Monatsarchiv: Januar 2018

Der Wahnsinn hat immer System!

Das Abendmahl 2018

Draußen, vor der Tür,

Menschengeschrei

und Hubschrauberkreisen.

Ich esse meine

letzte Scheibe Brot

und lege

Käse und Wurst drauf,

mit Senf und Butter.

Deutsches

Steinofengraubrot:

Die letzte Scheibe.

Ich höre die

Menschen skandieren:

„Freiheit!“ und

„Wir sind das Volk!“

Tribute für Panem!

Und ich höre noch mehr

Hubschrauber.

Die Schlüssel

drehen sich

in den Schlössern

der Nachbarn.

Einige verlassen

fluch(t)artig

das Haus.

Sie trappeln die

Treppen hinunter.

Ich frag mich,

ob ich ins Jahr

1989 zurückgereist

bin… und kaue

gleichmäßig

und trinke ein

Glas Kuhmilch

dazu.

Lisa Fitz: Ich sehe was, was du nicht siehst 1. Ich sehe was, was du nicht siehst weil´s nicht so irre lustig ist. Ich sehe das, was du nicht sehen willst – weil du blind bist – und lieber shoppst und chillst. „I lies gar nix, i kauf mir jetzt a Kleid!“ 2. Die Welt wird fieser und an wem mag´s liegen? Ich bin umzingelt von Staatsmacht und Intrigen. Es rafft noch mehr, wer großen Reichtum hat und die Menschen neben mir, die werd´n nicht satt. 3. Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern, Wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn. Rothschilds, Rockefeller, Soros & Consorten, die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten. 4. Die Masterminds und grauen Eminenzen JP Morgans, Goldman Sachs u. deren Schranzen, Waffenhändler, Spekulanten, Militär, Geheimdienste, Spione und noch mehr. 5. Die elitären Clubs der bösen Herrn, denen liegt dein kleines Einzelschicksal – so fern. Es gibt sowieso zu viele Esser, ohne die Vielen geht´s den Wenigen besser. Die Kaltblüter mauern unsere Freiheit ein Jahr für Jahr – ohne Eile – Stein um Stein… 6. Und wir sind zu blöd, um zu kapieren, zu träge und zu faul zum Informieren, kaufen Taschen, Schuhe, Schoko, Fußballkarten, während Satans Drachenreiter auf uns warten. He, du…! — He, du…! 7. Mach die Ohren auf und höre, wie sie lügen! Mach die Augen auf und sieh, wie sie betrügen! Mach den Mund auf und sage, was du siehst! Die Wahrheit ist oft leider ziemlich fies. 8. Die Weltenlenker sitzen ganz woanders – Ein illustrer Kreis, oh ja, der kann das. Der Teufel sponsert die, kackt auf den Haufen, Die können Teile von der Welt sich einfach kaufen. 9. Sind nie in Flüchtlingsheimen oder an der Tafel In großen Schlössern wird diniert zu Geschwafel, In Luxusghettos residiern´s im Seidenhemd Parallelwelt und Moschee sind denen fremd. 10. Ich sehe was, was du nicht siehst, weil du halt ganz a Brave bist, die immer noch ans Gute glaubt, auch wenn man ihr das Liebste raubt. 11. Deine Vision ist so naiv und dein Glaube an den Gott, der ist so tief. Doch sag ich dir, my love, dein Gott ist tot – auf der Welt regieren Mord und Geld und Not. „Wo isser denn? Warum sagt er nix? I hab doch so vui bet´ ?!“ Lisa: Aha. Ja, wo isser denn? Tja. 12. Dein Gott macht Urlaub, er sitzt auf den Kanaren Und im Pazifik, wo die Atomtests waren. Ihm macht das nix, er ist ja nur aus Luft Und er verduftet, wenn die ganze Welt verpufft. 13. Dein Unwissen birgt große Gefahr, denn was du nicht weißt, wird immerdar Elitenwissen bleiben und geheim Und sie fangen uns wie Fliegen auf dem Leim. 14. Wir müssen aufstöbern, zeigen und enthüllen Sie aus dem Fuchsbau jagen und zerknüllen die Verbrecher gegen Liebe und das Menschenrecht – Doch im Deutschen wurzelt leider tief der Knecht. 15. Geh hinaus und mach die Augen ganz weit auf! Benutz dein Hirn und lern begreifen, was da lauft… Mach dich auf deinen Weg, musst dich beeilen. Schau genau hin und lies zwischen den Zeilen! 16. Wart nicht, mein Lieb, du musst dich sputen Die Zeit arbeitet nicht mehr für die Guten… Es ist nicht fünf vor zwölf – s´ ist fünf nach eins und wenn du wo Gewissen suchst – s´gibt keins. 17. Gierige Männer, Mördergreise, spielen vom Tod die böse alte Weise, reißen im Fallen die halbe Welt mit sich, wach auf und handle – lass dich nicht im Stich. 18. Alles, was das Volk je wollte und was es bekommen sollte, wurde niemals ihm geschenkt, Wir müssen kämpfen – daran denkt!! Wer kann den Tango der Verleugnung besser tanzen…. Die Elite – oder die dummen Schranzen? (4x wiederholen) Hey Du! Wach auf…!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Anarchismus, Demokratie vs. Totalitarismus, Eliten, Flüchtlinge, Idylle, Kapitalismus, Kulturkritik, Neurosen, Politik, Rechtsstaat, Studien-Jahre, Zynismus

