Les soldat perdu – de Verdun à Dien Bien Phu

Der Laufbursche, von Kolonialwarenhändlern geschickt, um die Rechnung vorzulegen.

Kalotten im Geröll (Totenruhe)

Stehst du auch auf einem Berg

von Schädeldächern, geh‘ weiter!

Gehst du über Gebeine, sie alle berg‘,

die deinen, die seinen, mach‘ weiter!

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Dreh‘ dich nicht um, schau‘ nicht

unter dir , pfeif‘ ein Lied, sei heiter.

Schicht für Schicht öffnet sich Sicht.

Im Sieb finden sich Fingerknöchelchen,

die hüpfen so lustig auf dem Gitter.

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Reste Stoff, mürb‘ von Schlamm und Frost.

Zähne tanzen auch im Zink-Schäufelchen;

dazwischen, ein Blinken, etwas von Flitter.

Eine Granatenkartusche? Vorsicht! Lost?

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Grab‘ weiter, such‘ die Hundemarke;

Nachklang einer Existenz aus Lehm

zu Lehm gegeben, rostend. Starke

Chiffren-Vergangenheit, zu lesen bequem:

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Blutgruppen, Datum der Geburt.Tag des Fallen‘

im Sinn gehabt,- so rechnet´s sich schön:

Bluttruppen im Wiegen des Kessels Hallen.

Gib ihnen Namen, die nie Namen gehabt,

zeig‘ der Welt im Graben einen Sinn zu retten.

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Kinn! Wie Hass entstellt! Zwischen Polstern

aus Moos und Gras liegt es sich recht. Schab‘

den gelben Matsch von Koppeln und Holstern:

Gebrochen, den Schlaf, um Ewigkeit umzubetten.

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Wenn Tote ruh’n, dann töten sie nicht im Lauf;

Geh‘ ruhig weiter, paß‘ auf alte Kaliber auf,

tritt nicht in Mi(e)nen, oder tritt sachte d’rauf!

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Französischer Originaltext Deutsche Übersetzung
Allons enfants de la Patrie,
Le jour de gloire est arrivé!
Contre nous de la tyrannie,
L’étendard sanglant est levé.(2x)
Entendez-vous dans les campagnes
Mugir ces féroces soldats?
Ils viennent jusque dans vos bras
Egorger vos fils, vos compagnes.
Auf, Kinder des Vaterlands!
Der Tag des Ruhms ist da.
Gegen uns wurde der Tyrannei
Blutiges Banner erhoben. (2 x)
Hört ihr im Land
Das Brüllen der grausamen Krieger?
Sie rücken uns auf den Leib,
Eure Söhne, Eure Ehefrauen zu köpfen!
Refrain:
Aux armes, citoyens,
Formez vos bataillons,
Marchons, marchons!
Qu’un sang impur
Abreuve nos sillons!

 

(bis)
Refrain:
Zu den Waffen, Bürger!
Schließt die Reihen,
Vorwärts, marschieren wir!
Das unreine Blut
tränke unserer Äcker Furchen!

 

(wiederholen)

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