Monatsarchiv: April 2018

Deutsch für Schwatte

 

Du mir fickficki?

Auf dem Bahndamm

fragt mich der

Bahnwärter,

ob ich einen Mann

gesehen hätte

mit blauer Jacke

und rotem Baseballcapi?

 

Ich verneine.

Der Beamte sucht weiter

und geht in die Vorhalle.

Hinter dem Fahrkartenautomat

steht der Gesuchte.

 

Er kommt auf mich zu:

„Du mir fickficki?“

Ich reiche ihm Feuer,

und er zündet die

Zigarette hinterm Ohr an.

Ich sage ihm:

„Es heißt Feuer, bitte!“

„Joa, fickficki!“

 

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Das alte Liebespaar

So herzlich!

 

Show must go on

Sie sind da,

die Rauten

der Liebe,

die Karos

der Siege.

 

Sie sind da,

und wir lächeln

besoffen mit,

als wäre nie

etwas gewesen…

 

 

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Das berauschte Land

 

Das Geschäft mit dem Seelenheil

Wir trommeln,

wir trommeln den ganzen Tag

mit Zeigefinger und Daumen

auf Bildschirmseiten,

 

frohlockend, spielender

Ablenkung hinterher.

Lächelnde Rundköpfe,

stumpfsinnige Inflektive:

Wir frohlocken!

 

Uns jagen sie durch

durch Communities

mit spindeldürren Profilen:

Wir lernen ficken.

Wir lernen empören.

Wir lernen verschwören.

Wir lernen das Böse kennen.

Busserl, Schmuserl, Küsschen.

 

Für clickbaits werden wir

gehetzt

von Content zu Content:

Warum nur?

 

Wir sollen glauben

lernen,

dass die Schöne neue Welt

eine lebenswerte ist.

 

Ach ja,

ich zähle Patronen

in meinem virtuellen

Revolver,

rechne meine

Leben und meine Chancen

aus…

ich sterbender Schwan.

 

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Offene Rechnungen

 

Es braucht seine Zeit

Es braucht seine Zeit,

bis alles angekommen ist,

in den Synapsen.

 

Dan springt der Funke

über oder die Moleküle

docken an, egal welche

Metapher man wählt.

 

Der Zug der Zeit rollt weiter,

unaufhaltsam

seinem Ende entgegen

oder einem Anfang.

Und wir, in unseren Köpfen,

rollen mit,

begleiten mit Gedanken,

was wir weder fassen noch begreifen.

 

Untergang und Aufgang,-

der Sonne Spiel verstehen

wir nicht im Geringsten.

 

Wir beten das Haupt des Löwen an,

weil wir selber ahnunglose Kälber sind.

 

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Farid Bang: Ein Prolet mit Frauenproblemen

 

 

ECHO, ade!

Dieser unselige Musikpreis

-der nicht auf Qualität, sondern

auf Quantität setzt-

ist endlich abgesetzt,

dank unserer eloquenten Hip(p) Ho(p)per.

 

Man kann nur zufrieden sein,

dass sich diese heuchlerische

Branche selbst zerlegt.

 

Morgen singe ich neue Lieder!

Eines hat den Titel:

„Darf ich Deine Titten versilbern?“

 

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Toronto: La voiture est une arme.

 

Schreckschuß

Irgendwo auf fröhlichen Plätzen,

im Hochsommer,

da wo Menschen Leben feiern,

in Cafes, Bistros und Restaurants…

unter Schirmen an Tischen:

 

Familien mit Kindern,

Liebespaare,

Freunde und Touristen,

bunt, wie Licht und Schatten sind,

leicht bekleidet,

um den warmen Wind zu spüren,

der durch die Passagen

weht.

 

Ein herrlicher, wonnereicher

Anblick, für jeden Richter und Rächer.

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Ohnmacht

Hausgeister

 

 

Oh’macht

für mein Vorbild Ernst Penzoldt:

„Der folgende Satz ist falsch. Der vorherige Satz ist richtig.“

 

In meine Schuhe steckte

ich Steine,

um das Laufen zu lernen.

