Monatsarchiv: Oktober 2016

Die Raute der Macht

 

Godfathers Goodfellas

 

Gutgläubig sind sie!

Vertrauen Titeln,

akademischen Versprechungen

und schönen Sentenzen.

Gutgläubig sind sie.

 

Kuhäugige, blauäugige Konzilianz.

Sie vertrauen ihr.

Den ständigen Wiederholungen,

wie christliche Litanei

und gottgewollte Hierarchie.

Das bindet, schafft Wohlwollen,

hebt die Stimmung.

 

Jetzt sollens Blockflötenmusik

und Weihnachtslieder richten.

Doch der Leib Christi blutet,

wie eine Hostie aus Neapel.

Ablässe, Anlässe,- Tagelöhner.

 

Und wenn an den Fassaden

die Feiern und Prozessionen

stattfinden, können in den Kellern

die Foltereien weitergehen.

 

Sie glauben, der Inquisitorin,

alles, was sie sagt und nicht tut.

Das Heer der Gläubigen

ist in jeder Organisation dasselbe.

 

 

Am Recht vorbei

Am Recht vorbei

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„Islamophobie“ oder wie Kampfbegriffe entstehen

Ja, ja, die falschen Propheten

Ja, ja, die falschen Propheten

 

 

Das stinkt zum Himmel

Michel Houellebecq:„Eine durchschnittliche Interpretation des Koran führt keineswegs zum Dschihadismus. Um den Koran so zu deuten, muss man schon sehr unredlich, sehr unanständig sein“

Heute, beim Morgengebet,

landete ein kleines UFO

auf seinem Gebetsteppich.

 

Er erschrak und sprach es an.

Es begrüßte ihn und nannte

sich Erzengel Gabriel.

Darauhin rülpste das Kamel nebenan.

 

Er bat um Vergebung und das

UFO erzählte ihm, daß er

eine Aufgabe habe: Der Welt

eine neue Religion zu bringen.

 

Daraufhin nahm das UfO ihn

mit, bis nach Jerusalem

und zeigte ihm auch die Säulen

der Schöpfung im Adlernebel.

 

Da er Analphabet ist,

schenkte das UFO ihm

die Gabe der Prophetie

und des Visionensehens.

 

Allahu Akbar!

 

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Huch, Calais brennt!

Sturm im Wasserglas

Sturm im Wasserglas

 

1066

Das  Heer der Armen

klopft an Deine Tore,

feiges Europa.

 

Du fischt Ihnen die Gründe

leer, entsorgst Deinen Müll

bei Ihnen, ziehst sie über den

Tisch mit Öl, Koltan und Kakao

und fragst Dich, warum sie nun

vor Deinen faulenden Toren stehen?

 

Noch bitten sie nur um Einlaß.

Noch sind sie zu schwach,

um auf Deinem Boden zu

wachsen.Zurück können

sie nicht mehr, denn Du überziehst

ihre Heimaten mit Krieg, Hunger und Giften.

Aber sie pflanzten einen

„Dschungel“ und das beunruhigt

Dich, altes Europa.

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Neoliberalismus: olib alis mus neo liber

unerhörte Beschwerde

unerhörte Beschwerde

 

 

 

Columbus

Columbus suchte einst die Küste.
Rings um ihn gab’s nur Wasserwüste.
Er fuhr dort wochenlang herum
Und irgendwann wurd’s ihm zu dumm.
Es war halt gar kein Land zu sehen
D’rum wollte er schon wieder gehen.
Da rief – ganz hinten – ein Indianer:
„Kannst rüberkomm’, hier wohnt schon Aaner“.
Das hat den Christoph überrascht,
So gern hätt’ ER den Ruhm erhascht.
Damit zu Hause keiner spottet
Hat er ihn ganz schnell ausgerottet. (Robert Gernhardt)

 

Williges, billiges Elend

 

Hinter jedem Lächeln lauert

der Verrat. Auch über Küsse

machte uns Judas schlauer:

Schließe nie vom Gesicht auf Füße.

