Monatsarchiv: November 2017

Das kleine ABC der Materie – Antimaterie

Die Dialektik der Überzeugung

 

 

 

Die USA und ihre Intellektuellen ( Lullaby of Wars)

Norden gegen Süden,

Pioniere gegen Briten,

Puritaner gegen Juden,

Weiße gegen Schwarze,

Republikaner gegen Demokraten,

Law and Order gegen Freiheiten,

Reiche gegen Arme,

die Grauen gegen die Blauen,

der Bürger gegen den Staat,

die Saat gegen die Krähen…

 

ein endloser Loop, ein

stetiges Positionieren

im Wandel, ein Nachjustieren

an den Verlustraten,

ein Paradies ohne Frieden,

Weisheit und Erkenntnis,

aber überall hängen

Truthähne an den Bäumen.

 

Die Gegensätze sind

Gensätze

des Streites.

 

Um Blut zu schützen,

muß man Blut zeugen.

Um Blut zu spucken,

muß man Blut in den

Adern haben.

 

„Mama sing mir ein

Lied, bitte!“:

Maykäfer, flieg!
Erzeuger ist im Krieg.
Retorte steht im Niemandsland.

Niemandsland ist abgebrandt.

 

 

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Tschernoblüh und Fukuschiebmal

 

Der IndustriePark

Hier tickt es nicht richtig.

Verwaiste Plätze,

leere Häuser,

verrottete Straßen.

Wildwuchs,

Gestrüpp:

Siegeszug des Löwenzahns

und der Birke.

 

Man riecht nichts,

man schmeckt nichts,

man sieht nichts,

man hört nur das Ticken.

Mal schneller, mal langsamer.

 

MicroSievert hier………Rem da!

Ich staune,

wie unkompliziert Radioaktivität

ist.

 

Die Führerin sagt:

„Hier ist es gefährlich!

Hielten wir uns hier länger

als 10 Minuten auf,

müßten wir ins Krankenhaus.“

 

Wir gehen schnell weiter.

Ein Fuchs streift unseren

Weg.

Ich erwarte Godzilla um

die nächste Ecke biegen.

Aber es ist nur

ein verostetes

Kinderkarussell,

das mich erblickt,

als ich den Weg verlasse.

 

„Warten Sie, nicht da hin!“

 

 

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Illinois – State sovereignty, national union

„Wo die Freiheit ihre Geschäfte selbst zu führen vermag, wird sie Demokratie.“ ―John Dos Passos

 

Der typische Staat oder White Trash High-Quality

Wir fahren von Cairo/Ohio

die 57 nach Salem. Von

Salem queren wir nach

St.Louis, an den Mississippi,

um dann über die 55, an

Springfield vorbei,

nach Chicago zu kommen.

 

Ich schau auf den Lake Michigan

und fühl‘ mich wie Stephen Dedalus.

Evangeline sitzt auf dem Klo

des Campers und hält Monologe.

 

Dies ist wohl das Herz

der USA?

Eingeschnürrt in

eisernen Bändern.

Schlote und Boote,

Getute und Gehupe….

die gehörnten Ströme

der Mobilität.

 

„Wollen wie heute

Hochbahn fahren?“,

fragt sie mich über

das Klofenster.

 

„Ja wieso nicht!“

Ein schöner Standplatz

für zwei Nächte.

Gute Anbindung.

Ein Sixpack und zwei

flaschen Gin…

„Krypto-Nazis“ und

„schwule Säue“ fliegen

am Himmel über dem

alten Schlachthof.

So sieht er aus,

 

der Staat der rostigen Männer:

Städte, ölverschmierter Boxer,

Landkreise, vollgestaubter Halunken…

 

…is a hard town just to live

and a bloody country

for a young man.

 

Holmes führte

sein Hotel zur

Weltausstellung,

und das Museum

of Science and Industry

ist auch nicht weit weg

 

Ich werde mich

aufmachen, um meinen

Vater oder einen weisen

Mann zu finden,

oder besser gesagt,

irgendein Idol,

ein Held, der die

Welt überschaut.

