Karnak

Ägypten 521

 

Tempel der Dämmerung

 

  1. Da, wo die Priester gingen, den Göttern zu huldigen, zu bemessen das Jahr der Steuern, zu pflegen die Kranken, zu balsamieren die Toten, zu empfangen die Bitten, für kleines Geld erbeten, da steh ich nun, in Mitten der Dämmerung und erwarte die Nacht, die gnädig mir ist, bis Morgengrauen.
  2. Sonne mir schwindet, Leben zerrinnt, in unendlichen Stunden, bis Licht mir gerinnt, zwischen den Lidern, um wacher zu sein, als zuvor ich gewesen. So träum ich heute vom besseren Morgen, der Erneuerung entgegen, der Toten entschwindend, mein  Glas halb voll oder leer?
  3. Generation zu Generationen schlürften vorbei, als Sklaven und Helden, Titanen und Blender, jeder ein Scherflein, jede ein Gut und gabens hier ab, zu bestellen das Schicksal, zu bemessen die Angst: Eine Nummer sicherer gehen, als der Tod im Leben, der uns im Tempel schon immer allen vorlag!

 

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