Die Begierde ist tot! Es lebe die Liebe!

 

Wohl gelitten?

Ich habe Ablehnung erfahren

und Zuneigung,

ich habe verletzten Stolz

erlitten und gekränktes Ego.

 

Ich war Objekt und Ich war Subjekt.

Ich wollte über den Anderen hinaussehen

und hatte keine Acht in meiner Elegie.

 

Ich stampfte vor Zorn

und rötete vor Scham.

Ich weinte voller Hingabe

und zitterte vor Glück.

 

Ich tanzte vor Lust

und entgleiste im Wahn.

Wir kommen nie an,

dachte ich mir.

Dann ersetzte ich das

Pronom, und es schmerzte

sehr, weil es sich richtig anfühlte.

 

Diese Welt ist meine Welt,

obwohl sie mich anekelt,

und ich sie so sehr liebe.

 

Nur noch zum Spaß

öffne ich die Fenster

im Glauben, etwas Neues

zu sehen:

Ich Unverbesserlicher,

ich Unbelehrbarer,

ich Hoffender:

Chorknabe.

 

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