 

Mehr kriegt man

nicht hin,

bei der Schnelllebigkeit

der Beliebigkeit.

 

Aus dem Klofenster

kommt wieder ihre

Stimme:

 

„Ich will aber zuerst

zur Buckingham Fountain!“-

„Nicht zum Joliet Correctional Center?“,

 

und ich lese grinsend weiter in

The Human Condition.

University Press, Chicago 1958

und erfreue mich

an ihrem verdutzten Schweigen.

 

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Die Soiree der Zuhälter

Hush a wild violet Hush a band of gold Hush you’re in a story I heard somebody told Tear the promise from my heart Tear my heart today You have found another Baby I must go away Hang down your head for sorrow Hang down your head for me Hang down your head tomorrow Hang down your head Marie Hush my love the rain now Hush my love was so true Hush my love a train now But it takes me away from you Hang down your head for sorrow Hang down your head for me Hang down your head tomorrow Hang down your head Marie

 

Wir schauen zu!

Und machen nie mit.

Und machen nichts aus.

Und machen gar nichts.

 

Wir haben aus unserem Leben

nix gemacht

und nur alle anderen enttäuscht.

Wir klatschen Beifall,

Ausländer, Kohlehydrate,

Eiweiß, Fett, Plakate und

andere Gangs.

 

Sie machen unsere Kinder

kalt,

sie machen unsere Frauen

kalt.

Nur sie, sie nötigen uns zu Applaus.

 

Wir stehen moralisch,

menschlich und verstandesmäßig

niedriger als sie.

Sie erzählen uns das täglich.

 

Unsere Ursachen sind

nicht ihre Wirkungen,

aber ihre Verursachungen

bewirken was bei uns.

 

Sie regieren unanständig,

sophistisch,

und wir werden dafür

gehängt,

die alten Strippenzieher.

 

 

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(K)alter After – Prosit, Dead NATO!

Die Intendantin der Schmierenkomödie

 

Die Schreibtischtäter

Sie schicken nicht ihre

Kinder in den Krieg.

Sie schicken Entbehrbare

in die Kasernen.

 

Sie ordinieren,

produzieren,

exekutieren

und kategorisieren.

 

Das Berufsrisiko

ist ihnen fremd.

Der Tag der Freiheit,

ein Synonym.

Sie werden für ihre

Befehle nie verurteilt.

 

Ach, wie traurig,

wir sind

der Tag,

und sie schüren

unsere Nacht.

 

 

Einer, der die Schmierenkomödie beendet:

 

Viele, die an die Schmierenkomödie glauben:

 

 

 

 

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Das iranische Monster und sein amerikanisches Idol ?

Im Namen der Freiheit

 

Monster

Es gibt Monster.

Nicht aus sich heraus.

Wir erzeugen sie

täglich im Namen

der Freiheit.

 

Die Freiheit,

vergewaltigt in

abstrusen Hirnen,

rennt beschämt

vom Menschen

fort.

 

Renn‘ Freiheit,

rette Dich!

 

Wir regen uns auf,

wenn Menschen

durch Krieg

und Unfällen

versehrt werden,

aber wir unterstützen

jedes

Alleinstellungsmerkmal,

auch wenn

es jeder angemessenen

Form der Ästhetik

widerspricht?

 

Aber vielleicht ist

es ja so,

daß

wir das Monster

der Freiheit in

uns entfesseln müssen,

um zu begreifen,

daß Freiheit alleine

nicht glücklicher,

schöner, reicher,

klüger macht,

sondern entstellt.

 

Sieg heil!

Was für ein Monster erst,

daß alles nur

spielt,

um der Aumerksamkeit

willen!

Bieg steil!

 

Was für ein Monster,

das nicht unsere Körper,

sondern unserer

Seelen Aufmerksamkeit

frißt!

Über Geschmack läßt sich nicht schweigen.

 

 

Alles nur Photoshop?

 

 

Alles nur OpOpOp?

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Personenmine Claymore

effizient, geräuscharm

 

Besser arm dran, als Arm ab

Vor Jahren war

ich auf dem Sinai tauchen.

