Monatsarchiv: Dezember 2017

Konstantinopel im Schnee

An nescis, mi fili, quantilla prudentia mundus regatur?

 

Floskeln

Sie reden den ganzen Tag.

Aber sie tun nichts.

Wer hielt die

Türken vor Wien auf?

Wer rieb

die Tilly´s Herr auf,

bei Breitendeld?

 

Wer kämpfte

um die Osttore Roms?

Wer schlug die Kreuze

vor Antium an der Via Appia?

 

Viele Fragen, keine Indizien,

keine Personalien, nur Gerüchte

und Quellen von Quellen, die

aus Quellen zitieren.

 

Als Konstantinopel

fiel,

die Mauern von Kanonenkugeln

zerbarsten,

wer war da, um die Kinder

zu retten?

 

Ach sinnlose Fragen…

… ich gehe heimwärts.

Wohin auch sonst?

 

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Das Wort zum Neuen Jahr

„Wird’s besser? Wird’s schlimmer?“ fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich.“ Erich Kästner.

 

 

Die Welt wartet nicht auf uns?

Als der UNHCR 2011 auf die

versprochenen 1,7 Mrd wartete,

um die Hungernden in

den Flüchtlingslagern zu versorgen,

gab es keinen Grund,

dieses Geld aus der Portokasse

zu verweigern.

 

Warum haben sie nicht

gezahlt, Frau Kanzlerin?

Hatte ihr Finanzminister

etwa bedenken?

 

Und als Italien und

Griechenland um Solidarität

baten, sie aber dafür waren,

Mare Nostrum einzustellen,

wo waren sie da, Frau Kanzlerin?

Auf Abwegen im Rollstuhl

ihres Finanzministers?

 

Wo waren sie, Frau Kanzlerin,

als mit, im Verhältnis, wenig

Aufwand eine Völkerwanderung

aufgehalten hätte werden

können? Wieso ließen sie

den Sturz Lybiens zu?

Warum intervenierten sie

nicht in der EU?

Können sie doch sonst auch immer!

 

Warum schicken sie

unsere Soldaten

nach Mali, um die

miserable Nachkolonialpolitik

Frankreichs zu kaschieren?

Wir sollen die Uran-versorgung

sichern, obwohl wir selber

aus der Atomkraft ausgestiegen sind?

Oder geht es nur um die

Sicherstellung der Flüchtlingswege?

Spielen sie ein doppeltes Spiel mit uns?

 

Für wie doof halten sie uns?

Welche Welt meinen sie,

nachdem sie

Brexit, Trump, Putin,

Visegard-Staaten und

sogar China gegen sich

aufgebracht haben?

 

Was geht bei Ihnen

ab, in ihrem Elfenbeinturm

des Multitaskings?

 

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Der Knaller oder Reallegionen

>>Wie glücklich ist doch der Pessimist, wenn etwas schief gegangen ist. Und geht es aller Welt auch schlecht, ihm bleibt der Trost: Er hatte recht!<< Mascha Kaléko

 

 

Silvester oder

Eingebung bei der Betrachtung eines Bildes von Hieronymus Bosch

 

Schont die Weiber nicht!

Jagt sie über die Plätze!

Alle Zaghaften,

alle Verständnisvollen!

Lehrt sie eines Besseren!

 

Denn die Zeiten müssen

hart werden, für die

Verweichlichten.

Denn die Zeiten ändern sich:

Das Un-Recht, brecht es zurecht!

Es war eh zerfressen

von den Mäusen der

Relativität.

 

Gebt ihnen, was des

Kaisers nicht ist!

Laßt sie die Angst spüren,

bis aus ihnen die

versteckte Wut platzt

und sie werden, wie alle

anderen auch!

 

Scheucht sie die Straßen

entlang!

Nehmt Knüppel und Messer

zur Hilfe; besseres Werkzeug

gibts später mehr.

Laßt sie nicht mehr aus

der Umklammerung!

Stülpt ihnen Plastiktüten

über, dass sie ersticken

am eigenen Kohlendioxid!

 

Es wird Zeit zu trennen,

die Spreu vom Weizen,

die Schlechteren ins Kröpfchen,

die besseren ins Töpfchen.

 

Laß sie rennen,

in ihre Schutzzonen,

in ihre Wohlfühl-Areas!

