Sonnengesänge II

Soul of Time

Nexus ( Vasubandhu&Cittamātra)

Vijñānavāda (Bewusstseinslehre), auch Cittamātra (Nur-Geist) oder Yogācāra (Yoga-Praxis) genannt, ist eine von Asanga und Vasubandhu ca. im 4. Jh. gegründete philosophische Schule des Mahāyāna-Buddhismus. Die zentrale Lehre dieser Schule besagt, dass alle wahrnehmbaren Phänomene nur auf Grundlage des Geistes entstehen und als solche substanzlos sind. Infolgedessen werden alle Wahrnehmungen als geistige Projektionen eingestuft.

Versus

Tat Tvam Asi (Sanskrit: तत् त्वम् असि, oder तत्त्वमसि, „Das bist du“, oder „Du bist das“) ist eine der Mahavakyas (Große Verkündigungen) im Vedantischen Hinduismus. Sie taucht ursprünglich in der Chandogya Upanishad 6.8.7 im Dialog zwischen Uddalaka und seinem Sohn Shvetaketu auf; sie erscheint am Ende des Kapitels und wird am Ende der folgenden Kapitel als Refrain wiederholt. Eine Interpretation des Ausspruches ist, dass das Selbst – in seinem reinen und ursprünglichen Zustand – ganz oder teilweise identisch ist mit der absoluten Realität (Brahman), dem Boden und Verursacher aller Phänomene. Das Wissen (Jnana), dass dies so ist, bewirkt die Erfahrung von Moksha (Befreiung).

Einer anderen Interpretation zufolge wird durch die Formulierung zum Ausdruck gebracht, dass die Außenwelt identisch ist mit dem Ich.

Die drei vedantischen Hauptschulungsrichtungen vertreten verschiedene Interpretationen:

Die Advaita-Interpretation ist, dass Tat, übersetzt als „Das“, welches sich auf die absolute Realität bezieht (Brahman), und tvam (dies ist das Selbst, Atman), prinzipiell dasselbe sind.

Die Vishishtadvaita-Interpretation ist, dass das individuelle Selbst ein Teil des Ganzen (Tat) ist.

Die Dvaita-Interpretation ist, dass es eigentlich atat tvam asi heißen müsste, was „Du bist nicht das“ bedeutet. Das erste a sei wegen der Regeln der Sandhi ausgefallen, weil der Satz davor mit einem langen a endet: sa ātmā, tat tvam asi („das ist das Selbst, nicht das bist du“). Wenn im Sanskrit ein kurzes a auf ein langes folgt, fällt das kurze a aus, und die Anhänger des Dvaita behaupten, dies sei hier der Fall.

In der Philosophie Arthur Schopenhauers nimmt dieser Satz eine besondere Stellung ein.

Sanfte Süße der Lindenblüte in Sommernächten,

die mich im Sonnengang umfängt,

in eines Luftzuges Kuß

von Tau, Licht und Wärme:

So schmeckt Nektar und Ambrosia!

_

Ich singe der Flamme der Zeit,

die Menschenleben frisst in Ewigkeit,

um selber zu verzehren, in dieser

Stunde des Erwachens.

Wenn das Erleuchtung ist,

will ich sie nur einmal,

denn unwiederbringlich kann solcher Moment

nur sein,

zu heilig für schnöde Wiederholung.

Sehnsucht ist nur die Gier

nach Unwiederbringlichem!

Der Mönch entsage dieser Lust,

sonst beginnt er die Klage, mit einem Kuß,

der so bitter ist, wie Asche von Zypressen!

Ich genieße nur noch den Moment;

er wird schon noch vergehen,

wie Brandungen des Lichts:

Tag und Nacht, Ebbe und Flut,

Leben und Tod, Blüte und Staub;

Stern um Stern!

_

Der Weg der Sinnlichkeit ist

zu schön, um wahr zu sein,

so sehr ich auch sinne!

2 Kommentare

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2 Antworten zu “Sonnengesänge II

  1. Ambra

    Darf ich fragen, ob Sie die Gedichte unter den Texten selbst verfassen?
    Wie eine Redewendung es beschreibt, wäre an Ihnen Dichter verloren gegangen.
    Haben Sie einmal daran gedacht zu veröffentlichen?

      • Wir sind ein Kollektiv von GhostWritern und Textern für viele VIPs.
        Das reicht uns.
        Aber hier was schönes für Sie! 🙂
        https://www.youtube.com/watch?v=H68tYCXxItw

        Zusatz: Wir sind mit Walter Benjamin (Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit)der Meinung, dass wir am Ende des Zeitalters des Kunstwerkes und seiner Originalität stehen.
        Nur einige lebende Leichen glauben noch, sie seien originäre Kulturschaffende.

        Der Begriff des Fortschritts ist in der Idee der Katastrophe zu fundieren.
        Daß es ›so weiter‹ geht, ist die Katastrophe.
        Walter Benjamin

        Übrigens, ein Blog im Internet ist eine Veröffentlichung.

        Bei einem Spaziergang durch ein Altertumsmuseum
        fand ich (der jetzt Schreibende) ein 5000 Jahre altes Keilschriftstückfragment
        mit einem wunderschönen Text, den mir die danebenstehende Übersetzung vermittelte.

        Was glauben Sie, was von uns in 20.000 Jahre noch übrig ist oder von dem Fragment?

        Ludwig Hirsch drückte dieses Dilemma wunderbar in seinem sardonischen Text „1928“ aus!

        https://www.youtube.com/watch?v=A1AzU5M0Bac

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