 

Irgendwo in einem

kleinen Nest zwischen

Dahab und Nuweiba.

 

In einer versteckten Bucht

hatte jemand

eine Schnorchelbasis

aufgebaut und Bambushütten

an die Felsenwand gestellt.

 

Also machte ich Zwischehalt,

um das Plätzchen

zu erkunden.

 

Ein ehemaliger

deutscher Kampfschwimmer

leitete die Basis

und seine Frau führte mich rum.

 

Ich mietete mich für eine

Nacht ein und erforschte

das Hausriff.

 

Etwas weiter draußen

fiel die seichte Bucht

steil ab.

Ich sah tief unten ein

Wrack.

 

Am Rand des Kraters

fand ich eine

überwucherte Metallkiste.

Ich lockerte sie und brachte

zum Strand.

 

Der Kampfschwimmer

und sein amerikanischer

Freund waren erstaunt,

als ich mit der Kiste,

wie Poseidon persönlich,

aus dem Wasser kam,

und sie halfen mir,

die Kiste an Land zu schleppen.

 

Wir öffneten sie gemeinsam

und fanden Claymore Minen

darin.

 

Der Ami lachte:“ Die hab ich

in Vietnam zu hunderten

versteckt!“

 

Ich lacht und erwiderte:

„Und ich hab sie jetzt

gefunden!“

 

Der Deutsche sagte

humorlos flach:

„Bloß verschwinden lassen,

sonst gibts Ärger mit der

Touristenpolizei!“

 

 

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Der Baum der Schwerelosigkeit

 

 

 

Baobab

Ich liege unterm größten Baobab

und lach‘ mich über die Krone schlapp.

 

Wieso wächst ein Baum mit den Wurzeln nach oben?

Wieso hat er den mächtigsten Stamm, aber kaum Blätter?

 

Als man mich in den Schulpausen zu Boden

drückte, ging es mir auch nicht besser!

 

D’rum lieg‘ ich unterm größten Baobab

und lache mich über mich selber schlapp.

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Glyphosat oder Regierungswechsel

Die Reichen suchen Verbrüderung mit dem Adel; und die von edler Geburt trachten danach, sich mit dem Vermögen zu vermählen; doch die einen verachten stets die anderen. Khalil Gibran (1883 – 1931),

 

An die Macht (Agonie ist Dein Triumph)

Wenn es Jamaika gegeben hätte,

hätte der CSU- Landwirtschaftsminister

auch noch für Glyphosat gestimmt?

 

Bevor die „Neue Regierung“ kommt,

werden noch alle Altlasten mal eben

schnell zum Wohle der Investoren durchgewunken?

 

Wie funktioniert Politik, dass sich meist

das Schlechtere zum Schaden des Besseren

an Entscheidungsträgern vorbei durchsetzt?

 

Wie kommt es immer wieder zu milliarden

schweren Schäden an Volksvermögen und

Volksgesundheit im Namen der Geschäftsordnung?

 

Warum jagen wir Unternehmen und Unternehmer,

anstatt diejenigen, die diese Katastrophen immer

und immer wieder im Namen des Volkes ermöglichen?

 

Repräsentative Demokratie ist die nutzvolle Hingabe

des Volkswillen zum Wohle investorischer Ziele im

Namen der Vollbeschäftigung und des Wohlstandes?

 

Ich bin so müde, so müde bin ich.

 

 

 

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Der Wellenstiger

 

Die Liebe der Hybriden ( Wie bricht man Limericks?)

Ach, ich Reagenz, bin nur

aus Kunst geboren.

Es war kein Lenz, der mich

ließ frei und ungeschoren.

 

Bin ich des Dreckes Tier,

daß sich im Sumpfe windet?

Geh‘ auf Beinen vier!

Welch‘ Weibchen sich wohl bindet?

 

Nein, in Retorten kommen wir zur Welt!

Kein Liebesspiel uns hindert.

Kein Mensch zu Mensch sich mehr gesellt,

Tiger vögeln keine Rinder!

 

 

 

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