Jeden Monat werden

sie sich selber

mehr einsperren,

sich selber überwachen,

der Verfolgung wegen.

 

Seid ihren Herren die

besseren Wachhunde.

Bellt sie an und schleift

sie in die Zellen.

Foltert sie mit Strom

und Stock.

Gießt Blei in ihre Münder!

Sie soll schweigen,

diese verdorbene

Brut aus Wohlstand

und Gottlosigkeit.

 

Wir werden von ihren

Herren belohnt werden,

mit Häusern

und Plätzen.

Wir werden beten

auf allen Straßen

und unser Name

wird groß werden in der Welt!

 

Also, laßt

uns ans Werk gehen,

wir waren immer schon

die besten Diener für die

wahren Herren der Welt.

Gott ist groß in uns

und groß ist die Kraft des Glaubens.

 

 

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Die Welle

 

Surfen

Der manische Obendrüberflieger in mir,

der sein Leben im Vogelperspektivemodus

lebt und sich nicht die kleinen Fragen des

Lebens mehr stellt, hat aufgehört zu fliegen.

 

Er sitzt wie eine besoffene Möwe auf dem Sofa

und sucht irrtiert nach Wunden des Absturzes.

Ich-Ikarus, ich splitternakter Nautilus, wo ist

meine Schale, meine Blase hin, wohin mein Stolz?

 

Auf Höhe meiner Zeit bekomme ich die Fanfare,

die Signale, der immer selben Beschwörungen

mit, auf besseres Leben für die Geschundenen,

vom Recht des Stärkeren, seinen Kniffen und Zwängen.

 

Ich seh‘ Wellen anrauschen, die alle hundert Jahre

über uns hereinbrechen, wie Forderungen der Toten

an die Lebenden, zu retten, was zu retten ist: Die alten

apocalyptischen Drohungen, der scharlachroten Priester.

 

Und ich schweige tapfer, wohlwissend, dass niemand

sich retten, noch sie aufhalten kann. Jeder erfüllt sein

Schicksal im Spiel der Ideologen, die uns vollstopfen,

mit Ängsten und Hoffnungen, mit Sorge und Besorgungen.

 

Denn es ist tapferer gestürzt zu schweigen, als in der

Worte Flut mitzuplätschern! Aus Ursprung heraus,

auch die, die uns agitieren, blökenen Schafen gleich, seien

sie links oder rechts vom Gezeitenstrom der Mangelhaie.

 

Die Natur wirds richten und wenn nicht die Natur des

Menschen, dann die eingeborenen Gesetze der Welle!

Denk stets daran: Wer steht im tosend‘ Leben mit Bangen,

immer vom Tod umfangen, erlebt auch des Tages Helle!

 

 

 

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Die Mango

„Ich bin nicht hier? Ich laufe durch den Dschungel? Sammle Mangos… Und treffe Raquel Welch? Wir machen einen schönen, sahnigen Mangocreme-Pudding? Ich? Ich beschmier uns über und über damit? Raquel steht nämlich auch auf Mangos, wisst ihr? Sie sitzt genau auf dem Ast über mir? Wir sind beide hier im Dschungel? Nackt!“ (Apocalypse Now)

 

Man, go! oder charakterliche Mängel

Wir sind im Bad.

Du putzt Dir die Zähne.

Ich tupfe Schnittwunden.

 

„Liebscht Du misch?“

„Nein!“

„Du bischt scho schüß!“

 

Ich nehme den Alaunstift

und feuchte ihn an.

Was könnten wir noch tun,

um „unsch“ zu trennen?

 

 

 

 

 

 

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Two broken girls

Qui cum canibus concumbunt cum pulicibus surgent.

 

Es war die Pubertät oder Kling, Messer Klinge linge ling!

 

In einer Anstalt für Verkupplung’n,

da fand ein Mädchen einen Mann:

Das Mädchen dacht‘, es hätt‘ nen Jung’n,

darum kam es umso schneller dran!

 

Kling, Messer Klinge linge ling!

 

So schnell beim Wort genomm’n,

überforderte es das naive Kind!

Der Mann hielt’s  einfach für verkomm’n

und bracht‘ ihm Bach’bazi bei, geschwind!

 

Kling, Messer Klinge linge ling!

 

Am Ende blieb nur noch Mord,

war ja kein Ende mehr in Sicht!

