Zum Jagen tragen

 

Alles Denken ergibt sich dem Fühlen

 

Wir lieben, wild, blind und blauäugig.

Wir lieben wie faulendes Obst: Jede

Fliege ein Hoffnungsschimmer.

Wir lernen nichts; wir lernen nicht

aus: In Kränkungen ist unser Gedächtnis

ein Elefant, in Fehlern, eine Eintagsfliege.

 

Anbetung; Liebe ist Anbetung.

Sie gilt dem verwöhnten Ego,

das glaubt, ein Privileg für den

anderen zu sein. Wie peinsam!

 

Ein Blitz noch, ein letzter Untergang.

Wie störrisch die Dummheit der

Leidenschaft und Sehnsucht, die in

Worte das Unbehagen zu Wohlgefühl

preßt und Hohe Lieder trällert.

 

Gib ab, nun gib schon auf.

Wenn Liebe weh tut,

hat sie das Klassenziel verfehlt.

 

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