Wasser predigen und Wein saufen…

Die Kämmerer des Teufels

Es war zur Thomasnacht,

als der Jüngling an die

Tür des Pfarrhaus klopfte.

_

Er besorgte den Pfarrer

für eine letzte Ölung.

_

Der alte Lämmerhirt

lag auf der Oberweide

im Sterben.

Der Pfarrer lehnt ab.

Ihm sei der Mann

zuwider, der Weg

zu weit, und der

Sterbende sei ja

ein Heide sogar

und nicht sein

„Schäflein“ gewesen!

_

Der Hütejunge

bittet vergebens.

_

Beim Lämmerhirt

zurück, entschuldigte

der Junge den Pfarrer.

Der Alte lachte,

mit letzter Kraft,

und sagte: „Gott liebt

mich, auch ohne

diese Priesterpest, die

nie einen  Tag lang Gottes

Arbeit getan hat!“

_

Dann verließ

er die Welt,

-mit der liebenden Hand auf seinem Hund-

wie er sie sah,

ganz offen

und ohne verklärtem Blick,

auf seine ruhende Herde.

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