Er nahm ihr´s Leben an diesem Ort,

in der Drogerie, neben Kerzenlicht.

 

Kling, Messer Klinge linge ling!

 

Und die Moral von der Geschicht,

es ist nie der Muselmann, der sticht!

Immer nur’s arme Kind, gequält,

was leidet, wie Sau, unter Pubertät!

 

Kling, Messer Klinge linge ling!

 

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Realität

„Menschen sind überall böse. Aber nicht überall gleich böse!“ Mark Twain

Kandelleidlied

Mit 15 hat man noch Träume,

da wachsen noch alle Messer,

in den Bauch der Liebe!

Mit 15 schon mal besoffen,
da sind die Tanken noch offen
für das Messer im Bauch.
Doch mit dem Paaren wird man erfahren,
Dass manche Bäuche zerspangen.
Doch wenn man jung ist, so dämlich jung ist
Wer denkt, ja, wer denkt ans Messer?
Mit 15 hat man noch Träume
Da wachsen noch alle Messer
in den Bauch der Liebe!
Afghanen fragen nicht, was man darf und kann.

Afghanen sehen die Welt mit eigenen Augen an
Und ist diese Welt auch oft fern der Wirklichkeit
Wo ist der, der ihnen nicht lächelnd das verzeiht?

Mit 15 hat man noch Träume
Da wachsen noch alle Messer
In den Bauch der Liebe

Doch mit dem Paaren wird man erfahren
Das mancher der Bäuche zersprang
Doch wenn man dumm ist, so herrlich dumm ist
Wer denkt, ja, wer denkt schon daran?

Mit 15 hat man noch Träume
Da wachsen noch alle Messer
In den Bauch der Liebe!

Sela!

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Fressen

The most powerful person in the world is the storyteller. —Steve Jobs

 

Banges Fragen eines Phrenologen

Im Naturkundemuseum neulich,

fragte mich ein Kind,

ob ich es

hochheben könnte,

damit es dem Schädel

in der Vitrine näher sein könnte.

 

Ich fragte,

wo seine Eltern seien?

Die Lehrerin sei woanders.

Ich verstand und half dem

Kleinen.

 

Als er genug geschaut hatte

und ich ihn auf den

Boden zurückgestellt

hatte, fragte er mich,

ob der „wirklich“ gelebt

hätte.

 

Ich war etwas verlegen,

weil ich nicht wußte,

ob der Schädel nicht

vielleicht doch eine

Replik sei.

Also sagte ich:

„Wenn er echt ist, sicherlich!“

 

Der Junge schaute verblüfft.

„Ist denn hier nicht alles echt?“

Ich grinste und sagte:

“ Nein, nicht alles! Manches ist

auch nachgebaut.“

 

Er lief weg, als wolle er gleich

Meldung machen.

Wenig später traf ich

auf die Klasse und der Junge

wies der Lehrerin meine

Wenigkeit.

 

Sie kam auf mich zu und

fragte mich,

warum ich den Jungen

so verunsichert habe.

 

Ich schüttelte den

Kopf und fragte

sie zurück,

ob sie Creationistin

oder Biologin sei?

 

Rotwangig verließ

sie mit den Kindern

die Mineraliensammlung.

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Ikonen

Die Dürrenmatt Ikone

Der Gott, der Eisen wachsen ließ der wollte keine Knechte, drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in seine Rechte; drum gab er ihm den kühnen Mut den Zorn der freien Rede,daß er bestände bis aufs Blut bis in den Tod die Fehde. Ernst Moritz Arndt

Das Gefüge der Macht

„Laßt sie sich selbst dekonstruieren,

bis das Elend evident ist!“

 

Was wir erleben, zur Zeit in Deutschland,ist die Diversifikation

der repräsentativen Demokratie mangels Plebiszite.

Daran haben nur und ausschließlich die Volksparteien mit

ihrem Machtmonopol schuld.

Was jetzt kommt, ist eine weitere partikulare Extremisierung!

 

Der Diskurs um Rechtspopulismus macht eines deutlich:

Die Mitte der deutschen Bevölkerung besteht nicht

aus tradierten Überzeugungen, sondern sehr wohl aus

partikulären Ansichten:

Sie läßt sich nicht mit allem abspeisen

und ist konservativer, als die Volksparteien es sich wünschen.

