Alaska – North to the Future


Selbst der Schmerz, den man für unvergänglich hält, dass selbst er eines Tages vergeht und verweht.
Jack London

 

Alaska Kid – Aussteiger modern

 

Am Chilkoot Pass verschwimmen

Grenzen;

am White Pass gibts kein Wächter!

Spechte ficken in den Schwarz-Fichten.

 

Verwundeter Mensch ist in

Wildnis

unberechenbar, unvergleichlich,

ohne Instant-Kaffee und Trockenei.

 

Hier entscheidet nur Wille,

Körper

ist Hö(h)llenfrost ausgeliefert!

Sonderanfertigung des Rucksacks

ermöglicht sogar Toilettenpapier mitzunehmen.

 

Natur und Kultur im Fluß

menschlicher Tiere

in tierischen Menschen,

semipermeabel.

Stopp doch Kolonne,

wenn Du kannst, Du Wolf!

Hose wie Jacke im Wind, Sonnengläser

und Petroleumkocher-Glucksen.

Evangeline schminkt sich die Lippen.

 

Zwischen Juni und August

wird ´s hier nicht mehr

Nacht; dann kommen sie

und graben im Permafrost.

Lachse wandern

Flüsse hinauf, noch. Und

alles ist On Tour, On Air, ontologisch.

 

Trecker baumlen an Eliaskette, naher

Fehltritt zum Schöpfer,

Auszehrung ist zweiter Name:

 

Dead Horse Trail,

Poormans Route,

Golden Stairs!

Gefriergetrocknete Erbsen

im Easy-Pack.

 

Was bürden sich Menschen

nicht alles auf, aus Liebe,

was erst nicht alles aus Gier?

Geodätische Kuppel-Zelte für Nordgesichter.

 

Niemand will arm sterben,

unter Brücken und in Pappe.

Da oben gibts noch Gold

und Mittsommernacht zuhauf;

 

Tágà Shäws Mutterader

der Erdmutter wurde nie

gefunden, viele Nebenflüsse

nicht geschürft. Weisse Rinne

unter Schichten: Schickt

doch Arme zu den

Grizzlies und Karibus, auf

dass Fetttöpfe glänzen.

 

Heute mit Schlafsack

und atmungsaktiver

Daunenjacke ist´s

ein kalkulierbares Abenteuer.

Come into the wild!

 

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