Der Tod hat einen Tarif

Reklamtionsgrund: Geschönte Beschreibung der Hotellage

Jeder Tod hat seinen Preis

In Wien kann eine Beerdigung ein Vermögen kosten, denn jederist danach bestrebt, auf dem Zentalfriedhof, eine „scheene Leich“ zu haben.Auch wenn das Sterben leidvoll ist und die hoffnungsvollen Behandlungenkostspielig sind, kann es nachträglich noch teurer werden: Zum Anti-Krebsmittel wie Ifosfamid, Mesna oder Metotrexat in amerikanischen Patenthänden liegen.

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Beecham Group und GlaxoSmithKline nehmen für eine Chemo schon mal 50.000! Also ehrlich gesagt, den billigen, einfachen Tod bekommt heute niemand mehr. Es rollt halt keine Pest durch Dorf und Stadt, die jeder bloß schnell abarbeiten will, als Strafe Gottes. Auch das einfach Umfallen auf dem Feld (Das Kartoffelfeld oder das Feld der Ehre),- ist gar nicht so einfach.

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Manchmal muß man sich sogar anstellen, um noch ein Sonderangebot zu bekommen. Ich finde den Massentod nach einem Atombombenabwurf ganz erstebenswert. Er ist relativ sicher, wenn man keine lebensverlängernde Schutzmassnahmen aufsucht und kostet direkt nicht mehr, weil die Entsorgung durch den Feuersturm gleich inbegiffen ist.

Stellen sie sich einfach ins Epizentrum, alles andere ist eine Sache von Sekunden: Sie können sich ja ein Schild umhängen, damit man sie in Ruhe zuschauen lässt:

Bombemplasmatourist!

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