Dresscode – Echolot der dt. Lit.

„Der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist.“ Walter Kempowski

Wer mitspielt…auf, nach Kafkas Amerika! (Von Burka bis Tanga)

für meinen Harry Haller Heine

Die Deutungshoheit ist ein edles Gut

im Bauch des Waals.

Was aus wem was wird,

hat nich‘ des Glückes Schmied

in der Hand, der Harpunen

schmiedet jeder weißen Qual: Nein…Aufstieg

ist immer noch eine Frage der

„Aristokratie“- des heissen Baals.

 

Da braucht es kein Beispiel

aus dem Leben eines Taugenichtses:

Die Schlemihls dieser Welt,

auf bürgerlicher Reede,

feiern nur Galeeren-Galottis Aufstieg aufs

Oberdeck.

 

Das Deutsche Bürgertum befreite

sich nur über Literatur, quasi

virtuell, aus dem Würgegriff des Ruderns

für den Adel.

Keiner wollte bluten,

wie die Brüder drüben, überm Rhein,

dann schon lieber in den Kolonien,

zwischen Mohawks  und Haferschleim.

 

Darauf mach‘ Dir keinen

Reim und pfleg‘ lieber

die Melancholie Hölderlins

oder Lenzens Wahn:

Sturm und Drang

endet auf diesem Kahn

meist in der Klokombüse,

wo ein Dresscode herrscht,

zwischen Kartoffeln,

Kraut und Gemüse.

 

 

 

 

 

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