Alltagsgedichte VI

Jäger und Sammler

Ich habe mich schon

immer gefragt,

warum man Waffen

im Krieg erlaubt,

aber im Privaten,

daheim, verbietet?

Als ob Achill

sein Schwert und seine

Übungen in Phthyia

abgelegt hätte?

Wurden Königskinder

nicht immer schon früh

ins Militär geschickt?

Schau Dir Harry und

William an. Da kann

Diana so sehr Pazifistin

gewesen sein, wie sie

wollte; ihre Entminungen

in Ehren.

Nö, die Elite ist

bewaffnet bis an

die Zähne und lässt

sich auch im

Rahmen der Gesetze

an der Waffe ausbilden.

Als ob die USA

das größte stehende

Herr der Welt halten

könnten, wenn es keinen

2. Zusatz zu Verfassung gäbe!

Erst wenn die Waffe ein

nützlicher Alltagsgegenstand

der Bevölkerung ist,

lässt die sich auch auf

die Kriegsmaschinerie ein.

Scließlich sind es die

Steuern, der vielen

Millionen Bürger,

die im militärisch-industriellen

Komplex investiert und

veballert werden.

Interessant würde es,

wenn Armeen

oder Teilstreitkräfte

an die Börsen gingen

und ihre „Umsätze“,

„Erfolge“ und „Verluste“

frei gehandelt würden.

Dann wäre der tiefere

Sinn einer Armee

offensichtlich und die

Bigotterie, ob das böse

Individuum überhaupt

eine Waffe haben darf,

in einer Gesellschaft

die nur so von Waffen starrt,

wäre gegessen.

Amokläufe könnten

als Kollateralschäden

verbucht und vergesellschaftet

werden und verringerten die Dividende!

Und die Armee,

die Ihren Sieg mit dem

geringsten Verbrauch

und Erreichung aller

Zielvorgaben einfährt,

steigt im Wert.

Man, wäre das ein

Wettbewerb,

denn Krieg würde

eine Frage des Timings

und nicht mehr des Aussitzens!

Das wäre ein

tolles Selbsregulativ!

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Eingeordnet unter Anarchismus, Demokratie vs. Totalitarismus, Drohnenkrieg, Kulturkritik, Zynismus

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