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Drum laß Geduld uns durch die Prüfung lernen,
Weil Leid der Liebe so geeignet ist
Wie Träume, Seufzer, stille Wünsche, Tränen,
Der armen kranken Leidenschaft Gefolge. (Ein Sommernachtstraum von W.S.)

Meine Texte

Meine Texte sind manchmal zu laut,

wie Kinder, die im Hof spielen.

Meine Texte sind meine Kinder,

unartig, unsensibel, aufmüpfig, halbfertig.

 

In meinen Text wohnt der Bär und der Räuber

seelenverwandt in den Höhlenversen.

An meinen Texten baumeln Heinzelmännchen

und flattern Feen sinnlos in den Tag.

 

Für meine Texte würd‘ ich kein Leben opfern,

keine pergamente Eitelkeit häng‘ ich ihnen über.

Für meine Texte schlachte ich weder Schaf,

noch Sohn, noch schabe ich Fleisch vom Fell.

 

Ich werde meine Texte nicht auf Reisen schicken

und keinem Faun Liebe mehr widmen.

Weder Sex noch Abenteuer sollen meine Texte

künden, küren, schmücken, spüren, spülen.

 

Ich werde mich zu Bett legen, wenn meine

Texte zu Ende sind. Ich spüre den Magenschmerzen,

den Herzschmerzen und den Rückenschmerzen

nach und lege den Stift beiseite, in die Erbschatulle.

 

Meine Texte taugen nichts für die Ewigkeit

und werden mein Überleben nicht sichern.

Sie halfen mir gerade so über die Beben-Zeiten,

wie meine Kräfte ein Zittern brauchten, als Resonanz.

 

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