Lousiana – Union, Justice, and Confidence

Kaltes Sperma

Das Delta – Laisse le bon temps rouler

 

Die junge Creolin,

verträumt  sitzt

sie am Bug und reibt

sich Sheabutter auf

Oberarme und Hals,-

Ob sie von Akadien

träumt? Von weißen

Segeln der Überfahrt?

Die großen Ringe

in ihren Ohren,

Erinnerungen an schlechtere

Zeiten?

 

In dieser feuchten Hitze

kühlt nicht mal Eis, selbst

wenn man es direkt auf

die Haut packt, ohne Lappen.

Der Fahrtwind ist zum

Anfassen dicht, Wasserlinsenteppiche,

dick, wie geschnitten Brot.

Das Labyrinth der Biegungen

ist sich selbst genug.

Dazwischen

Hyazinthen, wie Küsse!

 

Feenhaar hängt herab

von den Sumpf-Pinien,

die gekippt aus den

Schwemmböden ragen.

 

Einst schnitt er ihr

das Haar vom

erschlagenen Haupt

und hing es in die Bäume,

damit der Wind wehklage

vom Verlust der Liebe

durch den Krieg.

 

Am Anleger:

Sedimente, Salz und Krebse;

unsagbar schön,

unnahbar, Evangeline

im tropfenden Bayou-Bikini;

 

schwarze Wässer, ohne Tiefe,

grundlos, wie das Treiben

der Wasservögel. Die

Seen und Lagunen voller

Fisch und ewigem Getier.

Woher hatte Jefferson

wohl die 15 Mio Dollar her?

Das schwüle Milieu

erfordert kaltblütigere

Gemüter als mich!

 

Ich rieche das Gumbo auf

meinem Pausen-Teller und genieße

die kalte Natchez-Coke.

Wenn jetzt noch jemand

Jazz spielen würde,

flössen mir Tränen in die Augen.

*

*

*

*

Lyrics:

I feel so bad I’ve got a worried mind
I’m so lonesome all the time
Since I left my baby behind on Blue Bayou

Saving nickels, saving dimes, working ‚till the sun don’t shine
Looking forward to happier times on Blue Bayou
I’m going back some day come what may to Blue Bayou
Where you sleep all day and the catfish play on Blue Bayou

All those fishing boats with their sails afloat If I could only see
That familiar sunrise through sleepy eyes, how happy I’d be

Go to see my baby again
And to be with some of my friends
Maybe I’d be happy then on Blue Bayou

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer indianischen Legende ist Louisianamoos das Haar einer Prinzessin, die am Tage ihrer Hochzeit von Feinden getötet wurde. Der trauernde Bräutigam soll es abgeschnitten und in einen Baum gehängt haben. Der Wind trug das Haar fort und verteilte es so über das ganze Land.

 

 

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