Holocaust-Gedenktag oder Schlachthaus

Der Sturm der Hungernden

Wachturm

Wie müde

zu erklären

das Tod und Grausamkeit

nicht dasselbe

sind

 

auch wenn es

sich für manchen

so anfühlt

 

Zu traurig

zu deuten

das Gas und der Hunger

nicht dasselbe

sind

 

wie Strafe für

begangenes Unrecht

im Namen des Rechts

 

Wir gedenken

unendlich

ohne wirklich

zu begreifen

dass wir wieder

auf dem Weg

sind

 

Die Schäferhunde

laufen schon

die Strecke

zwischen den

Wachtürmen

ab

 

Die Wächter

nennen sich

heute

Beschützer

Mahner

Anwälte

 

Ich lache

wie

wahnsinnig!

So sehr

bin ich mir

fremd geworden

in diesem Land

der

ewig Schuldigen!

 

Wie kann

man nicht

sehen

daß die

nächste Horde

zum Morde

bereitsteht?

 

In der Tat

Ihr seid

ewig schuldig:

Eure Natur

läßt jeden

Bruch im

Namen einer

Freiheit zu

die keiner

will

der grenzenlose

Freiheit will!

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Anarchismus, Antisemitismus, Darwinismus, Demokratie vs. Totalitarismus, Eliten, Entrismus, establishment, EXIT, Falsche Ansichten, Gulag, Kapitalismus, Kulturkritik, Patchwork Familien, Rechtsstaat, Religionsphilosopie, sexueller Mißbrauch, Zynismus

Das Hung

 

Dämonen

Keiner glaubt an sie,

wie keiner an sich selbst glaubt…

Sie hocken bei mir in

der Spüle

in der Kloschüssel

und im Siphon

der Badewanne

 

Sie hausen

in meinen Müllbeuteln

und Staubfängern

an Lampen

und in Bodenecken

unter dem Bett

 

Sie sehen aus

wie

Wollmäuse

schlucken Licht

und entsetzen

meine Frau

wie meinen Vermieter

 

Überall

der elektromagnetische

Gerneralumwandler

Körper getauft

 

Oh,

ich meide sie

und darum werden

sie immer nehr!

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Amour fou, Anarchismus, Buddhismus, China, Kulturkritik, Religionsphilosopie, Satire, Studien-Jahre, ZEN

Der Mensch oder ein Beitrag zu meinem Lieblingsgedicht

Der Mensch

Im Tiergarten Mitte, Nähe Siegessäule

Der Menschen Blicke an Schildern hängen

und niemand hält sie an, in diesem Diesseitswahn.

