ein Argument meinerseits, was Sie immer wieder ausblenden: Ihr wollt Opium fürs Volk! Und ich sag nein! Scheiss Religion, scheiss THC! So einfach sind die Parallelen!Sie haben ein logisches Problem! Sie können juristische Analogien nicht umsetzen, weil sie die Gleichkeit von Gütern/Gesetzen/Handelswaren nicht verstehen. Die Abwägung von Rechtsgütern liegt in ihrer beweisbaren Harmlosigkeit. THC ist nicht harmlos. Es ist eine hochwirksame, psychoaktive Substanz, vergleichbar mit Dopamin, Haldol oder Carbamazepin. Was sie wollen, ist ein hochwertiges Arzneimittel, dass sehr wohl großen Nutzen in der Pharmazie und in der Behandlung von Schmerzen, Glaukomen, Blutdruckproblemen und schizzoaffektiven Störungen hat, zu einem allgemeinen Genussmittel herabwürdigen und zu deklassifizieren. Sie machen aus einem Medikament ein Lutschbonbon! Sie wollen einen massenhaften Medikamentenversuch an unserer Gesellschaft. Das ist nicht nur hirnrissig, sondern zerstört den Weg des THC als Arzneimittel. Wir erleben ja schon jetzt in Colorado massenhaften Missbrauch. Solange THC nicht standardisiert als Arzneimittel klassifiziert wird, ist ihre Forderung nur ein weiteres Verbrechen an einer unbedarften Zivilbevölkerung. Ihr wollt nur THC fürs Volk! Marx würde sich in seinem absinthenen Grab umdrehen!

Das Pfeifchen von der Spasspartei

Über den Himmel werden wir entkommen!

In der DDR nutzten kritische Maler wie Wolfgang Mattheuer das Motiv des Ikarus, um das Ende des Traums vom sozialistischen Heldentum zu thematisieren.

(Πάνω από τον ουρανό θα ξεφύγουμε!)

(Θα ξεφύγουμε από τον παράδεισο!)

Δαίδαλος & Ἴκαρος

Wir sind soweit,

dass wir nicht einmal mehr

Argumente abstrahieren

und analog vergleichen können!

Weil irgendwelche

Spassvögel vermeinen,

sie dürften die Werkzeuge

der Kunst nach ihrem

Gutdünken verwenden,

ohne Rücksicht auf

die Kontexte zu nehmen,

müssen wir uns

gleichermassen bekiffen?

Sie sind es nicht wert,

dass man sich

über sie aufregt,

aber sich lustig

über sie machen,

wie sie sich lustig

über andere machen,

dies dürfen wir wohl!

Lasset uns Anal-Loge

einlochen!

Der US-Schauspieler Michael K. Williams ist an einer Überdosis Drogen gestorben. Der 54-jährige Star der Serie „The Wire“ sei an einer „akuten Vergiftung durch das Zusammenwirken von Fentanyl, P-Fluorofentanyl, Heroin and Kokain“ gestorben, teilte die New Yorker Gerichtsmedizin am Freitag mit. Williams fügte sich die tödliche Überdosis demnach vermutlich versehentlich zu. (versehntlich, diese mischung? Anmerk. der Redak.

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Attilla und Volker

„Für Beck würde ich als zukünftiger Reichskanzler wieder die Todesstrafe durch Eier-Treten auf öffentlichem Platz einführen“ (Quelle: BZ)

Der alte Zwist war nie fort! (amphe-blues)

Wenn es nach meinem Willen ginge, würden wir jede Nacht eng ineinander verschlungen zusammen schlafen, wie die Klapperschlangen im Winter.

William S. Burroughs

„The hallucinogens produce visionary states, sort of, but morphine and its derivatives decrease awareness of inner processes, thoughts and feelings. They are pain killers; pure and simple. They are absolutely contraindicated for creative work, and I include in the lot alcohol, morphine, barbiturates, tranquilizers — the whole spectrum of sedative drugs.“

„Die Halluzinogene produzieren visionäre Zustände, aber Morphium und seine Derivate verringern das Bewusstsein für innere Prozesse, Gedanken und Gefühle. Sie sind Schmerzmittel; schlicht und einfach. Sie sind für kreative Arbeit absolut kontraindiziert, und ich schließe Alkohol, Morphium, Barbiturate und Beruhigungsmittel in diese Aufzählung mit ein - das gesamte Spektrum der Beruhigungsmittel. “

Als die Panzerschokolade von

beiden Seiten genossen wurde,

war die Welt noch in Ordnung.

