Monatsarchiv: August 2014

Matrix peu à peu

 

davidpsy

 

Wenn Du das Medium bist

 

Dein Display bist Du,

unmittelbar die 10000

Freunde auf Deiner

ANSICHTSSEITE.

*

Ich leike Dich,

du le (a)ichst mich.

Und niemand da,

wenn wir wirklich

bluten wie Tintenfässer.

*

Kein Abstand mehr

zu den anderen,

gezwungen sein zu widerlichem

Autismus: Tablet-Tabletten.

*

Das digitale Jammertal

wird über uns kommen,

wie die 7 Plagen: Vor

lauter identischer

Transparenz lösen wir

uns in Luft auf, wir Lügner!

Wir Dunsterzeuger und Nebelkerzen

der Schamlosigkeit.

 

 

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Eingeordnet unter Allgemein, Meditation

Karnak

Ägypten 521

 

Tempel der Dämmerung

 

  1. Da, wo die Priester gingen, den Göttern zu huldigen, zu bemessen das Jahr der Steuern, zu pflegen die Kranken, zu balsamieren die Toten, zu empfangen die Bitten, für kleines Geld erbeten, da steh ich nun, in Mitten der Dämmerung und erwarte die Nacht, die gnädig mir ist, bis Morgengrauen.
  2. Sonne mir schwindet, Leben zerrinnt, in unendlichen Stunden, bis Licht mir gerinnt, zwischen den Lidern, um wacher zu sein, als zuvor ich gewesen. So träum ich heute vom besseren Morgen, der Erneuerung entgegen, der Toten entschwindend, mein  Glas halb voll oder leer?
  3. Generation zu Generationen schlürften vorbei, als Sklaven und Helden, Titanen und Blender, jeder ein Scherflein, jede ein Gut und gabens hier ab, zu bestellen das Schicksal, zu bemessen die Angst: Eine Nummer sicherer gehen, als der Tod im Leben, der uns im Tempel schon immer allen vorlag!

 

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Eingeordnet unter Allgemein, Idylle, LimitstoGrowth, Meditation, Religionsphilosopie

Go Jump

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Hoch oben ( In Erinnerung an John Gillespie Magee und sein Gedicht  High Flight)

 

Hoch oben

Da oben,

wo kein Adler mehr fliegt,

dich niemand mehr hört,

der Wind ewig rauscht,

dein Atem verweht und

du nur noch  lauschst,

 

*

da will ich zu Hause sein,

ohne zu fallen, ewig nur fallen,

ohne Götter und Krieg,

ohne Liebe und Haß,

ohne oben und unten,

nur fallen.

*

Fallen und mehr.

In Schleifen durch Wolken,

sich finden und drehen,

den Boden spähen und sehen:

All das Getue um nichts,

weil alles vergeht, alles!

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Eingeordnet unter Allgemein, Buddhismus, Idylle, Religionsphilosopie

Der Deutsche Wald war überall

Ägypten 056

Auf biegen und brechen

Eichen für Tore,

Erlen für Planken,

Eschen für Bögen,

Buchen für Tische,

Bambus für Zäune,

Zedern für Räder.

Palmen für Flösse.

*

Wir haben gebaut,

Wälder geraubt,

zu Kohle geäschert,

um Eisen zu schmieden,

zu Ketten und Speere,

zu erobern die Welt,

die niemand gehört,

nur immer sich selbst.

*

Führen Hunde spazieren,

zu loben das Grünen,

aus dem wir erwachen,

wie Blinde aus Träumen.

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Eingeordnet unter Allgemein, Klimawandel, Kolonialismus, LimitstoGrowth

Erstickter Birnenbaum

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De Birnbam

Der Baum ist voll.

Schwer hängen die Birnen

am morschen Geäst.

 

Noch mal Frucht tragen,

bevor man stirbt,

wie im Havelland.

 

Das Pathos des Endes

zersiebt der Wind

zu süßlichem Matsch.

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19/08/2014 · 16:00

Royal Gardening

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Gardening

Trough bright air

falls sky in my

neck like snipers and snakes do.

I wish nobody for somebody anybody’s darling.

The sun which is killing me is my witness.

I will repay, saith  my bingy.

Ein Kommentar

19/08/2014 · 15:59

Herbst im Sommer

 

 

 

 

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Herbst im Sommer

 

Das Tief steht auf dem Rücken,

windige Worten flitzen vorbei.

