Alltagsgedichte XII

Krankheit, überall? (Platonische Körper)

Ob die Aminatis

oder Newton-Johns

dieser Welt wegsterben,

oder ob sie bleiben,

bis sie sterben,

macht den Kohl nicht fett.

Körperorientierte

Menschen leiden

eh wie Sau am Tod.

Vorher besonders.

Ihnen ist jetzt

schon die Hölle

aufgetan,

nach platonischem

Gesetz.

Ob wohl wir nicht

alle Gesetze kennen,

noch alle Gesetze

vollständig

formuliert haben,

haben wir eine

Ahnung davon,

dass diese

Gesetze wohl

auf ewige Zeiten

hin nicht

kontrollierbar sind.

Das, was Macht

über uns hat,

was wir suchen

und erkennen

wollen, aber

nicht beherrschen

können, nennen

wir „Gott“.

Spinoza hatte

recht:

Das Unvermögen eines

Menschen, seine Affekte

zu zügeln und einzuschränken,

nenne ich Knechtschaft.

Denn jeder lenkt

alles gemäß seinem Affekt.

Ich liebe

meine Zügel

und Ketten

und warte auf

denjenigen,

der mich knechten

will, damit

ich ihm meine

Kandarre

rein körperlich.ohne es persönlich

zu meinen, in die

Augen ramme!

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Eingeordnet unter Anarchismus, Ästhetik, Gender, Idylle, Έρως και Ψυχή, Kindheit

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