Der Tod durch Gewalt muß wieder eine reale Größe werden

 

 

Die Glocke

Alle Geschichten schon gehabt.

Nix neues unter der Sonne.

Alle Variationen durchgekaut,

auch die verkleideten

als Science Fiction,

Gothic, Historienschinken,

Fantasieklamauk,-

die burlesken,

die komödiantischen,

die dokumentativen,

die schlichten und die üppigen.

 

Kein Krimi, keine Saga, kein

Ammenmärchen holt mich

noch hinterm Ofen hervor.

 

Alle  tragischen und dramatischen

Kniffe durchschaut,

auch die, die noch kommen

werden, wenn es neue technische Tricks

gibt: Das Repertoire der Geschichten

ist eben begrenzt,

durch das neuronale Netz und seiner

begrenzten Verknüpfungen. Fragmente

einer unbefriedigenden Existenz auf Erden:

 

Und glaubt Ihr auch noch sehr an

unendliche neue Verknüpfungen,-

die Hälfte davon sind immer

nur Symmetrie, Spiegelungen, Fugen,

Kontrapunktionen.

 

Das unsinnige Pendeln

von einem Extrem zum anderen

bleibt nicht ohne Folgen.

Der Klöppel schlägt immer

wieder auf die schwingende

Bronze ein. Und Wellen

überlagern Wellen und brechen

in das Hirn, das nicht sieht,

nicht hört, was es wirklich

anrichtet!

 

Der eine Punkt,

auf den es wirklich ankommt,

ist der der Asymmetrie:

Er entfaltet Leben!

Nicht die Harmonie schenkte

Euch das Licht; es war das

Böse! Lest noch einmal

nach in Euren Bibeln!

 

Der menschliche Horizont

ist ein Parabolspiegel:

Verzerrungen sind nur Verzerrungen.

Der Klang nur das Echo

des ersten Schlages.

 

Aber das werdet Ihr noch lernen

durch erleben,

am Ende der Welt,

am Ende Eurer Welt!

 

 

 

 

 

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