Sie sitzen in ihren Karossen und drängen

und kommen doch niemals bei sich selber an.

In ersten Gang sie vorwärts ruckeln

und bleiben stets im Kreisverkehr!

Niemand springt heraus mit Zucken

und schreit:“Diese Welt hier läuft verkehrt!“

Selten öffnet einer die Seitenschutzscheibe

lautlos unbemerkt -. Dann fliegt Müll hinaus,

verfängt sich irgendwo am Bürgersteige –

verweht zu nichts des Lebens Baus.

Der Panther

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Anarchismus, Antike, Autismus, Ökologie, Übertragung, EXIT, Falsche Ansichten, Gulag, Kapitalismus, Kulturkritik, Satire, Schlichtheit, Zynismus

Komm, ringe! oder von der Wirklichkeit übermalt

„Alleen / Alleen und Blumen / Blumen/ Blumen und Frauen / Alleen / Alleen und Frauen / Alleen und Blumen und Frauen und/ ein Bewunderer“.

 

Der Genderwahn

Im Park

laufen zwei Männer

Arm in Arm

in Frauenkleidern

an mir vorbei

geschminkt wie Nutten

zu Sommeranfang

 

Dick spannen sich

ihre Schwänze

in den Hot Pants

 

Ich hasse diese

bipolare Störung

von Tunten

 

Ich liebe

William Hurt

in

O Beijo da Mulher Aranha!

 

Was mach ich nur?

Kult zur Kunst

erheben

oder Mitleid

mit Raúl Juliá

haben?

 

Oh, das tut weh!

 

„Männer sind eigentlich nichts anderes als extrem hoch entwickelte Hunde. Sie wollen artgerecht gehalten werden. Man muss ihnen einen Grundgehorsam antrainieren. Und wenn das Frauchen sie mal an der längeren, mal an der kürzeren Leine hält, dann wedeln sie abends mit dem Schwanz.“ Désirée Nick

 

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Anarchismus, Antike, Übertragung, Beziehungsgewalt, Borderline, Demokratie vs. Totalitarismus, Falsche Ansichten, Gender, Homosexualität, Idylle, Kapitalismus, Krankheit, Kulturkritik, Liebe, Neues DADA, Neurosen, Politik, Popkultur, Pornograpie, Rassismus, Satire, sexueller Mißbrauch, Studien-Jahre, Zynismus

Aktienbrauerei-Gesöff

 

Wohlgemerkt: Ich wähle nicht AfD!

Mit der dominanten Stirn gegen die servile Faust

Ich sehe mich um und höre nicht richtig:

Die Arbeiter sind wieder die Bösen, weil

sie den Rattenfängern nachlaufen?

 

Immer dieser links-liberale Blödsinn

von Journalisten, die nie einsaßen

für ihre Überzeugung, für eine Unschuld.

Die nie den Geschmack von Ketten und Rost

gekostet haben, aber den Menschen vor-

werfen, nicht vorbildlich genug gewählt

zu haben? Diese Zeiten sind vorbei!

 

Es wird eine Aufarbeitung von Geschichte

geben und manche Selbstbilder werden

zusammenfallen unter den Perspektivwechseln

einer in sich inhärenten Geschichtsschreibung:

 

Es wird zur Sprache kommen, warum man die

Arbeiter im Lohn-dumping alleine ließ. Warum

es keine bezahlbaren Wohungen gab und die

Sozialhilfe noch mehr in Armut trieb, anstatt aus

ihr herauszuhelfen: Agenda 201o-Hartz4 werden nur

die Oberfläche sein. Es kommt aber alles nach oben.

 

Warum ließ man die Armutseinwanderung zu?

War es Nächstenliebe oder doch nur das

herzlose Kalkül einer überhitzen Ökonomie,

die schnell noch einmal eine untere Schicht

in die Unterschicht einzog, um die Arbeiter

in Angst und Hohn zu bringen auf dem Strich?

