Buddhaexpress oder Unsinn des überweltlichen Dharmas

 

Schwedenlea 111

 

Post für ein bescheuertes, metaphysisches Forum von Größenwahnsinnigen, die an den Übermenschen glauben.

Das ist mein kurzer Versuch, noch einmal die sprachliche Verwirrung, bzw.  die unheilsamen, falschen Ansichten, die bezüglich des „überweltlichen“  Dharmas und „absoluten“ Wahrheit bestehen, zu widerlegen und als nichtig darzustellen.

Es sind sprachliche Verwirrungen, in der Tat und nichts weiter, die zu solchen irrigen Auffassung von überweltlichem Dharma und absoluter Wahrheit führen.

Wie kommt es dazu?

Als Beispiel nehme ich Buddha und Nagarjuna, da sie parallel argumentieren. Ich lasse Fachwörter und Stellenbezüge (Zitate) beiseite, weil es doch nur zur rechthaberischen Fachsimpelei führen würden. Wer Belege will, kann sie sich von mir per mail geben lassen. Ich bin mir sicher, wer am überweltlichen Dharma und absoluter Wahrheit festhalten will, dem werden auch Belege nicht davon abhalten, die Sachverhalte zu verdrehen.

Der Vorgang der Verwirrung

  1. B. Und N. agrumentieren damit, dass es zwei Ansichten des Samsaras gibt. Eine Ansicht ist mit Anhaftung (mit Zwischenstationen), die andere ohne Anhaftung.
  2. Ansicht mit Anhaftung ist leidoll.
  3. Ansicht ohne Anhaftung ist leidlos, aber nicht ohne Leiderfahrung!

In manchen Übersetzungen und Kommentaren wird irrigerweise von Wahrheiten bzw. Welten oder sogar von zwei verschiedenen Dharmas gesprochen. Dieser Unsinn führte zur falschen und unheilsamen metaphysischen Ansicht, dass Ansicht ohne Anhaftung eine absolute, überweltliche Wahrheit ist. Was sie eben nicht ist, weil es um reine Einsicht und Erfahrung im rationalen Sinne geht!

Die Ansicht mit Anhaftung ist genauso wahr, wie die Ansicht ohne Anhaftung. Sie ist genauso ernst zu nehmen und genauso zu durchdringen. Denn der, der die Ansicht ohne Anhaftung praktiziert, hat sich stets zu prüfen, ob er sich nicht selber durch versteckte Anhaftungen(Stufenpraxis) täuscht..

Der katholische Begriff „überweltlich“ der von Augustinus geprägt wurde, hat nicht im geringsten etwas mit Ansichten ohne Anhaftung zu tun. Er führt zu einer völlig falschen Ansicht, die z.b. Zenbuddhisten mit den Begriffen „Soheit“ oder“Alltäglichkeit“ versuchen auszurotten! Ansichten ohne Anhaftung sind bereinigter Geisteszustand. Das Subjekt begreift sich als Teil des Ganzen und hat alle Wertungen beiseite geschoben.

Der aristotelische Begriff der „absoluten“ Wahrheit ist ebenfalls irreführend, weil Ansicht ohne Anhaftung ein stetiges, selbstkritisches Beobachten verlangt und zwar bestensfalls in Meditation oder in heilsamen Handlungen.

Metta soll eine Ausgleich verschaffen, zwischen denen, die Ansichten ohne Anhaftungen pflegen, zu denen, die nicht anderes können, als Ansichten mit Anhaftungen zu pflegen. Es ist das Mittel gegen spirituellen Größenwahn schlechthin. Es soll die Abgehobenheit der Ansichten ohne Anhaftung mildern, bzw, zwischen den Ansichten beider Gruppierungen vermitteln.

Und noch eins,- weil es  ganz einfach logisch ist: Mit einer absoluten, überweltlichen Wahrheit/Dharma wäre weder die Lehre von der „Totlosigkeit“ noch die Lehre vom „Bedingten Entstehen“ sinnvoll oder notwendig.

_()_ Namaste

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