Weltfrauentag, Hurra!

 

Drosselgesang

Ich sing den Vögeln meine Lieder!

Ich bin gut zu Vögeln!

Ich haue die Dinger einfach so raus!

Ich stecke schließlich viel rein!

 

Am Morgen

singe ich über die schlechte

Nacht mit den Küken.

Ich singe das Lied der

Doppelroutine von

Nestbau und Futtersuche.

 

Am Mittag

pfeife ich das Lied der Hitze;

von der Gleichheit der Vögel

an der Tränke; von der immer

wiederkehrenden Hackordnung

zwischen denen, die im Nest bleiben

wollen und denen, die durstig sind.

 

Am Abend

zwitschere ich die Ode der Liebe;

dass alles gerecht zugehen möge

in dieser Welt der Not und Ausbeutung.

Ich lobe besonders das Leben

der Greifvögel, die an der Spitze

der Nahrungskette stehen und das

Leben der anderen entscheiden.

 

In der Nacht

halte ich mich zurück.

Ab und zu ein Piepen der Warnung,

den eingeschleppte Katzen geschuldet.

Ich möchte, dass die Vögel möglichst

ausruhen, für die nahende Dämmerung.

 

Im Morgengrauen

lege ich dann los

und trällere den Lobgesang auf

Sonnenrund und Lebensbund.

Jeder Art stehe ich bei, so wie

sie sich selbst beisteht, aus voller Kehle!

Allüberall hört man dieses Gebet.

 

Bis zum Morgen drossel

und zügle ich mich dann,

denn es braucht auch Pausen

zwischen Wehklagen und Lebensfreude.

 

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