Zwischen Rosenkohl und Heroin

gab es ab und zu auch Perv(i)ersion-tin:

Addi stand drauf,

Ossietzky stand drauf,

Tucholzky stand drauf,

Mick Jagger steht drauf,

auch Jimi Hendrix,

Agatha Christie

oder

Cassius Clay!

Der Wandel kommt mit dem Glauben,

die Moral mit der Rechthaberei.

Wer „Kinderficken“ darf,

sollte keine Diskussion sein,

(das Undenkbare sollte Tabu sein!)

aber das Menschliche und

Allzumenschliche ist

ein Bordell

mit einem Eingang und

acht Ausgängen:

Auf Antisemitismus setzten immer

alle Seiten, wenn nichts mehr zog!

2 Kommentare

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Banlieues: Deutschland ist durchaus Frankreich

Schreihälse! Il ne dépend pas de toi d'être riche, mais il dépend de toi d'être heureux.

Schreihälse! Il ne dépend pas de toi d’être riche, mais il dépend de toi d’être heureux. Paris brûle!

 

Das trunkene Ghetto! (Beobachtungen in Essen)

 

Sie rutschen ab, auf halben Wegen:

Sie spüren Halt, Gemeinschaft nicht mehr;

Sie markieren wilden Mann, machen auf

dicke Hose und bepinkeln Kübelterritorien.

*

In Durchgängen rotten ihre asozialen Wesen und spielen

Underdogs, als wären sie Baumwollpflücker

in Alabama, besoffen von Fusel, wenn Allah nicht

hinschaut. Dealer, Wächter im Umkreis und Meister

*

über Angst anderer, die mitspielen. Sie kennen

Schaum vorm Mund; Kinderhirntaub: Schmutz

und Hass, gegoren auf aussichtslosen Bänken, nur mit

Sieg der Faust vertraut, staubig, lärmend, hassend, naiv.

*

Sie finden Geschmack an Frauen, nur wenn es stürmt

zwischen Beinen. Sie loopen Rap, wie Korken

auf Wasser. Elendes Bespeicheln der Manneskraft,

bis blödes Taschenlampenlicht erlischt, über Opfer.

*

Als wären Körper Äpfel, so zermatschten sie Kiefer und Augen

derer; Metallzunge – roter Schwall – Uhrwerk tickt;

nach Badesalz gelbbekotzt, nicht behaltend Elend dieser

Nacht, steuern sie nächsten Zeitvertreib an, ankerlos.

*

Losgelöst schwimmen sie im Wohnlichtmeer,

-sternenhungrige, milchige Luft; es dampft

aus dem Aluminiumwerk, pfeiffend wie

sterbende Lungen: BahnhofsSchnatternMetro.

*

Im tönernden Hall-Gefälle, Schichtarbeiter;

so viele gehen leer aus und warten auf´m

Proletenstrich unter derselben Brücke:

Trinken Snaps mit Kaffee im Boomboxsound.

*

Über derben Häuptern, Caps und Neon-Takes,

folgen brüchig-feuchte dunkle Augen Scheinwerfern;

Bremslichterschlange bis in die City; kaum einer

hält an. Bleiche Taubenscheiße am Bordsteinrand.

*

Konkurrenz ist groß. So ist Stubsen und

Drängen normal, hält ein Rettungsfloß an:

Gesten schaudern schaukeln und schaufeln hilflos

bis in Dämmerung hinein. Wieviele gehen leer heim?

*

Wer Glück hat, landet auf´m Gemüsemarkt, auf´m

Bau oder im Hafen; verkohlter Haut

gehört Schwarzarbeit. Unglaubliche Verschwendung

des Lebens: Phosphoreszentes Sneakers-Getrappel.