 

Die Staatsabzocke, die Steuerungerechtigkeit,

Zwangsabgaben für Gehirnwäsche und

Gleichschaltung: Es wird die ganz dicke Orwellsche

Rechnung aufgemacht, und wir werden sehen,

was FakeNews und Alternative Fakten im

postfaktischen Zeitalter wirklich waren. Die

Erfindungen einer Herrschaftselite, die sich nicht

umdreht, wenn sie jemanden überfahren hat?

 

Scheinheilige Fahrerflucht wird die gewöhnlichste Anklage

lauten und nicht Führersucht im devoten Vollsuff!

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Anarchismus, Arbeit, Übertragung, Darwinismus, Demokratie vs. Totalitarismus, Eliten, Entrismus, EXIT, Falsche Ansichten, Flüchtlinge, Kapitalismus, Krankheit, Kulturkritik, Maxwells Dämon, Politik, Popkultur, Rassismus, Rechtsstaat, Religionsphilosopie, Terror, Zynismus

Ringe zu knechten

Erbe

…die unzähligen Kostbarkeiten

vom Munde abgespart

den Lebenden

wie den Toten

aus den Mündern

gebrochen

von den Fingern

gezogen

wie im Vorübergehen

wenn hohes Gras

zarte Hände

streichelt

und die Samen

wehen…

Woher dieses Schürfrecht?

Es waren

nicht nur die Hunnenhorden

oder

Legionen der Spartaner oder

Römer

nicht die

schwarzen Schwadronen

der Faschisten

oder die roten Brigaden

der Kommunarden…nein…

am Anfang

zu aller Anfang

sind es immer

die Monster

die aus den Tiefen

aufsteigen

wie eine Urgewalt

und dennoch

nur die berechnende

Bosheit der Menschen sind:

Leviathan-

der Staat-

Behemoth-

das Gewaltmonopol.

Nur der Gaubens-Gesang

Ziz’s

wird den Samen retten

aus taub geschlagenem

Gras!

Zu Schawuot

werden wir alle

drei Biester braten

und tanzen und singen

das goldene Kalb niederringen

als ein Volk

von Freien!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Anarchismus, Antisemitismus, Demokratie vs. Totalitarismus, Eliten, EXIT, Falsche Ansichten, Idylle, Kulturkritik, Liebe, Maxwells Dämon, Nächstenliebe, Patchwork Familien, Politik, Rechtsstaat, Religionsphilosopie, Satire, Studien-Jahre, Terror

Die Führer des globalen Dorfes

Kommandeur Schultz und Anton Hynkel

 

 

Heute gehört uns Europa und morgen die ganze Welt

Macht es eigentlich einen Unterschied,

unter welchem Regime man die Welt erobert?

Man muß doch das gleiche tun, oder?

Widerstand brechen, Geopolitische Optionen

abwägen, taktische Positionen einnehmen,

strategische Schlachten gewinnen und dann besetzen?

 

Wie tief geht denn so eine Vereinigung der Welt?

Grenzen werden aufgehoben, Handel synchronisiert,

Waren und Ressourcen begrenzt. Verteilung nach

Bedürftigkeit geregelt. Individuen unter das Wohl

aller fallen gelassen, wie es auf Vulkan üblich ist?

 

Ich nehme mir eine Auszeit von der Anstalt

und wandel im Neurosengarten der

Megalomanen. Dort pflücke ich Hesperidenäpfel

und werfe Ameisen dem Riesen Genryon zum Fraß vor.

Herrlich, Kaiser im Garten des Wahnsinns zu sein!

 

Ob jemand meine Anspielungen auf Libyen versteht?

Hoffentlich gehen die Orphiker und ihr Alabamaboy dafür

in den Bau. Niemand bescheißt alle auf längere Zeit.

