Alltagsgedichte IX

Just in time

Wir hängen doch nicht

am Leben,

weil wir es ganz toll

finden!

Wir klammern

uns an diesem

Fleckchen

„erwachtsein“,

weil es das einzige

ist, was wir kennen!

Nun ja,

wenn man an Reinkarnation

glaubt:

Viele leben mit

einer solch erstaunlichen

Routine,

dass man nicht

glauben möchte,

sie lebten zum

ersten mal,

meinte Stanislaw

Lem zum Unterschied

des Bewußseins

eines Roboters

zu einem Menschen.

Ich kann das

nachempfinden

und spüre,

wie die Grenzen

der Simulation

verschwimmen,

selbst wenn

mich Gödels

Gleichungen

beruhigen.

Wie wird es wohl sein,

wenn Roboter

dich als Mensch

im Rettungsraum

perfekt behandeln?

Wie wird es einem

Roboter ergehen,

wenn seine

Artgenossen

seinen Betriebsdruck

prüfen?

In einer Welt,

in der freiwillig

und voller „Hingebung“

Maschinen

uns

retten, verwöhnen,

bedienen…

…möchte ich

da überhaupt

wiedergeboren

werden?

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Eingeordnet unter Allgemein, Anarchismus, Ästhetik, Buddhismus, Kulturkritik, Kurzzeitgedächtnis, Studien-Jahre, ZEN, Zynismus

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