Das Personal der Eliten -Der Klassenkampf von oben- Laswell-Formel

Schattenbild mit Dame

Tue der Starke, was er könne und erleide der Schwache, was er müsse.

 

Schach-Mad (Melos)

 

Thukydides sang über die Schafe.

Der Hirte hütet vor der Bärenhöhle.

Wer hat das Wohl der Lämmer im Sinn?

Wem gehört die Herde?

Unmündiges Mähen, warten

auf den Schlachter Alkibiades?

 

Seit Abraham…seit Gilgamesh…

wer opfert den Göttern,

dem großen Baal?

Wir sind nicht im Besitz der

Freiheit, wir werden nur mit

der Wut sie zu verteidigen geboren?

 

Das Blut der Revolution

wäscht man ab,

mit der Illusion von Freiheit?

 

Rechtfertige und entleere die

Wut, halte sie in Zügel.

Wer die Wut nicht bekämpft,

sondern sie zu nutzen weiß, der

bewegt die Welt, der ordnet das

Recht am Leben zu bleiben.

 

Das Ende des Spiels ist

schon festgelegt, ohne Ausweg,

ohne Chance?

 

Sind die Lämmer schon gesetzt?

Rien ne va plus?

Bald! Bald! Bald!

 

5,84,1) Im nächstfolgenden Sommer kam Alkibiades mit 20 Schiffen nach Argos und nahm hier diejenigen Argeier, welche noch verdächtig zu sein und es mit den Lakedämoniern zu halten schienen, fest; 300 an der Zahl, worauf die Athener sie auf den ihnen unterworfenen benachbarten Inseln in Verwahrung gaben.

Demnächst unternahmen die Athener einen Zug gegen die Insel Melos mit 30 eigenen, 6 chiischen und 2 lesbischen Schiffen, so wie mit 1200 Hopliten aus ihrer eigenen Bürgerschaft, 300 Bogenschützen zu Fuß und 20 zu Pferde, ebenso 1500 Hopliten von den Bundesgenossen, insbesondere denen auf den Inseln.

(2) Die Melier aber sind eine Kolonie der Lakedämonier und wollten sich nicht gleich den übrigen Inselbewohnern Athen unterwerfen, sondern blieben anfangs ruhig, indem sie sich zu keiner der beiden Parteien hielten; dann aber gerieten sie, da die Athener sie durch Verwüstung ihres Landes mit Gewalt zwingen wollten, in offenen Krieg.

(3) Die Feldherrn Kleomedes, der Sohn des Lykomedes, und Teisias, der Sohn des Teisimachos, bezogen daher mit jener Truppenmacht ein Lager auf ihrer Insel. Bevor sie jedoch an ihrem Land eine Gewalt verübten, schickten sie zuvor Gesandte, welche mit ihnen in Unterhandlung treten sollten.

Die Melier ließen diese nicht vor das Volk, sondern befahlen ihnen vor den Behörden und den Oligarchen vorzutragen, weshalb sie gekommen seien. Die Gesandten der Athener sprachen hier folgendermaßen:

(85) „Unsere Rede richtet sich nicht an das Volk, damit nicht die große Menge durch einen zusammenhängenden Vortrag, wenn sie ein für allemal von uns verlockende und unwiderlegliche Dinge hört, verführt werde; denn dies, denken wir, will das besagen, dass ihr uns vor eine oligarchische Versammlung führt. Wohl, so wählt ihr, die ihr hier versammelt seid, einen noch sichereren Weg:

Entscheidet Punkt für Punkt, entscheidet auch ihr nicht in einer langen Rede, sondern nehmt, wenn euch etwas nicht angemessen scheint, was wir sagen, sogleich das Wort und sprecht darüber eure Ansicht aus. Zunächst nun sagt, ob ihr mit unserem Vorschlag einverstanden seid!

Die Abgeordneten der Melier erwiderten hierauf:
„Gegen die Billigkeit des Vorschlags, uns einander in Ruhe zu belehren, lässt sich nichts einwenden; der Krieg aber, welcher bereits gegenwärtig ist und nicht aus der Ferne droht, steht damit offenbar in Widerspruch. Denn wir sehen, dass ihr selbst als Richter über das, was gesagt wir, da seid, und dass das Ende der Rede nach aller Wahrscheinlichkeit uns, wenn unsere gerechte Sache siegt und wir deshalb nicht nachgeben, Krieg, wenn wir aber nachgeben, Knechtschaft bringt.

 

bigpig

 

 

 

 

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