 

In meine Stulle streute

ich Sand,

um das Kauen zu lernen.

 

Ich goß Bienenwachs

in Ohren, Augen und Nase.

Meine Mund verklebte

ich mit Harz von Tannen.

 

Nichts geht mehr ein und aus.

Ich entkleide mich für immer

und suche sicheren

Stand im Unterholz.

 

Dort sollen sie mich

erschießen,

die, die

immer das Recht

auf ihrer Seite

wissen.

 

Ich halte fest

umschlossen,

den gefundenen

Backstein,

aus den Ruinen

der Großeltern,

die ich nicht kenne.

 

 

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Die Völkischen oder der mißbrauchte Darwinismus

Opa und Oma können völkisch.

 

Von Putsch zu Putsch

Das Land der Indogermanen

ist voller Dichter und Denker,

die hilfreich und gut sind?

 

Der heisse Nektar der Antike tropfte

direkt auf ihre Hirnwindungen,

und sie überwanden das Mythologische,

aber leider nicht die Metaphysik?

 

Ja, der Idealismus

hat keine Ahnung von Empirie!

Der Betende vermag

den Pionier nicht aufzuhalten!

 

Darum kramen sie in den

Keimbahnen rum, um sich

zu bestätigen, als eines Geistes

Volk: So stark, so sinnig, so willig.

 

Alles „Überlebte“, was  überwunden

schien, taucht auf, aus den Tümpeln

der Vorzeit und macht sich breit

am Buffet der Identitätsuchenden.

Weismann-Barriere hin oder her!

 

Das Ruckeln nach rechts findet nur

statt, weil links so viele Blödiane

sich Pfründe gesichert haben:

Ein Spektakel im Bakterium!

 

Ich zähle die Samen,

nach der Sammlung,

auf meinem Mohnfeld.

 

 

 

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Entwöhnungstherapie

El comandante! (War-Branding)

Ein Krieg,

wie er sich gehört,

mit Aufmarsch,

Abmarsch und im Arsch sein,

ist immer führbar.

 

Das III. Reich hatte Massen

an höchstmodernen

Nervengasen;

wieso setzte es sie bis zuletzt

nicht ein?

 

Selbst ein Diktator

wie Hitler hatte Skrupel?

Im Bunker der

Reichskanzlei?

 

Wir standen

so oft vor dem

III. Weltkrieg,

dass ich es gar nicht

mehr zählen kann.

 

Jeden Tag ein neues

Narrativ, ein logischeres

Szenario von Weltbeglückern

und Nachrichtenhansels.

 

Die Kriegserzählungen

meiner Mutter,

in meiner Kindheit,

reichen mir schon.

 

Ich bin so abgestumpft

worden, von dem

ständige Aufputschen

gegen den Untergang

aufzustehen, dass

ich bereit bin

ihn hinzunehmen.

 

Irgendwann zieht

die show nicht

mehr.

Und das ist gut so.

 

Ich lege das

Gift

der Hetzer

und Gegenhetzer

in den Schrank

und drehe den Schlüssel um.

 

Auch die, die Frieden predigen,

leben vom Krieg,

vom Schrauben am Untergang!

 

 

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Nur eine Prügelei in Passau?

 

Kinder sterben!

Wenn 15 Jährige Mädchen

sterben durch Messer,

was für ein Geschrei.

Wenn 15 Jährige Jungen

sterben durch Totschläger,

einerlei….

 

Fünf schlagen ein männliches

Kind tot, Prügelei.

Einer sticht ein weibliches

Kind ab, Schweinerei.

 

Es ist schwer im Frühjahr

zu sterben,

noch schwerer ist es,

in einem Land zu leben,

dessen Polizei, Staatsanwälte

und Richter Sexisten sind.

 

Über Jahrzehnte schau‘ ich

mir das Doppelmaß

in der Justiz an:

Es fing mit Antisdiskriminierung-

Propaganda an und endet

jetzt mit diskriminierenden Urteilen.

 

Zieh‘ Dich warm an, Deutscher Mann,

die kommenden Jahre werden

noch kälter. Bald darfst

Du wieder in den Krieg ziehen!

 

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