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Anarchismus, Antike, Demokratie vs. Totalitarismus, Drohnenkrieg, Eliten, Falsche Ansichten, Flüchtlinge, Gaza, Gulag, Kolonialismus, Neurosen, Opern, Politik, Rassismus, Rechtsstaat, sexueller Mißbrauch, Terror, Zynismus

Arabisch für Blondinen

 

Strafe

In einem Einsatz,

in Sierra Leone,

fand ich in Kabala

ein verlassenes Kind,

im Dreck.

 

Ich wusch es, gab ihm

zu essen. Es war vier

oder fünf.

Niemand kannte es,

und es selber konnte

nicht sprechen.

Vermutlich war es taub

oder autistisch

und wurde ausgesetzt?

 

Als wir aufsetzten,

um nach Freetown

zu fahren, nahm

ich die Kleine mit, gegen

den Befehl des

Hauptmanns.

 

Als er es bemerkte,

war es schon zu

spät. In Freetown

fanden wir ein

Waisenhaus.

Wir sammelten

für ein ganzes Jahr.

Jeder gab,

auch der Hauptmann.

 

Zur Strafe,

für die Befehlsverweigerung,

durfte ich

vier Tage neben

dem Panzerwagen laufen.

 

Ich hatte

meine Lektion

gelernt.

In diesen 4

Tagen hätte

ich hunderte Kinder

einsammeln können.

 

Wunde Füße lehren.

 

Hinterlasse einen Kommentar

23/01/2018 · 19:59

Die Hexe Von Kometenburg

Und am Ende sind wir nur Menschen, betrunken von der Vorstellung, dass Liebe, nur Liebe, unsere Qual heilen kann. F. Scott Fitzgerald, Der Große Gatsby

 

Und am Ende sind wir nur Menschen, betrunken von der Vorstellung, dass Liebe, nur Liebe, unsere Qual heilen kann. F. Scott Fitzgerald, Der Große Gatsby

 

Die Hexen in unserem Leben

Und am Ende sind wir nur Menschen, betrunken von der Vorstellung,

dass Liebe, nur Liebe, unsere Qual heilen kann.

F. Scott Fitzgerald, Der Große Gatsby

Wunderbare Wesen, wild und ungstüm.

Immer etwas kapriziös und voller Frivolität.

Sie umgarnen und umspinnen mit ihren

Reizen. Mal spöttisch, mal verletzlich:

Immer im Niedlichkeitsmodus, aus dem

der Vamp springt, um dich zu provozieren.

 

Für diese Wesen möchte man Held und

Hauptfigur sein. Doch sie schlürfen nur

seltenen Nektar: Männliche Hingabe.

 

Oh wie grausam ist die Lust,

zu begehren, was entmannt!

Noch heute schaukeln kleine

Affen über Wollflorteppiche

und bitteln und betteln um

Einlass ins Wunderland: Sie

kriegen keinen! Denn Hingabe

ist Ohnmacht, Auflösung, Ekstase!

 

Sie will Dich voher ganz, sonst kann

sie sich Dir nicht ganz öffnen:

Sie braucht das Opfer der Liebe,

das sie aus Angst nicht bereit ist

zu geben: Ein ewiger narzißtischer

Tanz um Vorschuß und Vorspiel!

 

Und am Ende sind wir nur Menschen, betrunken von der Vorstellung, dass Liebe, nur Liebe, unsere Qual heilen kann. F. Scott Fitzgerald, Der Große Gatsby

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Amour fou, Anarchismus, Antisemitismus, Autismus, Übertragung, Beziehungsgewalt, Borderline, Buddhismus, Darwinismus, Demokratie vs. Totalitarismus, Falsche Ansichten, Gaza, Gender, Homosexualität, Kindheit, Krankheit, Liebe, Meditation, Neues DADA, Neurosen, Patchwork Familien, Popkultur, Pornograpie, Rassismus, Religionsphilosopie, Satire, Schlichtheit, sexueller Mißbrauch, Studien-Jahre, Umweltschutz, ZEN, Zynismus