Futurismus und Faschismus

Feministinnen brauchen keine Objektivitätslehre, die Transzendenz verspricht, weder als Geschichte, die die Spur ihrer Vermittlung immer dann verliert, wenn jemand für etwas verantwortlich gemacht werden könnte, noch als unbegrenzte instrumentelle Macht. Wir wollen keine Repräsentation der Welt durch eine Theorie unschuldiger Mächte, in der Sprache wie Körper der Glückseligkeit organischer Symbiose verfallen. Ebensowenig wollen wir die Welt als globales System theoretisieren, geschweige denn in einer solchen Welt handeln. Was wir aber dringend brauchen, ist ein Netzwerk erdumspannender Verbindungen das die Fähigkeit einschließt, zwischen sehr verschiedenen – und nach Macht differenzierten – Gemeinschaften Wissen zumindest teilweise zu übersetzen. .Haraway 1995: Situiertes Wissen – Die Wissenschaftsfrage im Feminismus und das Privileg einer partialen Perspektiv, S.79

Vom Nordpol zum Südpol ist nur ’nen Katzensprung
Wir fliegen die Strecke bei jeder Witterung
Wir warten nicht wir starten was immer auch geschieht
Durch Wind und Wetter klingt das Fliegerlied:Flieger, grüß mir die Sonne
Grüß mir die Sterne und grüß mir den Mond
Dein Leben, das ist das Schweben
Durch die Ferne, die keiner bewohntVom Nordpol zum Südpol ist nur ’nen Katzensprung
Wir fliegen die Strecke bei jeder Witterung
Wir warten nicht wir starten was immer auch geschieht
Durch Wind und Wetter klingt das Fliegerlied:Flieger, grüß mir die Sonne
Grüß mir die Sterne und grüß mir den Mond
Dein Leben, das ist das Schweben
Durch die Ferne, die keiner bewohntSchneller und immer schneller dreht der Propeller
Wie es mir grade gefällt
Piloten ist nichts verboten…

Betrunken von der Machbarkeit

Der historische Augenblick der Disziplinen ist der Augenblick, in dem eine Kunst des menschlichen Körpers das Licht der Welt erblickt, die nicht nur die Vermehrung seiner Fähigkeiten und auch nicht bloß die Vertiefung seiner Unterwerfung im Auge hat, sondern die Schaffung eines Verhältnisses, das in einem einzigen Mechanismus den Körper um so gefügiger macht, je nützlicher er ist, und umgekehrt. So formiert sich eine Politik der Zwänge, die am Körper arbeiten, seine Elemente, seine Gesten, seine Verhaltensweisen kalkulieren und manipulieren. Der menschliche Körper geht in eine Machtmaschinerie ein, die ihn durchdringt, zergliedert und wieder zusammensetzt.

Foucault, Michel, 1993, Überwachen und Strafen, S.176, suhrkamp

Futeral der Zeit

Sich in das Schlachtfeld Leben einschürfen

und Wohngebiete zu Schneisen

aus Schutt und Asche umgraben.
_
Ich liege, liege auf Dächern,

noch trägt der Wind das Flügelpaar!

Anders sind wir Pegasi. Wir lieben die

Last, die wir auf Euch niederwerfen.

_
Von oben kommend, hell umringt von Licht,
dass sich beim Fallen dreht wie ein Kinderkreisel,

_

die Bombenlast, die Euch die Häuser nimmt,

Strassen, Geschäfte, Parks, Lokale…die ganze öde Stadt!

Und wir werden tanzen auf Eurem Schutt

aus Hoffnungsschwüren und Alltagssorgen.

Wir scheidem Euch den Tumor Liebe aus dem Herzen!
_
Und nichts umhüllt und abends wärmend nährt Dich,
und Deinen Kindern lehren wir die Furcht

vorm Fliegen,
wenn wir stürzen und fallen auf Eure Häuser zu,
dann sind wir wie Du, lebensfeiges Pack!

_

Wir sind wie Ihr, in selbem feigen Gehorsam,

und wir stürzen weiter ein,
mit Bomben auf die Häuserzeilen.
Wir sprengen uns und die Städte in die Luft
mit letztem Gruß vor unsrem Tod: Gehorsam!

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