Idaho – Esto perpetua

„coming events cast their shadows before“ Thomas Campbel

 

 

 

 

Axios! (ἄξιος)

 

Wir sahen die Fälle,

die Bitterrange und

wollen etwas Ruhe

finden am Priest Lake.

 

Wir pflücken huckleberries

immer mit einem Blick

auf den Lions creek.

 

Wahrscheinlich waren

auch ein paar andere Beeren

darunter, denn Evangeline

will mir immer das Licht

auf den Bergen zeigen, aber

ich seh nichts, als eine blasse

orangefarbene Sonne, die über dem

dunkelblauen Spiegel des Sees untergeht.

Unbegreiflich!

 

Eingehüllt in dieser sterbenden Aura

gesteht sie mir, dass sie mich liebt.

Miss Tinasky liebt mich – ich könnte kotzen.

Seit dem Park der gelben Steine war

sie schon so unangenehm zutraulich.

 

Irgendetwas kündigt sich an,

ich weiß nur nicht was?

 

Als wir zurück beim Camper

sind, sehe ich etwas großes,

dunkelhaariges an der Wagentür

herumhantieren. Um Himmels

Willen, ein Bär?  Wir halten uns

zurück. Es dreht sich um und

verschwindet auf zwei Beinen in den Wald.

 

Ich packe die Pfanne am Stiel,

die am erloschenen Lagerfeuer

liegt und umrunde den Camper;

nichts, verschwunden.

 

Wir zünden das Lagerfeuer

wieder an, ganz groß, und ich

halte es die Nacht über am

Brennen, während sie

im Camper schläft.

 

Sie weckt mich mit einem

intensiven Kuß.

Was ist los?

Beerenkauend wiederholt

sie immer wieder lachend:

„Ich habe bigfoot gesehen….

ich durfte bigfoot sehen!“

 

Ich steige in den Camper

und trinke auf dem

Fahrersitz

Orangensaft;

ich sah nur einen Bären.

Ich wünschte, ich hätte einen

Shoshonen gesehen!

 

 

„Wir sind komisch. Wir alle sind komisch. Wir leben in einer komischen Zeit. Umso schlimmer es wird umso komischer werden wir.“ William Gaddis

 

 

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