Neues aus dem Osten, so rot wie

Mohn, so taub wie Nesseln.

 

Die Köpfe der Margeriten sind wie

rasiert. Gelbe Flecke säumen

den Rand des Beetes. Über den

Kornfeldern flackert Abwehrfeuer.

 

Durchs wilde Kurdistan reiten

die Abenteurer, einen neuen Gott

zu suchen, der immer noch der

alte mordende Rachesack ist.

 

Ich schauen in den Dornenbusch

im trüben Garten und fordere: Herr

sprich zu mir! Ein Zaunkönig lacht.

 

 

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19/08/2014 · 15:35

Sushi-Fliessband an der Behringstrasse

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Das Sushi-Fliessband

 

 

Bald sind die Meere leer.

Nur Quallen und Mülltüten

treiben dann artverwandt

 

in den Strömungen, die uns wärmen

oder erfrieren lassen. Schnell

stopft der Herr die Seetangröllchen

in sich rein und greift nach

dem nächsten Teller. Hier

 

offenbart sich mir das Drama unseres

Daseins, das vor lauter begründeter Gier

nicht mehr ernsthaft unterscheiden kann

zwischen Sattsein und  ewigem Hunger.

 

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19/08/2014 · 15:34

Ferguson: 2. Klasse nach Washington, 3. Klasse nach Westafrika

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Ebola und Ferguson

Auf dem Platz vor

dem Pranger für Erwerbslose

fiel die erste Frau um.

*

Alle schrieen: Ebola, Ebola!

– und liefen in die Läden,

sich wie Hamster zu verstecken.

*

Überall ist Krieg.

Auch beim großen Bruder

im Hinterhof. Er verprügelt

seine Kinder, wenn er sie nicht

hinrichtet mit sechs Schüssen.

*

Freundlich winkt er mit den Spritzen,

wie der GangDealer, den er jagt:

Ich hab ein Gegenmittel, kommt

zum lieben Daddy.

*

Schwarze in den Strassen

der USA, Schwarze in den

Slums von Westafrika.

*

Sie machen die Grenzen dicht:

Wie Viecher eingesperrt zum Sterben.

Wann ziehen sie Zäune um die Viertel

der Reichen, die höher sind, als

ein Virus springen kann?

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Eingeordnet unter Kolonialismus, Rassismus

Übersetzungen ins Englische Ingeborg Bachmann

Schatten Rosen Schatten 

Schatten Rosen Schatten
Unter einem fremden Himmel
Schatten Rosen
Schatten
auf einer fremden Erde
zwischen Rosen und Schatten
in einem fremden Wasser
mein Schatten

 

Shadesroseshades

umbrage roses umbrage

under strange sky

shades roses

cloudes

on foreign earth

between roses and tamish

in alien water

my shadow

 

*******

Im Gewitter der Rosen

Wohin wir uns wenden im Gewitter der Rosen,
ist die Nacht von Dornen erhellt, und der Donner
des Laubs, das so leise war in den Büschen,
folgt uns jetzt auf dem Fuß.

1.Version

Everywhere we are going now in thunderstorm of roses

the night is being illumined by thorns and

the thunder of leaves, it was so low in scrubs,

follows hard on us.

Twitterversion

Al over we`re goin in hurricane roses

night is being illuminated by thorns an´

thunder of leaves,it was so low in scrubs,

follows hard on us.

 

 

*********

Reklame

Wohin aber gehen wir
ohne sorge sei ohne sorge
wenn es dunkel und wenn es kalt wird 
sei ohne sorge
aber
mit musik
was sollen wir tun 
heiter und mit musik 
und denken
heiter
angesichts eines Endes
mit musik
und wohin tragen wir 
am besten
unsre Fragen und den Schauer aller Jahre
in die Traumwäscherei ohne sorge sei ohne sorge
was aber geschieht 
am besten 
wenn Totenstille

eintritt

buildup

Where are we going now

stay without care be without care

when is getting dark and cold

but

with music

what shall we do

buoyant an´ with music

and think of

cheerful

in the face of death

with songs

and where we are bearing

to have the best

our question and the shudder of recent times

in the dream-laundrette „ stay without care, be without care“

what if

to have the best

there is dead silence 

enter

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Eingeordnet unter Allgemein, Übersetzungen, Kindheit, Klimawandel, Krankheit, LimitstoGrowth