 

 

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Sie schneiden den Christen die Testikel ab

Verstümmelte Christen in Mossul

Verstümmelte Christen in Mossul

 

 

Anything goes

Den sauberen Krieg,

den fairen Krieg,

der ehrenvoll ist,

weil er für die gute Sache ist,

diesen Heiligen Krieg

gibt es nicht.

 

Nicht

im Westen,

Osten, Norden

oder Süden.

 

Jeder Krieg artet

aus, irgendwann.

Und nur die mit den

besseren Nerven,

nur die, die nichts zu

verlieren haben,

nur die, die Grausamkeiten

so beherrschen,

daß sie nicht ihnen zur

zweiten Heimat werden,

nur die werden gewinnen.

 

Die  blauweisroten Fahnen

des imperium americanum

wehen, wo sie wollen,

nur so lange genügend

Kraftstoff fließt.

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Revolution, Weltherrschaft und Kartoffelsalat

Gute Gründe das System zu hassen

Gute Gründe das System zu hassen

 

 

Überleben müssen

Die Flagellanten singen:

Wir müssen sterben.

Der geketzte Tag neigt

sich zu seinem Ende.

Die Engel steigen herab,

die Gräber öffnen sich;

es wird ein unheimlicher Tag sein.

 

Ein Tag, an dem die Ausweglosen

endlich Hand an sich legen, anstatt

den Mitmenschen auf die Nerven

zu gehen.

 

Wir müssen aufstehen,

damit wir uns alle hören.

Und im rasselnden Jubel

des Mobs  werden wir sie

wieder verbrennen:

 

Diese unsägliche Macht

des Weiblichen, die uns

für den Nestbau im

Hamsterrad laufen läßt,

mit der Peitsche zwischen

den Beinen:

Laudator ab his, culpator ab illis

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Beatnicks Day – Jack Kerouac 21.10.1969

 

 

“A pain stabbed my heart as it did every time I saw a girl I loved who was going the opposite direction in this too-big world”

“A pain stabbed my heart as it did every time I saw a girl I loved who was going the opposite direction in this too-big world”

 

My soul rolls over, little “Guainumbis“ 

 

“If they can get you asking the wrong questions, they don’t have to worry about answers.”
― Thomas Pynchon, Gravity’s Rainbow

 

Das erdachte Mittelalter hinter uns,

auch die rotierende Aufklärung

und die melnacholische Moderne.

 

Ich bin so dankbar,

auch ohne Altar und Götzenbild,

dem Kolibri vor meinem Fenster,

der die letzten Orchideen küßt,

bevor die Sägen singen und Kains

Rauchopfer zum Himmel steigt,

im Lichte metallischen Blaus

schimmern zu sehen.

 

Die Kathedralen des Paranußbaumes

stehen nicht mehr,

und keine Sonntagsgesänge

der Naturkinder dringen mehr

durch das Dickicht.

 

Die Welt wandelt sich

und mein früher Tod wird

den Wandel mir nur als

Vernichtung erscheinen lassen.

 

In dieser Zeit,

die nicht die meine ist,

wächst alles langsamer,

als man es zerstören kann.

 

So sind die Flüsse:

Sie springen über die Felsen,

unterspülen die Wurzeln

und meine Tränen reissen

sie fort, in den Orcus

der Auflösung:

Das metallische Blau des Ozeans.

 

 

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Weissagung der Cree

 

 

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Wir sind auf dem Weg oder Kriegsindex (alte gegen junge Männer) oder Lebenskampf ist Tatsache

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Migration forever

Das Wandern ist des Hungers Lust,
das Wandern.
Das muß ein fauler Sklave sein,
dem niemals fiel das Wandern ein,
das Wandern.

Auf´m Wasser haben wir’s gelernt,
auf´m Wasser:
Wer hat nicht Rast bei Tag und Nacht,
ist stets auf Wanderschaft bedacht,
auf´m Wasser?

Das sehn wir auch den Migranten an,
den Migranten:
Die gar nicht gerne stille stehn,
die sich am Tag nicht müde gehn,
die Migranten.

