Der „Antifaschistische Schutzwall“

 

Der Gang der Finger

 

Psychiatrie

Es spukt in mir.
Du spuckst auf mich.
Es regnet mir.
Du redest nur.
Es geistert mich an.
Dich begeistert das nicht.

Anderer Kopf,
anderer Wahn.
Anderes Auto.
andere Autobahn.

 

Ein bisschen Gender-Sumpf

Darf ich auf den Topf?
Was habe ich im Kopf?
Trägst Du einen Zopf?

Hab ich Genital?
Oder bin ich genial?
Ist das noch legal?

Ich hab’ nen Schwanz,
den schnitt ich ab,
weil dachte, ich bin ne Frau.
Dann lernte ich nen Mann
kennen, der früher eine
Frau war: Wir beide wollen Kinder!

Er hat noch die Eierstöcke,
ich hab’ noch die Klöten.
Wir sind zwar verstümmelt,
aber wir können flöten.

 

Am Ende des Ernstes

Auch wenn nichts weitergeht,
einer geht immer weiter als Du!
Eine Lawine hält man im Lauf
nicht auf. Der Tod kostet das Leben.

Irgendwo im Universum
lacht uns ein Fleck an.
Irgendwo da draußen
sind wir da draußen für andere.

Hier ist die Welt zerbrechlich,
auch wenn das Zerbrechen
Äonen dauert, es endet!
Wir kennen die Zeit nicht,
wir kennen nur Bewegung.

Stürme ewigen Lebens
brechen über uns hinein,
und wir zurren die Segel fester,
als könnten wir mithalten?

Doch…

 

Am Ende der Heiterkeit

Die Dinge entwickeln sich!
– nicht immer zum Besten.
Jeden Tag eine neue Erfindung!
– die keiner braucht.

Irgendwo da draußen soll
ein Ziel liegen, das es wert
ist zu erreichen.
„Ein guter Mensch sein“ reicht
dazu nicht mehr aus.

Noch lacht uns Sonne
und Wolken kühlen uns.
Der Regen macht seinen Sinn
und füllt die Adern der Erde.

Schwärme von ewigem Leben
ziehen durch die Meere
und Herden suchen die Sommergründe auf.

Noch…

 

Kameraden

Ich habe Euch verloren,
auf meinen Wegen zu mir.
Ich liebte Euch, so anständig,
wie es mir möglich war, zwischen
Mord- und Totschlag.

Wir haben uns gedeckt
und warm gehalten,
wir haben uns geteilt,
die letzten Bissen,
den letzten Schluck
und wenn wir Zeit hatten,
haben wir uns geneckt
und den Dreck ausgespuckt.

Ich habe Euch verloren,
in Granatentrichtern
und hinter anstürmenden
Dünen. Ich sah den
Schuß, den Splitter, ich
sah Euer Blut in meinen Händen.

Und keiner wird
uns mit seinen Parolen
das nehmen, was wir
füreinander waren: Kameraden.

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