*

Monde für Monde derselbe Wellengang der

ahnungslosen, hoffenden Herden: Wer nichts

ausrichtet, stürmt zurück in die Vorstadt mit Hass;

Riff leuchtender Mäuler und Füße.

*

Grüne Wörter blinden Gottes heiligt

Gegrechtigkeit und aus Frauenschuh und

Löwenmäulchen, weher Duft arabischer Märchen,

auf gekachelten Brunnen, um unersättliche Füße zu laben.

*

Vorstadt dampft und gärt: In ihren Haustüren,

ungeleerte Reusen, faulende Möchtegern-Leviathans.

In aller Stille, nach dem Gebet, strömen sie erfrischt

aus Moscheen, ihrer Väter, gottgefällig, masterplangesättigt.

*

Waschung, Waschung, Waschung- Knieung

Knieung Knieung, wie gestrandtete Walkiefer,

diese geknechteten, devoten Krüppelrücken um

Wohlwollen eines mittleidleeren, geruchslosen, Wanzenfressers bittend.

*

Versprochenes, hohles Paradies, Kindern

eingebläut, singende leierende Schülerschaft,

Züchtigung ohne Halt in Sitte, ohne Festigung durch

Anfechtung. Schaumbärte, Engelsflaum, ohne Zucht.

*

Ihre müden Gesichter von imaginärer Macht

gepeinigt, von realer Armut bedrängt, Schatten

ihrerselbst. Sieh! Ihre Glaubenssaugnäpfe steigen

Frauen auf die Knie; infantile Bettelblüten, ekelhaft.

*

In ihren Kästen herrscht Zank und Streit hinter den

Türen, niedergeschrieen, niedergeknüppelt zurecht;

Wer hat Schuld, wenn kein Geld da ist für Kinder,

Bildung und Achtung? Beschissenes Band der Familie.

*

Dies Viertel ist verloren in reingebissenen Labyrinthen,

selbst Vögel meiden Klippen der gottlosen Türme.

Hier sieht niemand morgigen Tag. Komm bloß

durch den Tag, ohne blutige Nase und gebrochene Finger.

*

In irgendeiner Ecke, Glutklumpen und Rauch; sie

bekiffen violetten Verstand. Graffitis

schimmern schamrot in Feuerzeugflammen;

Schmutz, dieser Grind, ambivalenter Himmelsrotz.

*

Leichter Wind watscht Fluchten ab; Irrläufer liften

die Krägen.“Novemberhitze“ meldet sich an, zitternde

Hände tauschen Kristalle und Bonbons. Dämon der Albträume

pflanzt seine Jenseitsbäume in Hirne dieser Zöglinge des Zorns.

*

Im mächtigen Strudel der Mahl-Kreisläufe ohne Ziel und Ausweg;

es ächzst Husten. Müde grippale Augen, ziehen

und biegen an Linien der Architektur: Europa, hier wächst

in Reglosigkeit der Untergang, den keine Deiner bewehrten Künste

*

aufhält. Rache für afrikanische Nächte, für

Kaki-Gejohle unter Beduinenröcken. Blindes Morden um

Ressourcen: Oh Zukunft! Schwärme der Entwurzelten

sind Deine nächtliche Gegenwart; schlaf weiter in Verbannung!

*

Unter funkelbefreitem Himmel beten sie und verbitten

sich weitere Demütigung. Aber Zins will bedient

sein! Schlaf weiter Europa, falle in Ohmacht unter

grausamen Mond und bitterer Sonne, Qualen kommen!

*

Gestade Djerbas gehen unter. Erinnerungen

an Kasbah verwaschen in Hagelpfützen;

traurige Kinder spielen kauernd Heimfahrt;

Papierschiffchen, vollgesogen, kentern in Dämmmerung.

*

Luft ist getränkt vom Grasgeruch; Wehmut windet

sich um Betonsäulen. Stolz bricht an Realität

entzwei; man hört Kopftücher von Balkon zu Balkon krakelen.

Kinderblicke dümpeln heimatlos Etagen ab.

 

 

 

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