Die Gerippe selbst, so schwer nicht sind,
die Gerippe,
sie tanzen mit den muntern Reih’n
und wollen gar noch schneller sein,
die Gerippe.

O Wandern, Wandern meine Lust,
o Wandern!
Herr Meister, o mein großer Tod,
laß mich in Frieden weiter fort
und wandern.

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Offline – ohne Verbindung

Der Geist der Freiheit weht immer woanders

Der Geist der Freiheit weht immer woanders

 

 

Zorro oder der Bürger ohne Rechte

 

Er könnte eine Wahl beeinflussen,

also weg mit ihm.

Verbannen wir sie alle,

diese maskierten, anonymen

Helden des Volkes,

in Botschaften,

nach Sibirien,

in den Transitbereich

von Flughäfen im Nigendwo,

nach Kubas letzten besetzten Friedhof,

am besten ins All,

auf ein ausrangiertes Skylab.

 

Aber gebt ihnen keine Anschlüssse mehr,

laßt sie offline sein,

sonst nehmen sie sich die Freiheit,

mit echten Informationen

unsere Wahlen zu beinflussen.

 

Der Kühlschrank war eine

Erfindung, die den Haushalt

konservierte.

Das Auto war eine Erfindung,

die den Haushalt bewegte.

Das Internet ist eine Erfindung,

die nichts mehr in den

Schubladen der Haushalte

verbergen läßt.

 

Die Pfeiffen,

die alles verraten,

sind Spatzen auf den

Dächern, die längst nur noch

das bestätigen, was alle schon

längst wissen.

Wir werden beherrscht,

um unsere Haushalte zu plündern.

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Der ewige Jott, der endliche Jud

Ich habe Dinge gesehen

Daseinsfluch: „»sie haben Dinge gesehen, die andere nicht sehen«, – gewiß! und dies sollte uns vorsichtig gegen sie stimmen, aber nicht gläubig!“ Morgenröte, 66

 

Falsche Rede, richtiger Sinn

 

Tätervölker gibt es viele:

Jeder der einen Krieg vom Zaun bricht,

ist ein Kriegsverbrecher.

Ich kenne keine heiligen Kriege,

auch nicht, wenn Engel in Mossul

einmarschieren würden.

 

Ihr habt den Sinn von Frieden nicht verstanden,

warum auch, die Roten ,Schwarzen , Brauen, Grünen

biegen sich doch

in Schaltpositionen das Recht so zurecht, wie sies

gerade brauchen.

Proporz, großes Kotzen allerweit.

 

Wer Schweigen gebietet,

der Achtung der Toten

zu huldigen, vergißt, das neue

Tatsachen alte Wahrheiten

überollen.

Wie Ketten eines T34

frisch gefallenen Schnee.

 

Wir haben die Gaskammer nie verlassen,

das Feuer ist in den Krematorien

immer noch am Brennen.

 

Ihr seht nur nicht hin,

weil Ihr glaubt,

Ihr könntet die Höllen,

in denen Wir leben schönbeten! Shalom!

 

1 Beim Herrn finde ich Zuflucht. Wie könnt ihr mir sagen: «In die Berge flieh wie ein Vogel»?1

Schon spannen die Frevler den Bogen, sie legen den Pfeil auf die Sehne, um aus dem Dunkel zu treffen die Menschen mit redlichem Herzen.

Gerät alles ins Wanken, was kann da der Gerechte noch tun?2

Der Herr weilt in seinem heiligen Tempel, der Thron des Herrn ist im Himmel. Seine Augen schauen herab, seine Blicke prüfen die Menschen.

Der Herr prüft Gerechte und Frevler; wer Gewalttat liebt, den hasst er aus tiefster Seele.

Auf die Frevler lasse er Feuer und Schwefel regnen; sengender Wind sei ihr Anteil.3

Denn der Herr ist gerecht, er liebt gerechte Taten; wer rechtschaffen ist, darf sein Angesicht schauen.

 

 

 

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