Die Biester der Macht oder Mixed Cut XII

Bestiarium

Bestiarium

 

Die Kunst des Spiels des Fleisches oder Sleuth, the Hate!

 

Ausnahmslos schonungslos ist der

Aufschrei des #Hashes und #Tags.

Hinter Zeichen wird

#gebasht,

#geshitstormed,

#gelyncht,

#gerufmordet.

 

Das Leben, als endlose Scharade

des Spiels um Zeitvertreib:

Dem dreckigen Kohlenpottkumpel,

dem speckigen Jud zum Hohn.

Sie alle ertragen die Asche, diese Männer

von ganz unten, die auf Schlachtfeldern

weiblicher Ideale nach Territorium und Nestbau

geopfert werden,- die die Mädels von ganz

oben kübelweise über sie streuen.

Aschenes Haar, fahles Fleisch.

 

Egal,- es gibt nichts mehr zu verteidigen.

Alle Königreiche der Himmel

sind verdorrt. Jack hat seine Bohnen

verloren. Die Riesen dazzlen.

 

Schleimige, schmierige Verführer

von Weibern. Auch wenn man sie

nicht mehr liebt, will man sie

behalten. Setzen wir die Masken

auf, setzen wir sie auf, die billige

Machart des Makkaroniclowns.

 

Füchsinnen, Eselinnen und Säue

tanzen auf der Party: The Truman Show.

 

Das großartige Gebaren mit

Werten und Wertmaßstäben,

die erstunken und erlogen sind,

seit Jahrhunderten, wie ödet es

unsäglich an, in jedem Mond,

den sie vollbluten, in Meereslagunen.

 

Ich einnere nur noch den

Kaufmann von Venedig:

 

Fische mit zu ködern. Sättigt es sonst niemanden, so sättigt es doch meine Rache. Er hat mich beschimpft, mir ’ne halbe Million gehindert; meinen Verlust belacht, meinen Gewinn bespottet, mein Volk geschmäht, meinen Handel gekreuzt, meine Freunde verleitet, meine Feinde gehetzt. Und was hat er für Grund! Ich bin ein Jude. Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften? Mit derselben Speise genährt, mit denselben Waffen verletzt, denselben Krankheiten unterworfen, mit denselben Mitteln geheilt, gewärmt und gekältet von eben dem Winter und Sommer als ein Christ? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Sind wir euch in allen Dingen ähnlich, so wollen wir’s euch auch darin gleich tun. Wenn ein Jude einen Christen beleidigt, was ist seine Demut? Rache. Wenn ein Christ einen Juden beleidigt, was muß seine Geduld sein nach christlichem Vorbild? Nu, Rache. Die Bosheit, die ihr mich lehrt, die will ich ausüben, und es muß schlimm hergehen, oder ich will es meinen Meistern zuvortun.

 

 

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