Alltagsgedichte XIV

Zwang am Hang nicht Hang zum Zwang (Guardian in a crazy Glaxay)

Um diese Uhrzeit

schlaf ich noch,

wenn ich aus

dem Nachtdienst komme,

aber um 9.00 muss

mein Nachbar

unbedingt rasenmähen

und das bei der

Trockenheit.

In solchen Momenten

wird Nachbarschaft

lebensbedrohlich,

weil es um existentielle

Bedürfnisse geht.

In diesen Momenten

scheiß ich auf

die Freiheit der Ukraine,

und ich scheisse

darauf, dass Queer-Persönlichkeiten

fair behandelt werden.

Mich Interessieren die

Menschenrechte in Quatar

nicht, weil mich

Fußball sowieso

nicht interessiert

und ob die USA an den

Grenzen Chinas zündelt

ist sehr egal…

…an meinem Schlaf

wird gerade

gezündelt!!!!!

Ich geh in die

Küche, esse

eine Banane

und trinke ein

großes Glas mich

und schaue aus

dem Fenster

auf diese riesige

Trockenrasefläche,

die mehr Feuchtigkeit

verdunstet, als sie

je wieder aufnehmen kann.

Das mangelnde ökologische

Verständnis eines

Kleingärtners im

Klimawandel

kotzt mich an!

Ich gehe

duschen, kalt,

nur zwei Minuten,

zur Abkühlung,

denn ich benutze

keine Klimageräte

und leg mich wieder

hin.

Als der Mäher

aufhört, schlaf ich

ein!!!

Eine Stunde später

schrecke ich

auf, weil mein

anderer

Nachbar vor der Garage

seinen BMW pimpt.

Das meine ich, genau

das: Dazu brauchts keine

Co2-Abdrücke und

auch keinen Kilmaexperten.

Hier gibts keine

Einischten, kein Erbarmen, hier

greifen nur Verbote!

Auf Station,

am abend,

erwarten mich

drei Aufnahmen,

von drei Jugendlichen,

die mit Alcopos sich

ins Koma abschossen.

Mein Gott, wie

schön ist

diese offene

Gesellschaft:

Ich rette nun

die Leben von

Rasenmähermann

und Fast & Furious.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Anarchismus, Ästhetik, Ökologie, Beziehungsgewalt, Bildungslücken, China, Demokratie vs. Totalitarismus, Epistemologie, Falsche Ansichten, Hermetik, Homosexualität, Kindheit, Klimawandel, Korea, Krankheit, Kulturkritik, LimitstoGrowth, Neurosen, Popkultur, Religionsphilosopie, Satire, Studien-Jahre, Utopien, Zynismus

Kommentar verfassen