“Let us leave theories there and return to here’s hear.” ― James Joyce

Abblühen

Abblühen

 

 

Strohfeuer oder Lyrik in den Froster (ein Gespräch mit Marc Anton)

 

Nähe brennt heisser.

Schneller kommt das Ende.

„Halt Dich fern von Ihr!“-

mein kluger Caesar,

alter Freund -„Du bist das

Stroh und sie nur die Flamme,

die sich nähren will!“

 

Ich hörte nicht auf ihn.

Wir waren uns so ähnlich.

Ich wollte dieses Feuer,

weil mir kalt war, in jenem Winter.

„Hormone, laß es!“- schrie er mich an,

als wäre ich in Ohmacht gefallen.

Wir waren uns eben nur ähnlich!

 

Ich bezahlte den Preis eines

Waldbrandes und stand am Ende

verkohlt in der Ecke beim Kühlschrank:

Ein Bier nach dem anderen.

 

„Hab ichs Dir nicht gesagt!“- er juckte

sich am Kinn, und ich kratze mich

hinterm Ohr; ich wollte nicht hören.

 

Ich kramte meine Bukowsky-Bibel

aus meiner Jackentasche und schwor

mir, nie wieder rhythmisch zu sein,

nie wieder zu reimen, für eine Frau.

Nie wieder Verse pfeilen, keine Bilder

aus leeren Bierdosen mehr aufstellen.

 

Und ich bin gut damit gefahren,

bellum gallicum!

 

 

 

Buckle-shell

 

Hätte ein

Hai sie gefressen,

bevor sie aus dem

Schaum des Meeres

stieg,

wäre

der Menschheit

eine Menge Einbildung

erspart geblieben,

in jeglicher Hinsicht.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein, Amour fou, Beziehungsgewalt, Borderline, Buddhismus, Popkultur, Pornograpie, sexueller Mißbrauch, ZEN

Kommentar verfassen