Das moralische Gen oder es gibt kein Hitler-Neuron

Hier steh´ ich und kann nicht anders!

Hier steh´ ich und kann nicht anders!

Das moralische Mem als Widerspruch formuliert

für meinen geliebten Rainer Maria Rilke,

in Dankbarkeit dafür, daß er das Unsägliche (dass es keine Soziopathen, sondern nur soziopathische Erziehung gibt) gesagt hat!

Seit wir Menschen erkannt haben, dass wir Tiere sind, haben wir die Frage nach der Schuld verworfen. „Das moralische Tier“ in uns sitzt in der Falle.
Die Gemeinschaft sichert nur in bestimmten Rahmen die Existenz. Die Existenz kann aber jeder Zeit in Frage gestellt werden. Der Zwang, sozial sein zu müssen, als kooperativ aus sich selber heraus sein zu können, führt zur Diktatur der Einsichtsfähigkeit.
Da das „Tier“ unter allen Umständen lustoll überleben will, die „Moral“ aber  nur lustvolle Existenz unter bestimmten Umständen gewährt, kommt es zu einem inneren Konfikt zwischen sozialem Gehorsam und angeborener, hedonistischer Lebenssinnsuche: Stets von Gesetzen überwacht und eingeengt, strebt das Individdum nach Selbstverwirklichung und bedient sich der Lüge, um den sozialen Druck zu mildern. Dieses Verhalten brüskiert aber die Gemeinschaft, die die Existenz sichern soll, denn zur Sicherung der Existenz gehört die Ehrlichkeit, ohne die es kein Vertrauen gibt. Das „moralische Tier“ imitiert Wohlverhalten, da es eigentlich keine moralische Veranlagung in sich verspürt, die nicht durch Abrichtung, Zwang und Erziehung in  ihm angelegt sind. Es gibt kein Gen für Moral! Es gibt nur Meme der Moral, antrainiert in der Not des Konkurrenzkampfes, sozialfähig sein zu müssen, um überleben zu können.
In der Spannung zwischen Überleben um jeden blinden Preis und der Gewissheit, dass es keine Existenz in der Gemeinschaft ohne Vertrauen gibt, läuft das Individuum also immer wieder ad absurdum: Ich stehe hier und kann nicht anders und dafür schäme ich mich zu Tode. (Martin Luther ernst genommen!)

Dieses Dilemma nennen Satre und Camus im Gegensatz zu Seneca: „Aus der Natur herausgefallen sein“!

Homo est sociale animal et in commune genitus mundum et unam omnium domum spectat. (Seneca. De beneficiis 23,5)

MIT allen Augen sieht die Kreatur
das Offene. Nur unsre Augen sind
wie umgekehrt und ganz um sie gestellt
als Fallen, rings um ihren freien Ausgang.
Was draußen ist, wir wissens aus des Tiers
Antlitz allein; denn schon das frühe Kind
wenden wir um und zwingens, daß es rückwärts
Gestaltung sehe, nicht das Offne, das
im Tiergesicht so tief ist. Frei von Tod.
Ihn sehen wir allein; das freie Tier
hat seinen Untergang stets hinter sich
und vor sich Gott, und wenn es geht, so gehts
in Ewigkeit, so wie die Brunnen gehen. (Rilke, 8.Duineser Elegie)

Ein paar Unwahrheiten zum Subjektivismus Martin Luthers oder er erfand nicht die historisch-kritische Methode!

Ein paar Unsauberkeiten zum Subjektivismus der Soziopathie Martin Luthers oder: Er erfand nicht die historisch-kritische Methode!

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