 

Das großtönige Versprechen :“Wir stellen diese Rechtspopulisten!“,

ist von keiner etablierten Partei einglöst worden.

Das Gegenteil ist eingetreten: Die Rechtspopulisten teilen aus und

zeigen sich kooperativ. Die AfD entlarvt den Fraktionszwang und

festgefahrene Strukturen, durch ihr bloßes Vorhandensein.

Damit aber entdiskriminiert sie sich als Rechtspopulisten.

Das Etikett wird sozusagen umgeschrieben.

 

Eins muß den etablierten Parteien bewußt werden, bevor sie

vollständig auf verlorenen Posten die Demokratie vor die Wand

fahren:

Man kann Protestwähler nicht zurückholen,

indem man rechte Kräfte ausschließt

und deren Verbalisierung der Protestwählerprobleme als Unsinn abtut!

Genau so macht man aus Protestpotential eine Stammpartei!

Der Wähler geht endgültig über!

 

Um das zu begreifen, muß man sich das Beispiel

der Sozialdemokratie vor Augen führen:

Es ist selbstverständlich, dass die deutsche

Sozialdemokratie nach dieser Wahlschlappe eine

Identifikationskrise hat.

Und wenn sie noch mehr verloren hätte,

wäre sie jetzt aus dem Schneider

gewesen, sozusagen Mannschaft ohne Chance

auf Meistertitel, aber noch mitbestimmend.

Da sie aber kann, was sie nicht will,

löst sie eine Staatskrise aus, weil sie  TooBigToFail ist.

Dem Wähler aber bleiben nur noch zwei Perspektiven übrig:

Entweder war das Wahlmanagement

der SPD eine Inszenierung, die nach hinten losgeht,

oder MartinSchulz ist inkompetenter,

als es Europa erlaubt.

Beides spricht nicht für diese Partei.

Somit dekonstruiert sich eine Partei evident selbst!

Sollte die SPD in die Regierung gehen, sehen sich noch mehr

Protestwähler gezwungen, die Partei zu „verlassen“.

 

Sieferle: Finis Germania

 

 

Arthur Millers Ikone

 

 

 

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Riff: Auf Linie bringen

 

Der Turm (ein Ständchen dem Dualismus)

Türme werden stürzen,

wie alle Anmaßung am Übermaß zerbricht.

Die Naturgesetze sind einfach:

Alles hat eine

Sollbruchstelle, eine

Belastungsgrenze, einen

Materialfehler, eine

Ermüdungserscheinung, einen

Abgesang in der Materie.

 

Ich ziehe den Sturz dem Sturm

vor.

Doch manchmal lasse

ich Drachen steigen,

wie Frankenstein,

um Lebensenergie zu atmen.

Es ist sicherlich mein schlimmster Fehler,

mein einziger:

 

„In Orkan gepeitschter Nacht wird

ein wütender Reiter von Norden her

kommen, zu bringen des Kindes

Leib zur Leichenschau am

Panoptikum der Turtelei.“

 

So bin ich also der Bilderstürmerei leid

und mein puristisches Gewissen

hat dem Schwelgen

auf den Sonnenmatten der

Höhentäler Platz gemacht.

 

Da sind noch ein paar

aufmüpfige Reste,

die beschweren sich um

den Verlust der alten Ideale:

Ach, was wäre ich doch für

ein schlechter Kommunist

geworden!

Ich kann keinen Kuchen

unprobiert lassen.

 

So seh‘ ich auf die Türme

mit Stolz, die stürzen werden

im Sturm oder im Beben!

Wenigstens waren sie

eine kleine Zeit lang

aus dem Mysterium des Nichts

geworden, zu dem sie wieder

werden.

 

Alles Phallische dient nur

dem einen Zwecke,

Leben in die Welt zu bringen,

die vom Tod umringt ist,

wie ein Schaf von Wölfen.

 

Darum töten wir, darum

essen wir, darum ficken wir,-

nur dem zu gehorchen,

was immer schon vor uns

war:

 

Wandelnde Nebel

aus Gas und Staub,

aus Laub und Mehl,

aus Leib und Seel.

 

Das Unheil nimmt

immer seinen Lauf,

das Unheil hat immer

einen Ritt, einen Riff!

 

 

Der Pferdekopfnebel im Sternenbild Orion, ca. 1500 Lichtjahre entfernt

 

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