Spazierengehen: Das Neue Wort für gerichtlich verbotene Proteste oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, erkennt unter den Demonstranten gegen die Corona-Politik auch eine neue Szene von Staatsfeinden. Diese ließen sich den bisherigen Kategorien wie Rechts- oder Linksextremismus nicht mehr eindeutig zuordnen, sagte Haldenwang der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Sie verbinde keine ideologische Klammer, sondern die Verachtung des demokratischen Rechtsstaates und seiner Repräsentanten. „Sie lehnen unser demokratisches Staatswesen grundlegend ab.“
Dabei brauchten diese Extremisten auch kein spezifisches Thema. Die Pandemie sei nur der Aufhänger: „Ob das jetzt Corona ist oder die Flüchtlingspolitik. Oder auch die Flutkatastrophe: Da hat man teilweise die gleichen Leute gesehen, die versuchten, den Eindruck zu vermitteln, der Staat versage und tue nichts für die Menschen“, sagte Haldenwang. Wie groß die Szene sei, könne man noch nicht verlässlich sagen, weil sie ausgesprochen heterogen sei.

Die Anarchisten sind völlig im Recht, nur nicht in der Frage der Gewalt. Eine erstaunliche Geistesverwirrung.

Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi
russischer Schriftsteller
* 09.09.1828, † 20.11.1910 , Tagebücher, 1889

Der Spazierstock und der Totschläger (Apoptosis)

Macht entspricht der menschlichen Fähigkeit, nicht nur zu handeln oder etwas zu tun, sondern sich mit anderen zusammenzuschließen und im Einvernehmen mit ihnen zu handeln. Über Macht verfügt niemals ein Einzelner; sie ist im Besitz einer Gruppe und bleibt nur solange existent, als die Gruppe zusammenhält.

(Hannah Arendt [1970]: Macht und Gewalt. München: 45.)

„Der Grund dafür, dass die Macht herrscht, dass man sie akzeptiert, liegt ganz einfach darin, dass sie nicht nur als neinsagende Gewalt auf uns lastet, sondern in Wirklichkeit die Körper durchdringt, Dinge produziert, Lust verursacht, Wissen hervorbringt, Diskurse produziert; man muss sie als ein produktives Netz auffassen, das den ganzen sozialen Körper überzieht und nicht so sehr als negative Instanz, deren Funktion in der Unterdrückung besteht.“

(Michel Foucault [1978]: Wahrheit und Macht. Interview mit A. Fontana und P. Pasquino. In: Dispositive der Macht. Michel Foucault. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Berlin: 35.)

Jahr um Jahr stirbt

das Leben,

reproduziert sich,

mutiert, teilt sich, wandelt sich,

stirbt aus, selektiert sich,

gedeiht, wie Urschleim.

In Zeitraffer, ein

Würmerhaufengewusel!

Das „Leben“, was ist

das eigentlich?

Organisch gesehen,

nichts weiter als

katalytischer Metabolismus:

Photosynthetisierter Zucker

wird zu Co2 oxidiert,

um daraus Energie für Bewegung

und Zeugung zu gewinnen.

So gesehen ist Leben

biologisch hoch interessant,

aber nichts für dichte Denker.

Dichte Denker

verbinden mit Leben

Begriffe wie Freiheit,

Verständigung, Glück

oder Befriedigung,

aber doch nicht

Kohlehydrate!

Leben ist wie Spazierengehen

mit einem Stock:

Und willst Du nicht mein

Bruder sein,

dann schlag ich Dir den

Schädel ein

oder traumatisiere

Dich so lange,

bis Du behindert bist

und nicht mehr

autark leben kannst:

Struggle of Life!

Polizisten tragen

gerne Spazierstöcker;

Tonfa:“Escrima!“

Ein Friedlicher ist einer, der sich totschießen läßt,
um zu beweisen, dass der andere ein Aggressor gewesen ist.
Zitat von Ludwig Marcuse
Wie kommt man auf die Idee, die Aufgaben der Polizei hätten sich geändert?

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