Ikonen

Die Dürrenmatt Ikone

Der Gott, der Eisen wachsen ließ der wollte keine Knechte, drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in seine Rechte; drum gab er ihm den kühnen Mut den Zorn der freien Rede,daß er bestände bis aufs Blut bis in den Tod die Fehde. Ernst Moritz Arndt

Das Gefüge der Macht

„Laßt sie sich selbst dekonstruieren,

bis das Elend evident ist!“

 

Was wir erleben, zur Zeit in Deutschland,ist die Diversifikation

der repräsentativen Demokratie mangels Plebiszite.

Daran haben nur und ausschließlich die Volksparteien mit

ihrem Machtmonopol schuld.

Was jetzt kommt, ist eine weitere partikulare Extremisierung!

 

Der Diskurs um Rechtspopulismus macht eines deutlich:

Die Mitte der deutschen Bevölkerung besteht nicht

aus tradierten Überzeugungen, sondern sehr wohl aus

partikulären Ansichten:

Sie läßt sich nicht mit allem abspeisen

und ist konservativer, als die Volksparteien es sich wünschen.

 

Das großtönige Versprechen :“Wir stellen diese Rechtspopulisten!“,

ist von keiner etablierten Partei einglöst worden.

Das Gegenteil ist eingetreten: Die Rechtspopulisten teilen aus und

zeigen sich kooperativ. Die AfD entlarvt den Fraktionszwang und

festgefahrene Strukturen, durch ihr bloßes Vorhandensein.

Damit aber entdiskriminiert sie sich als Rechtspopulisten.

Das Etikett wird sozusagen umgeschrieben.

 

Eins muß den etablierten Parteien bewußt werden, bevor sie

vollständig auf verlorenen Posten die Demokratie vor die Wand

fahren:

Man kann Protestwähler nicht zurückholen,

indem man rechte Kräfte ausschließt

und deren Verbalisierung der Protestwählerprobleme als Unsinn abtut!

Genau so macht man aus Protestpotential eine Stammpartei!

Der Wähler geht endgültig über!

 

Um das zu begreifen, muß man sich das Beispiel

der Sozialdemokratie vor Augen führen:

Es ist selbstverständlich, dass die deutsche

Sozialdemokratie nach dieser Wahlschlappe eine

Identifikationskrise hat.

Und wenn sie noch mehr verloren hätte,

wäre sie jetzt aus dem Schneider

gewesen, sozusagen Mannschaft ohne Chance

auf Meistertitel, aber noch mitbestimmend.

Da sie aber kann, was sie nicht will,

löst sie eine Staatskrise aus, weil sie  TooBigToFail ist.

Dem Wähler aber bleiben nur noch zwei Perspektiven übrig:

Entweder war das Wahlmanagement

der SPD eine Inszenierung, die nach hinten losgeht,

oder MartinSchulz ist inkompetenter,

als es Europa erlaubt.

Beides spricht nicht für diese Partei.

Somit dekonstruiert sich eine Partei evident selbst!

Sollte die SPD in die Regierung gehen, sehen sich noch mehr

Protestwähler gezwungen, die Partei zu „verlassen“.

 

Sieferle: Finis Germania

 

 

Arthur Millers Ikone

 

 

 

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