Caligula-Camus

 

Caligula oder die Absurdität des Existentialismus
(Für Albert Camus)

Die einen wollen den Mond haben,
die anderen die Ewigkeit.
Die einen brauchen Zwang zu Leben,
die anderen die Freiheit.

Macht reift wie Käse,
langsam unter sorgsamer Pflege.
Die Bündnisse der Kasten,
eine Kunst der Beharrlichkeit.
Was, wenn der Mond ein Brie wäre,
ein Gouda oder Parmesan?

Was steht hinter dem Richterspruch?
Beweise, Indizien, Zeugenaussagen?
Ein Gesetz?
Vorurteile! Meinungen! Bewertungen!
Was steht hinter dem Urteil des Kaisers?
Ein Wille?

Es irren sich die einen, wie die anderen.
Kein Ideal ist es wert dafür Leben zu
Opfern. Kein Staat ist es wert, für ihn zu
kämpfen, ihm zu dienen, an ihn zu glauben.

Man wird noch sehen:
Der Wahn hat seine Logik,
wie der Glaube an die Realität.

Irgendwo im Osten blühen feurige Rosen.
Irgendwo in Dir wuchert der Krebs.
Irgendwo im All kreisen schwarze Sterne.

Kein Gott, kein moralisches Gesetz?
Ach, wenn Menschsein so einfach wäre!
Etwas Käse zum Nachtisch gefällig?

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Eingeordnet unter Anarchismus, Antike, Demokratie vs. Totalitarismus, Rechtsstaat, Religionsphilosopie, Zynismus

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