Alltagsgedichte XI

Der Tod ist kein Ereignis des Lebens. Den Tod erlebt man nicht. Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt. (Ludwig Wittgenstein)

Im „T“raumschiff auf dem Matmos

Das Leben geht;
Der Tod kommt!

Dazwischen Sterben;

Sterben ist das Dazwischen!
Eine Reise ohne

Ankunft und Abfahrt;

Sterben ist immer,
Sterben ist ewig,
Sterben ist Glimmer!

Sterben ist nervig;

Für alle Beteiligten:
Die Militärs,
Die Börsianer,
Die Mediziner,
Die Klimaschützer,
Die Ureinwohner,
Die mehr wissen,
Als die anderen

Ureinwohner….

Schlimm ist
das Sterben
In den Städten,
Wenn Kackgelbe
Helikopter
die senfgelbe
Atemluft verrühren
und der Geruch
von Benzin
die Strassen

Überdünstet.

Sterben ohne
Klimaanlage;
In den Krankenhäusern…;
Sterben in den

Intensivbetten….

wie Kryoschlaf,

auf langer Reise!

und dann das Streben
nach Luft,
wenn der Lungenkrebs

Dich durchfrisst.

Und du ringst mit

den letzten Zügen…

Sterben und Streben


Was für
Ein Äquivalent
Zu Sternenstaub und Leben…

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